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24.11.2019 | (rsn) - Drei Rundfahrtsiege, ein zweiter Platz beim Fleche du Sud sowie der zweite Gesamtrang in der Radbundesliga hinter Teamkollegen Riccardo Zoidl waren die starke Bilanz von Stephan Rabitsch (Felbermayr – Simplon – Wels) im Jahr 2018. In dieser Saison konnte er an diese Ergebnisse nur bedingt anschließen. Überlegen gewann er die Österreichische Radbundesliga 2019, jedoch verhinderten Stürze bei seinen internationalen Highlights die erfolgreichen Titelverteidigungen.
"Also ganz zufrieden war ich nicht mit 2019. Irgendwie habe ich ziemlich den Wurm drinnen gehabt", berichtete Rabitsch gegenüber radsport-news.com. Während er sich im Vorjahr noch die Kapitänsrolle im starken Kontinental-Team aus Wels gemeinsam mit Riccardo Zoidl und Filippo Fortin teilen musste, so stand er nach den Abgängen des starken Bergfahrers und des italienischen Sprinters 2019 neben dem ehemaligen Österreichischen Straßenmeister Matthias Krizek allein im Fokus des hellblauen Expresses aus Oberösterreich.
Begann die Saison des 28-jährigen Steirers noch vielversprechend mit dem neunten Platz bei der Antalya-Rundfahrt, auf Gesamtsieger Szymon Rekita (Leopard Pro Cycling) fehlten gerade einmal 21 Sekunden, so konnte Rabitsch an die ansprechenden Vorjahresergebnisse nicht anschließen. Beim Bundesligaauftakt in Leonding, einem der Heimrennen für die Welser Mannschaft, musste er sich mit Rang drei hinter Daniel Auer (Maloja – Pushbikers) sowie Nicolas Dalla Valle (Tirol KTM Cycling Team) begnügen. Bei der Istrian Spring Trophy belegte er Rang 13 in der Gesamtwertung und beim Grand Prix Vorarlberg wurde er Zweiter hinter dem Schweizer Colin Stüssi (Vorarlberg – Santic).
Im letzten Jahr war der Mai Rabitschs herausragender Monat mit dem Sieg bei der Rhône-Alpes Isère Tour (2.2), seinem zweiten Platz beim Flèche du Sud (2.2), dem Gewinn der Paris-Arras Tour (2.2) und seinem dritten Gesamterfolg bei der Oberösterreich-Rundfahrt (2.2) in Serie. Doch seine Titel konnte er 2019 nicht verteidigen. Zum einen, da der Steirer eng von seinen Konkurrenten gedeckt wurde und zum anderen, da Sturzpech hinzukam.
So war er gleich auf der Auftaktetappe der Rhône-Alpes Isère Tour in einen Crash verwickelt, schleppte sich schwer gezeichnet noch ins Ziel. Auch beim Flèche du Sud lag Rabitsch früh am Boden, konnte um die Gesamtwertung nicht mehr mitkämpfen: "Bei den Saisonhighlights zu stürzen ist natürlich doppelt bitter. Das ist mir gleich dreimal passiert und dadurch wurde ich im Formaufbau immer wieder zurückgeworfen."
Zwei Siege in der zweiten Saisonhälfte
Denn auch bei der stark besetzten Slowenien-Rundfahrt wollte sich der Steirer ins Szene setzen. Doch auf der zweiten Etappe kam er gemeinsam mit Teamkollegen Krizek in einer Abfahrt schwer zu Sturz. "Beim Schwammerlsuchen ausgerutscht", kommentierte er es damals zynisch, beendete die Rundfahrt vorzeitig auf der vierten Etappe.
Auch bei der folgenden Österreich Rundfahrt waren er und Krizek noch von den Folgen des Highspeedcrashes gekennzeichnet. Erst im August bei der Tschechien-Rundfahrt war die Form von Rabitsch wieder ansteigend. Seine ersten Siege folgten erst in der zweiten Saisonhälfte, beim Grand Prix Niederösterreich und später beim Finale der Österreichischen Radbundesliga in Korneuburg.
Damit sicherte sich der Steirer die Gesamtwertung, erstmals in seiner Karriere. Trotz der vielen Rückschläge 2019 zeigte sich Rabitsch in guter Stimmung für 2020: "Ich bin topmotiviert für die nächste Saison. Ich glaube, da können wir als Team wieder voll angreifen und die Mannschaft wird wieder extrem stark sein." Mit Zoidl und Fortin kehren zwei Stützen nach Wels zurück und auch Jungstar Moran Vermeulen wechselte nach Oberösterreich. Damit kann die Felbermayr-Truppe auf einen sehr starken Kader in der nächsten Saison zurückgreifen.
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