Chance auf zweiten Etappensieg in Erfurt?

Für Ackermann kommt es am Sonntag auf die ersten 80km an

Von Felix Mattis

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Pascal Ackermann (Bora - Hansgrohe) | Foto: Cor Vos

01.09.2019  |  (rsn) - Den Sprint um den Etappensieg in Halberstadt zum Auftakt hat er eindrucksvoll gewonnen. Doch am Freitag und Samstag lief es für Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) alles andere als nach Plan: Die 2. Etappe von Marburg nach Göttingen wurde so hart gefahren, dass es für den deutschen Top-Sprinter zu schwer wurde, und das dritte Teilstück begann bereits unangenehm mit einem Sturz. Als die bergfesteren Fahrer das Feld dann im Finale auseinandernahmen, war er nicht mehr in der Lage, zu folgen.

"Es war ein schönes Rennen, aber für mich ein bisschen bergig", sagte Ackermann dem ZDF anschließend. Außerdem habe auch sein Sturz einiges an Energie gekostet, auch wenn der Mann im Grünen Trikot, das am Sonntag Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) tragen wird, weitgehend unverletzt daraus hervorging. "Da war Schotter in der Kurve und neben mir ist einer weggerutscht. Der hat mich rausgeschoben und dann ist auch Rüdiger (Selig) noch über mich drüber gestürzt."

Trotzdem versucht Ackermann positiv nach vorne zu blicken: Die Schlussetappe in Erfurt verfügt zwar über ein auf den letzten zwei Kilometern ansteigendes Finale die Gothaer Straße hinauf. Und André Greipel (Arkéa - Samsic) äußerte sich gegenüber radsport-news.com vorgestern skeptisch, ob er selbst dort mit um den Sieg sprinten könne. Doch Ackermann könnte damit mutmaßlich gerade noch zurechtkommen.

Entscheidend wird der Rennverlauf am Rennsteig

Abhängen wird alles wohl vom vorangegangenen Rennverlauf. Denn wie der Freitag zwischen Marburg und Göttingen gezeigt hat, kann das Finale einem Fahrer noch so sehr liegen: Es bringt nichts, wenn er vorher schon nicht mehr folgen kann. "Wir gucken erstmal, wie die ersten 80 Kilometer verlaufen. Dann wird das Rennen neu sortiert und wir können gucken, für wen wir im Finale fahren", so Ackermann.

Immerhin geht es in der ersten Rennhälfte am Sonntag auf und ab durch den Thüringer Wald, den Rennsteig hinauf nach Oberhof. Wenn die bergfesteren Fahrer da Angriffe aufs Gesamtklassement starten, könnten sich alle Spekulationen über die Sprinteignung der Erfurter Ankunft ohnehin von selbst erledigen.

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