Die Hausberge der Radprofis, Teil 9: Jonas Messerschmidt

Veserde-Anstieg: Im Sommer steht die Hitze wie in der Sauna

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Veserde-Anstieg: Im Sommer steht die Hitze wie in der Sauna"
In der Ferne sieht man das Schlosshotel Veserde | Foto: Jonas Messerschmidt

29.06.2020  |  (rsn) – Knapp 20 Kilometer entfernt von Hagen in Südwestfalen befindet sich der Anstieg zum Schlosshotel Veserde, der Hausberg von Jonas Messerschmidt (Dauner Akkon). Ehe der Kulminationspunkt auf 420 Metern Höhe erreicht ist, müssen von Hohenlimburg aus auf etwa vier Kilometern Länge fast 300 Höhenmeter absolviert werden – kein ganz leichtes Unterfangen.

Der 19-Jährige Messerschmidt, der 2020 seine erste Saison im Kontinental-Bereich fährt, kennt den Anstieg seit seinen frühesten Radsporttagen. "Ich habe unzählige Stunden dort verbracht“, verriet er radsport-news.com. "Für mich ist es von Zuhause aus der erste längere Anstieg und bietet sich deshalb optimal für Intervall-Training an. Durch die vielen Auffahrten kann ich dort auch gut meine aktuelle Form einschätzen“, fügte er an.

Der Anstieg beginnt in Hohenlimburg. Der Verkehr hinauf zum Schoss Veserde ist laut Messerschmidt "überschaubar", und da vor kurzem die Straße erneuert worden ist, findet man ideale Bedingungen vor.

Die Steigung beginnt mit zwei kurzen, aber sehr steilen Serpentinen. Es folgen vier längere Geraden durch ein Waldstück, miteinander verbunden durch sachte Kurven. "Im Sommer kann die Hitze dort stehen wie in der Sauna. Nach Jahren glaube ich immer noch manchmal, nach der dritten Geraden wäre Schluss, weil sie sich so ähnlich sehen, um dann von der letzten überrascht zu werden“, berichtete der Dauner-Fahrer. Der letzte Kilometer steigt dann nur noch minimal an und man kann auf freiem Feld schon das Schlosshotel sehen.

Messerschmidt, der etwa 30 Kilometer entfernt lebt, steuert bei seinen Touren zumeist direkt auf den Anstieg zu. "Danach fahre ich je nach Programm entweder tiefer ins Sauerland in den nächsten Anstieg oder fahre noch ein paar Mal rauf und runter. Die Entfernung ist jedenfalls perfekt zum Einfahren und auf der Rückfahrt zum Ausfahren."

Ein Päuschen gönnt sich Messerschmidt gerne an der Kuppe am Schlosshotel, denn “dort kann man weit auf das Hagener Umland schauen“, wie er abschließend verriet.

 

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