RSN Rangliste, Platz 16: Mathias Frank

Auch im dritten Jahr bei AG2R zuverlässig und solide

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Auch im dritten Jahr bei AG2R zuverlässig und solide"
Mathias Frank (AG2R) bei der Deutschland Tour | Foto: Cor Vos

20.12.2019  |  (rsn) – Auch in seinem dritten Jahr bei AG2R war Mathias Frank ein zuverlässiger Helfer und konnte selbst auch immer wieder Akzente setzen. Ein Sieg war dem Schweizer allerdings auch 2019 nicht vergönnt.

“Es war eine solide Saison, ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Ich hatte ein paar gute Momente und im Großen und Ganzen bin ich relativ zufrieden“, bilanzierte Frank gegenüber radsport-news.com.

Der 33-Jährige begann seine Saison bei der Tour of Oman (2.HC), die er auf einem guten 14.Platz abschloss. Noch besser lief es Anfang Mai in Heimat, als Frank bei der Tour de Romandie Zwölfter wurde, und Ende des Monats, als sich der Kletterspezialist im Gesamtklassement der Tour de l`Ain (2.1) nur dem Franzosen Thibaut Pinot (Groupama - FDJ) geschlagen geben musste und sich zudem über einen zweiten und dritten Etappenrang freuen konnte.

Die anschließende Tour de Suisse bestritt Frank ohne Klassementambitionen, vielmehr fokussierte er sich auf Tagesergebnisse. Auf der anspruchsvollen Schlussetappe rund um Goms belegte er schließlich noch Rang vier. “Auf der Etappe habe ich gesehen, dass ich nicht weit weg bin vom Sieg“, so Frank, der im Anschluss noch Dritter der Schweizer Straßenmeisterschaften wurde. Die erste Saisonhälfte schloss Frank mit der Tour de France ab, bei der er wie sein Kapitän Romain Bardet auch unauffällig blieb. Immerhin schaffte er es bis nach Paris – er belegte Rang 48 des Schlussklassements - und konnte sich über das Bergtrikot seines Teamkollegen freuen.

In der zweiten Saisonhälfte folgten zwar nicht mehr sehr viele Einsätze, bei denen sich Frank dennoch in einer guten Spätform präsentieren konnte. Bei den beiden kanadischen WorldTour-Rennen in Montreal und Quebec belegte er die Plätze zwölf und 23. Beim Gran Piemonte (1.HC) in Italien wurde er Sechster, beim Monument Il Lombardia fuhr Frank zum Saisonabschluss auf Position 21 über den Zielstrich. “Die Performance zum Ende des Jahres war gut. Ich bin mit einer guten Saison aus der Saison rausgegangen“, fasste Frank zusammen.

Als einzige Enttäuschung blieb Paris-Nizza in Erinnerung - speziell der vorletzte Tag, als Frank auf der vorletzten Etappe in der Ausreißergruppe des Tages mitfuhr, die den Tagessieg unter sich ausmachten. “Leider bin ich wegen eines Steines auf der Straße in der vorletzten Abfahrt gestürzt und auf den Kopf geknallt. Bin einer Gehirnerschütterung bin ich zwei Wochen ausgefallen. Zum Glück habe ich mich davon aber gut erholt“, blickte er zurück.

In seinem vierten Jahr für AG2R wartet gleich eine ganze Reihe an Highlights auf Frank. Im Frühjahr wird er an Bardets Seite den Giro bestreiten. Bei der ersten GrandTour des Jahres will er dem Debütanten zu einem Spitzenplatz im Gesamtklassement verhelfen. Direkt im Anschluss geht es weiter zur Tour de Suisse. “Ich hoffe, dass ich dort dann von der Giro-Form profitieren kann“, meinte Frank.

Zudem hofft er, für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert zu werden. “Damit würde ein riesiger Traum in Erfüllung gehen“, sagte Frank, der sich aufgrund des schweren Kurses auch Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Heim-WM im September machen kann. “Dort zu starten wäre ein absolutes Highlight“, betonte Frank.

Mehr Informationen zu diesem Thema

31.12.2019Ackermann: “Ich freue mich riesig über diese Ehrung!“

(rsn) - Pascal Ackermann fand zwischen den Jahren nicht viel Zeit zum Entspannen. "Ich muss heute Nachmittag noch nach München, meine Sachen packen. Morgen fliege ich nach Mallorca ins Trainingslager

31.12.2019Noch nicht am Limit angekommen

(rsn) – Mit 400 Punkten war Pascal Ackermann (Bora – hansgrohe) bereits der Sieger der Jahresrangliste 2018. In der zurückliegenden Saison sammelte der Landauer insgesamt sogar 566 Punkte, was d

31.12.2019Die Radsport-News-Jahresrangliste 2019 im Überblick

(rsn) – Auch in diesem Jahr hat Radsport News wieder den besten Fahrer des deutschsprachigen Raumes ermittelt. In unserer Jahresrangliste 2019 finden Sie die Platzierungen und Punkte aller Deutschen

30.12.2019Bei der Tour in die Weltspitze der Rundfahrer gestürmt

(rsn) - In den vergangenen Jahren galt Deutschland als Land der Sprinter, Zeitfahrer und Klassikerjäger. Doch spätestens seit 2019 ist klar, dass es hierzulande auch einen Rundfahrer von internatio

29.12.2019Ein halbes Dutzend Siege und viele weitere Highlights

rsn) – Die Liste derjenigen Fahrer, die nach ihrem Weggang von Deceuninck - Quick-Step nicht mehr an ihre beim belgischen Team gezeigten Leistungen anknüpfen konnten, ist lang. Maximilian Schachma

28.12.2019Im Frühjahr so richtig aufgedreht

(rsn) – Während für den Großzahl der Fahrer von Katusha – Alpecin die Saison 2019 enttäuschend verlief, trifft für Nils Politt genau das Gegenteil zu. Der zwei Meter lange Hürther kann auf

27.12.2019Im Schneeregen in die Weltelite gefahren

(rsn) - 2019 war das Jahr des großen Durchbruchs in der Karriere von Felix Großschartner. Ab seinem ersten Saisonrennen an unterstrich er, dass der 26-Jährige sich mittlerweile zu den besten Rundfa

26.12.2019Nach dem Teamwechsel schnell in die Erfolgsspur gefunden

(rsn) – Nach sechs Jahren bei BMC wechselte Stefan Küng im vergangenen Winter nach Frankreich zu Groupama – FDJ und zeigte dort eine sehr ansprechende Saison, die von seiner Bronzemedaille im WM

25.12.2019Mit dem ersten Profisieg ins rot-weiß-rote Trikot

(rsn) - Wenn auch das Jahreshighlight aufgrund zweier Stürze bei der Tour de France nicht das Ergebnis brachte, das sich Patrick Konrad (Bora – hansgrohe) erhofft hatte, so konnte der 28-Jährige t

24.12.2019In der zweiten Saisonhälfte den Anschluss an die Besten verloren

(rsn) – Nachdem er sich 2018 erfolgreich auf die Ardennenklassiker konzentriert und Lüttich–Bastogne–Lüttich gewonnen hatte, nahm Bob Jungels (Deceuninck - Quick-Step) in diesem Jahr einen Ku

24.12.2019Keine Spitzensaison, aber auch kein Totalausfall

(rsn) – Wie schon 2018 startete John Degenkolb (Trek – Segafredo) mit einem frühen Erfolgserlebnis verheißungsvoll in die Saison. Doch dem Etappensieg bei der Tour de la Provence (2.1) Mitte Fe

23.12.2019Die eigenen Erwartungen noch übertroffen

(rsn) – In einer über weite Strecken enttäuschend verlaufenen Saison des Subweb-Teams war Neoprofi Marc Hirschi eine der positiven Erscheinungen. Der erst 21-jährige Schweizer fuhr zwölf Top-Te

Weitere Radsportnachrichten

11.03.2026Ayuso strahlt in Gelb: “Gibt Selbstvertrauen auch für Barcelona“

(rsn) – Den Sieg hat Lidl – Trek im 23,5 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren auf der 3. Etappe von Paris-Nizza (2.UWT) zwar um 2,5 Sekunden verpasst, trotzdem aber gab es im Lager des deutschen

10.03.2026Ciccone: Positionierung kostete Anschluss an van der Poel und Co.

(rsn) – Nach dem fulminanten Auftakt mit einem dritten und einem fünften Platz durch Max Walscheid und Jonathan Milan im topfebenen Einzelzeitfahren von Lido di Camaiore auf der 1. Etappe, hat der

10.03.2026Radsport live im Stream und im TV: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wic

10.03.2026Perfekt auf Schotter: Pellizzari in bestechender Frühform

(rsn) – Nach einer soliden Vorstellung kam Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) auf der 2. Etappe von Tirreno-Adriatico in der ersten Verfolgergruppe 17 Sekunden hinter Tagessieger Mathie

10.03.2026Highlight-Video der 2. Etappe von Tirreno-Adriatico

(rsn) – Der routinierte Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) hat bei Tirreno-Adriatico die beiden Youngster Gesamtführende Isaac Del Toro (UAE Emirates – XRG) und Giulio Pellizzari (Re

10.03.2026Ineos im Teamzeitfahren knapp vor Lidl - Trek, Ayuso in Gelb

(rsn) – Es war enger als erwartet, doch am Ende hatten die Favoriten die Nase vorn. Ineos Grenadiers hat das Mannschaftzeitfahren auf der 3. Etappe von Paris-Nizza für sich entschieden – es war d

10.03.2026Van der Poel schlägt im Bergaufsprint die junge Garde

(rsn) – Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) hat die 2. Etappe von Tirreno – Adriatico (2.UWT) gewonnen. Nach 206 Kilometern von Camaiore nach San Gimignano war er im Dreiersprint berga

10.03.2026ASO zum Paris-Nizza-Auftakt: “Keine negativen Reaktionen erhalten“

(rsn) – Nach der 1. Etappe von Paris-Nizza hatte Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) deutliche Kritik an der Strecke geäußert. “Ich fand die Route heute nicht besonders gut. Es war eines W

10.03.2026Van der Poel würde gerne zu Strade Bianche zurückkehren

(rsn) – Obwohl auch die diesjährige Strade Bianche mit ihren mehr als 3.500 Höhenmetern wieder extrem schwer und damit eine Angelegenheit für Kletterer wie den mittlerweile viermaligen Sieger Tad

10.03.2026“Doppelagentin” Klöser: “Sehe mich als eine der Top-Fahrerinnen“

(rsn) - Die Deutsche Gravelmeisterin Rosa Maria Klöser (Canyon - SRAM - zondacrypto) bezeichnet sich immer noch als Newcomerin im Radsport. Und das trotz prestigeträchtiger Erfolge wie dem Gewinn d

10.03.2026Fernduell zwischen Decathlon und UAE um Jungstar Seixas

(rsn) - Paul Seixas hat nach nicht erst seit seinem sensationellen Saisonstart offenbar das Interesse des weltbesten Teams geweckt. Wie Wielerflits berichtet, arbeite UAE – Emirates – XRG “hinte

10.03.2026Pedersen zu Mailand-Sanremo Start: “Wird schwierig“

(rsn) – Mehr als einen Monat nach seinem Sturz zum Auftakt der Valencia-Rundfahrt (2.Pro) ist fraglich, ob Mads Pedersen (Lidl – Trek) rechtzeitig bei Mailand-Sanremo (21. März) am Start stehen w