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16.09.2023 | (rsn) – Das Hochgebirge liegt hinter den Fahrern, doch die Messe ist noch nicht gesungen. Am Samstag wartet eine tückische Etappe auf den Gesamtführenden Sepp Kuss (Jumbo – Visma) und seine Verfolger. Wirklich lange oder steile Anstiege müssen zwischen Manzanares El Real und Guadarrama nicht mehr absolviert werden, doch die schiere Anzahl der Berge wird dafür sorgen, dass das Rennen hart und schwer zu kontrollieren sein wird.
Zehn Berge der 3. Kategorie müssen bezwungen werden, doch drei weitere Zacken im Profil wurden nicht mit einem Wertungsstrich versehen. Direkt nach dem Start geht es bergauf zum ersten Bergpreis, der letzte liegt 16 Kilometer vor dem Ziel im 13.000 Einwohner zählenden Guadarrama.
Die Art des Parcours lässt vermuten, dass der vorletzte Tag der Spanien-Rundfahrt einer für die Ausreißer werden wird, doch auch die Klassementfahrer werden wachsam sein müssen, denn auf dem Kurs mit wenig Flachstücken ist Chaos zu erwarten – und das bietet Möglichkeiten, die Gesamtwertung mit einem mutigen Angriff durcheinanderzuwirbeln.
Das Streckenprofil der 20. Etappe der Vuelta a Espana. | Grafik: Veranstalter
Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) ist der Favorit auf den Tagessieg. Der Belgier hat schon dreimal zugeschlagen, zweimal als Ausreißer. Zuletzt war er nicht nur in allen aussichtsreichen Gruppen vertreten, sondern sogar für das Entstehen dieser verantwortlich. Erfolgreich war er aber nicht immer. Am Angliru wurde er von den Favoriten eingeholt, auf der 15. Etappe nach Lekunberri haben Rui Costa (Intermarché – Circus – Wanty), Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) und Lennard Kämna (Bora – hansgrohe) den Belgier im Finale abgehängt.
Der Deutsche wird auch auf dem 20. Teilstück wieder etwas probieren wollen. Um den Gesamtsieg hingegen sollte es im Normalfall nicht mehr spannend werden, denn Jumbo – Visma scheint sich am Donnerstag am La Cruz de Linares endgültig festgelegt zu haben: Kuss soll die Vuelta gewinnen.
Die Streckenkarte der 20. Etappe der Vuelta a Espana. | Grafik: Veranstalter
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