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21.02.2026 | (rsn) - Jason Tesson hat bei der 3. Classic Var (1.1) seiner Equipe TotalEnergies den ersten Saisonsieg beschert. Der 28-jährige Franzose setzte sich über 176,6 Kilometer zwischen La Garde und Brignoles in einem langgezogenen Sprint vor dem Norweger Tord Gudmestad (Decathlon - CMA CGM) und dem Niederländer Rick Pluimers (Tudor) durch.
Sein Landsmann Mathias Sanlaville (CIC) wurde Vierter vor Phil Bauhaus (Bahrain Victorious). Der 31-jährige Bocholter hatte das Finale eröffnet, war dabei aber etwas zu früh dran und fiel noch auf Rang fünf zurück. Und das auch nur im ersten Moment. Denn die Jury sah in der Linienwahl des Bahrain-Sprinters ein irreguläres Verhalten und relegierte ihn ans Ende des Feldes, was in diesem Fall Rang 30 bedeutete. Tatsächlich hatte Bauhaus seinen Sprint auf der rechten Straßenseite gestartet, den Zielstrich querte er aber eher am linken Rand. Auf dem Weg auf die andere Seite kam er kurz vor dem Erreichen seiner finalen Position dem niederländischen Konti-Fahrer Alexander Konijn (Nice Métropole) ziemlich nahe und berührte ihn wahrscheinlich auch, was den zu einem kleinen, aber folgenlosen Balanceakt zwang. Nach dem Überfahren der Linie warf Konijn Bauhaus aber noch einen bösen Blick zu.
Für Tesson war es derweil der zehnte Erfolg als Profi, allesamt eingefahren bei Rennen unterhalb der WorldTour. Nach seinem Landsmann Lenny Martinez (damals Groupama - FDJ / jetzt Bahrain Victorious) und dem Italiener Christian Scaroni (XDS - Astana) ist er der erste Fahrer eines Zweitdivisionärs, der sich in die Siegesliste des Eintagesrennens durch das südfranzösische Département Var eintragen konnte.
Bereits am Sonntag steht das zweite Rennen in der Region an. Bei der 58. Tour des Alpes-Maritimes (1.1) müssen zwischen Villefranche-sur-Mer und Biot zwar nur 154 Kilometer zurückgelegt werden, das Streckenprofil ist aber deutlich schwerer. Gleich zu Rennbeginn geht es den von Paris-Nizza bekannten Col d’Éze hinauf, dem weitere fünf kategorisierte Anstiege folgen und schließlich noch der ebenfalls ansteigende Schlusskilometer.
Eine vierköpfige Ausreißergruppe um den Schweizer Noah Bögli (Elite Fondations), die sich nach 20 Kilometern gebildet hatte, bestimmte lange Zeit das Geschehen in der Provence und erarbeitete sich bei ständigem Auf und Ab einen Vorsprung von rund drei Minuten. Für die Verfolgung zeigten bei strahlendem Sonnenschein in erster Linie Decathlon, Tudor und Lidl – Trek sowie dann auch noch Cofidis verantwortlich.
Mit gemeinsamen Anstrengungen reduzierten die Verfolger so planmäßig den Rückstand, der 40 Kilometer vor dem Ziel noch rund eineinhalb Minuten betrug. Kurz darauf spannten sich noch weitere Teams vor das Feld, das die drei verbliebenen Ausreißer fünf Kilometer vor dem Ziel stellte.
Das Streckenprofil der Classic Var | Foto: Veranstalter
Auf den letzten beiden Kilometern, die über breite Straßen ins Ziel führten, entbrannten die Positionskämpfe, ehe Tudor mit drei Fahrern die Spitze übernahm. Aus dem letzten Kreisel kamen aber Decathlon und Cofidis am besten heraus, das beste Ende in einem schließlich wilden Sprint hatte aber Tesson für sich. Bauhaus dagegen war zu früh im Wind und musste insgesamt vier Gegner an sich vorbeiziehen lassen.
Auf den letzten Metern wurde das Feld noch durch einen Sturz auseinander gerissen, bei dem mehrere Fahrer zu Boden gingen, wobei vor allem Lidl – Trek in Mitleidenschaft gezogen wurde.
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