Overijssel: Franz Elfter, bei Sauerland kommt die Form

“Keine Schande“: Teutenberg im Sprint von Vermeltfoort geschlagen

Von Christoph Adamietz

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Tim Torn Teutenberg (Leopard TOGT) | Foto: Team Leopard TOGT

06.05.2023  |  (rsn) - Tim Torn Teutenberg (Leopard TOGT) hat seinen ersten UCI-Sieg bei der Ronde van Overijssel (1.2) nur knapp verpasst. Der 20-Jährige, aktueller Europameister im Elimination auf der Bahn, musste sich nach 200 Kilometern rund um Rijssen im Sprint einer 40 Fahrer starken Gruppe nur dem niederländischen Routinier Coen Vermeltfoort (VolkerWessels) geschlagen geben.

"Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Gegen Vermeltfoort zu verlieren, der in den Niederlanden fast alle Sprintrennen dieser Kategorie gewinnt, ist keine Schande", erklärte Teutenberg nach seinem besten Saisonergebnis gegenüber radsport-news.com.

Da in den Niederlanden am Samstag nur sehr schwacher Wind wehte und es dazu knapp 20 Grad warm war, wurde die 69. Austragung der Ronde van Overijssel relativ entspannt begonnen und war nicht wie vergangene Rennen von einem horrenden Tempo auf der Windkante geprägt.

Die ersten 150 Kilometer wurden entsprechend in einem eher gemächlichen Renntempo absolviert. "Aber dann ging es so richtig ab. Auf den letzten 50 Kilometern folgte Attacke auf Attacke, entsprechend hart war es", meinte Teutenberg, der im hektischen Sprintfinale gut positioniert war und den Sprint eröffnete. Dagegen hatte nur Vermeltfoort etwas auszurichten.

Franz wird Elfter: Achtungserfolg für Storck - Metropol

Einen ersten Achtungserfolg bei UCI-Rennen fuhr das neue deutsche Kontinental-Team Storck - Metropol Racing heraus. Toni Franz verpasste als Elfter nur ganz knapp die erste internationale Top-Ten-Platzierung der Teamgeschichte.

"Wir haben uns von Anfang an gut behauptet. Im Finale konnte ich mich auch alleine ganz gut positionieren", so Franz, der lange Zeit noch hoffte, dass es womöglich doch noch für die Top Ten gereicht haben könnte, zu radsport-news.com.

Auch wenn sich der Wunsch knapp nicht erfüllte, konnte Storck - Metropol mit dem Renntag mehr als nur zufrieden sein. Denn auch Marc Clauss zeigte lange ein ansprechendes Rennen. "Toni und ich haben uns immer sehr gut gefunden. Leider hatte ich dann 20 Kilometer vor dem Ziel einen Motorplatzer", sagte Clauss zu radsport-news.com.

Saris Rouvy Sauerland: Die Form kommt

Bester Fahrer bei Saris Rouvy Sauerland war indes wie bereits bei Eschborn-Frankfurt U23 (1.2u) am Montag Silas Köch. Dieses Mal sprang für den 19-Jährigen Rang 17 heraus. "Heute war für uns wieder ein besserer Tag. Die Form kommt", befand Teamchef Jörg Scherf gegenüber radsport-news.com.

Ein aktives Rennen zeigte im Finale Lennart Voege. "Er ist ganz stark gefahren und war auf dem Sprung nach vorne raus", so Scherf. Zuvor war schon Henri Appelbaum, der erst vor wenigen Tagen seine schriftlichen Abiturprüfungen hatte, in einer Ausreißergruppe unterwegs gewesen und konnte dabei auch Bergpunkte sammeln. "Nach dem Abitur war er direkt top motiviert", meinte Scherf, der auch mit dem Auftreten von Jan Temmen und Jonathan Rottmann zufrieden war. Pech hatte indes Julian Borresch, der nach weit zurückgefallen war und nicht in die Entscheidung eingreifen konnte.

rad-net Oßwald: Kapitäne Boos und Müller im Defektpech

Rad-net Oßwald, das dritte deutsche Team am Start, hatte in Jasper Schröder auf Platz 31 ihren besten Fahrer. Der 18-Jährige kam acht Sekunden hinter Tagessieger Vermeltfoort ins Ziel.

"Es war heute wegen des guten Wetters nicht sonderlich kompliziert, in einer größeren Gruppe anzukommen. Leider haben wir unterwegs in entscheidenden Rennsituationen Defekte gehabt, so dass wir vor der Finalrunde Benni Boos und Tobias Müller, die beide im Sprint eine wichtige Rolle hätten spielen sollen, verloren haben. Dadurch war Jasper Schröder im Finale auf sich alleine gestellt", berichtete Frank Augustin, der Sportliche Leiter von rad-net Oßwald, gegenüber radsport-news.com.

Gerade von Müller, zuletzt starker Sechster bei Eschborn-Frankfurt U23, hätte man in dem flachen Finale einiges erwarten können. Als Einzelkämpfer war Schröder indes chancenlos. "Gegen diese etablierten holländischen Sprintteams und Leopard ist es dann einfach schwer, sich durchzusetzen. Wir waren zwar bis zur Finalrunde immer präsent. Aber am Ende haben uns einfach Benni Boos und Tobias Müller gefehlt. Somit ist es mit einer Top-Ten-Platzierung leider nichts geworden", bedauerte Augustin.

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