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09.03.2023 | (rsn) - Als Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma) rund vier Kilometer vor dem Ziel der 4. Etappe bei Paris-Nizza angriff, erwarteten alle am Schlussanstieg nach La Loge des Gardes ein Duell mit Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) um den Tagessieg und das Gelbe Trikot. Doch als der Slowene seinen Konter setzte, konnte der Tour-de-France-Sieger nicht mithalten und büßte im Finale deutliche 43 Sekunden ein.
“Vielleicht hätte er nicht als erster angreifen sollen“, sagte Jumbo-Sportdirektor Grischa Niermann zur Attacke seines Kapitäns, der schließlich Tagessechster wurde. “Aber so ist das Leben. Er hat sich gut gefühlt und hat’s probiert. Doch am Ende ging es schief.“
Dagegen präsentierte sich Pogacar, der nach dem Teamzeitfahren nur Zehnter der Gesamtwertung war, in Topform und sicherte sich den Tagessieg, nachdem er noch den Solo-Spitzenreiter David Gaudu (Groupama – FDJ) eingefangen hatte. Genauso wichtig war aber, dass der zweimalige Tour-Sieger Vingegaard abhängte und im Gelben Trikot nun 44 Sekunden Vorsprung auf den Dänen hat – und das nur einen Tag, nachdem Jumbo – Visma das Teamzeitfahren gewonnen und sich dabei deutlich stärker präsentiert hatte als UAE Emirates.
Auf der 4. Etappe drehte sich das Verhältnis dann aber um. "Das war nicht unser bester Tag“, kommentierte Niermann das Ergebnis. “Jonas hat sich wirklich gut gefühlt. Ich denke, am Ende ging er etwas übers Limit. Er hätte das nicht tun sollen, aber so ist der Radsport“, nahm der Hannoveraner das Ergebnis gelassen hin.
Mit Blick auf die Gesamtwertung zeigte Niermann sich aber zurückhaltend. "Wir werden sehen. Das Rennen endet am Sonntagnachmittag und bis dahin geben wir nicht auf. Pogacar ist in einer unglaublich guten Frühjahrsform – aber das kennen wir ja schon aus den letzten Jahren. Er wirkt derzeit sehr stark“, fügte er an.
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