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12.03.2020 | (rsn) - Einen Etappensieg und den Kampf um die Gesamtwertung hatte sich Bora – hansgrohe vor dem Start der Fernfahrt Paris-Nizza vorgenommen. Beide Ziele hat Maximilian Schachmann mit dem Gewinn der 1. Etappe und der Übernahme des Gelben Trikots schon erfüllt. Sogar ein bisschen mehr war drin. Peter Sagan verpasste am Ende der 5. Etappe von Gannat nach La Cote-Saint-Andre (227 km) als Dritter nur knapp den Tageserfolg. Immerhin war es das fünfte Podium für Bora - hansgrohe am fünften Tag (je 2 x Schachmann und Sagan, 1 x Pascal Ackermann).
"Als die Gruppe auf der Zielgeraden den Ausreißer fast erreicht hatte, war ich ein wenig eingeklemmt", schilderte Sagan den Schlussspurt in La Côte-Saint-André. "Bonifazio hatte genug Platz und seinen Sprint gut getimt. Ich hätte den Tag gerne mit einem Sieg beendet, aber ich habe mein Bestes gegeben", gestand der dreimalige Weltmeister, der stark aufkam, aber auch Ivan Garcia Cortina (Bahrain – McLaren) nicht mehr passieren konnte.
Auch Steffen Radochla, Boras Sportlicher Leiter, haderte nicht mit Platz drei. "Heute hatten wir eine lange und schwere Etappe und die Fluchtgruppe war sehr stark. Peter war im finalen Sprint nicht optimal positioniert, denn er war ein bisschen eingebaut und konnte kein freies Hinterrad finden. Bonifazio hat heute überzeugend den Sprint gewonnen, aber mit dem dritten Platz von Peter sind wir zufrieden."
Sagan und Radochla tröstete natürlich, dass ihr Kapitän Schachmann zum vierten Mal seine Spitzenposition verteidigte und ihr Teamkollege Felix Großschartner vor den immer schwerer werdenden Bergetappen auf Platz drei in der Gesamtwertung rangiert. "Wir haben unsere GC-Ziele erreicht, und sowohl Felix als auch Max haben keine Sekunden verloren, was heute sehr wichtig war", freute sich Sagan. "Wir konnten das Gelbe Trikot verteidigen und auch im Gesamtklassement hat sich nichts geändert. Jetzt schauen wir auf die erste schwere Bergetappe morgen und werden weiterhin versuchen, das Trikot zu verteidigen", meinte Radochla in der Pressemitteilung des Teams.
Die Kletterer scharren schon mit den Füßen
Ab jetzt geht's für Schachmann um die Gesamtwertung. Schon Freitag auf dem Weg von Sorgues nach Apt 160,5 km) ist der Deutsche Meister gefordert. Sechs Bergpreise, davon vier der 2. Kategorie, und ein nicht klassifizierter Anstieg kurz vor dem Ziel stehen auf dem Programm. Der Berliner konnte sich Mittwoch im Zeitfahren ein kleines Polster auf die Bergspezialisten herausfahren, die nun bis Nizza ihr Terrain vorfinden werden.
"Ich denke, mein größter Rivale ist immer noch Sergio (Higuita, EF Pro Cycling / 5. +1:05). Er ist ein exzellenter Kletterer und derjenige von den Bergfahrern, der mir am nächsten ist im Klassement. Er dürfte der größte Gegner werden, der auf den man ein Auge haben muss. Klar gibt es noch viele andere gute Kletterer, aber sie sind weiter weg. Deshalb muss ich auf ihn schauen", sagte der Mann in Gelb im Ziel-Interview. Schachmann weiß, was in den kommenden drei Tagen auf ihn zukommt – wenn Paris-Nizza wirklich zu Ende geführt wird!
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