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26.04.2020 | (rsn) - Bob Jungels (Deceuninck - Quick-Step) feierte 2018 bei Lüttich-Bastogne-Lüttich nicht nur seinen ersten Triumph bei einem Radsport-Monument, sondern sicherte seinem mit Klassikerspezialisten gespickten Team zugleich den Debütsieg bei “La Doyenne“, dem ältesten noch ausgetragenen Eintagesrennen der Welt. Wegen der Corona-Krise musste die für heute geplante 106. Auflage des Frühjahrsklassikers abgesagt werden.
Jungels hatte Lüttich-Bastogne-Lüttich zwar nicht in seinem diesjährigen Rennkalender, bedauert aber die Absage und darüber hinaus die durch die Pandemie erzwungene Pause. “Ich hätte das Rennen in dieser Saison nicht fahren sollen, aber es fühlt sich immer noch seltsam an, und das liegt daran, dass wir in seltsamen Zeiten leben. Denkt man über das große Ganze nach, dann ist Radfahren ein zweitrangiges Thema, aber es ist nach wie vor traurig zu wissen, dass so viele großartige Rennen abgesagt wurden“, erklärte der Luxemburger in einem Interview auf der Homepage seines Teams.
Die nun notwendig gewordene Neuerstellung des Rennkalenders könnte nun aber Jungels doch noch einen Start in Lüttich ermöglichen, denn der letzte und bedeutendste der drei Ardennenklassiker soll nun nach den großen Rundfahrten nachgeholt werden. “Es wäre schön, Lüttich-Bastogne-Lüttich im Herbst zu haben. Ich denke, das hätte einen zusätzlichen Reiz, und wer weiß, vielleicht bin ich dann sogar am Start“, meinte der 27-Jährige, der auch schon 2019 nicht in Lüttich dabei war, da er sich auf die flämischen Klassiker konzentrieren wollte.
Angesichts der gedrängten Termine ab August - so sich die Pläne des Radsportweltverbands UCI überhaupt umsetzen ließe - bleibt allerdings offen, wieviele Monumente Jungels, der in seinem bisher letzten Renneinsatz bei Paris-Nizza Rang 15 belegte, im Herbst wird bestreiten können. Priorität hat für ihn allerdings, dass zumindest wieder eine Aussicht darauf besteht, in diesem Jahr noch Rennen bestreiten zu können.
“Wir haben jetzt einen Kalender, wir wissen, wann alle großen Rennen stattfinden werden, sollten sich die Dinge in ein paar Monaten wieder normalisiert haben, und das gibt uns eine zusätzliche Motivation, für den Tag zu trainieren, an dem wir endlich alle wieder zurück auf der Straße sein werden, um das zu tun, was wir am meisten lieben“, fügte er an.
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