Servus Oberösterreich: Tour-Tagebuch von Jonas Rapp

Nach dem Sturz muss ich abwarten, ob ich morgen starten kann

Von Jonas Rapp

Foto zu dem Text "Nach dem Sturz muss ich abwarten, ob ich morgen starten kann"
Jonas Rapp (Hrinkow Advarics Cycleang) im Zeil der 2. Etappe der Oberösterreich-Rundfahrt | Foto: Eisenbauer

11.06.2022  |  (rsn ) - Schon vor dem Start war mir klar, dass das heute ein schwerer Tag werden würde. Bei dem Profil war mit einem sehr schweren Teams zu rechnen und die Teams wie Jumbo – Visma, Elkov, Vorarlberg und wir waren auch auf einen solch schweren Rennverlauf aus.

Für mich wurde das heue noch komplizierter als gedacht, denn ich bin nach 30 Kilometern über einen vor mir gestürzten Fahrer gefallen. Dabei bin ich ziemlich hart auf Rücken, Nacken und Steißbein gelandet. Da musste ich erst einmal - und das Rennen war bereits in vollem Gange - wieder nach vorne aufschließen. Das habe ich gerade noch geschafft, bevor es dann von der Donau hinauf zum Rundkurs richtig schnell wurde.

In dieser Phase hat sich das Hauptfeld dann auch auf ca 40 Mann reduziert und wir saßen zunächst mit allen sechs Mann in dieser Gruppe. Leider hatte Timon Loderer in einem extrem ungünstigen Moment Defekt und ist aus der Gruppe rausgefallen.

Für mich stand derweil erst mal nur Schadensbegrenzung auf dem Programm, weil ich mich wirklich nicht gut fühlte und starke Schmerzen hatte. Der Rest des Teams hat die Attacken gut abgedeckt und dafür gesorgt, dass ich im verbliebenen Feld relativ entspannt mitrollen konnte.

In den finalen Sprint musste ich dann dennoch mit reinhalten, weil ich die Befürchtung hatte, dass es Zeitabstände geben könnte. So ging ich trotz Schmerzen auf Nummer Sicher und konnte in die Top 15 fahren.

Mein Teamkollege Jaka Primozic ist ein richtig guten Sprint gefahren und wurde Sechster und auch Daniel Eichinger auf Rang elf war sehr gut platziert. Wir haben wieder mal gezeigt, dass wir ein richtig starkes Team am Start haben.

Für mich ist jetzt erst einmal abwarten angesagt, wie die Nacht wird, ob ich morgen starten kann, beziehungsweise wie es dann mit den Schmerzen geht. Nach den ersten Untersuchungen gehe ich davon aus, dass es nur starke Prellungen sind. Deshalb besteht die Hoffnung, dass es morgen docht geht.

Ich bin mir aber sehr sicher, dass wir mit Rainer Kepplinger und Jaka Primozic noch um den Rundfahrtsieg mitkämpfen können. Selbst wenn es bei mir nicht so gut gehen sollte, brauchen wir uns da nicht zu verstecken.

Viele Grüße
Euer Jonas

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