Thurau-Tagebuch von der Tour of Utah

Das Glück war heute nicht auf unserer Seite

Von Sven Thurau

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Dominik Bauer auf der 5. Etappe der Tour of Utah | Foto: Team Dauner - Akkon

18.08.2019  |  (rsn) - Ich melde mich wieder aus Park City, wo sich heute Start und Ziel der 5. Etappe befanden. Auch diesmal fiel der Startschuss etwas später als die ersten Tage, da es gestern nach dem Rundstreckenrennen in Salt Lake City doch recht spät wurde. So bekamen alle Fahrer und Betreuer die Möglichkeit auf ausreichenden Schlaf, nachdem sich das Prozedere nach den Etappen - die Fahrt zum Hotel, duschen, essen und Physio - gestern bis um Mitternacht hingezogen hat.

Nachdem die ersten Kilometer neutralisiert waren, erfolgte der scharfe Start auf einem welligen und vergleichsweise kurvigen Abschnitt. Die Gruppe des Tages konnte sich heute deutlich früher als die letzten Tage bilden, wobei wir diese leider verpassten, obwohl wir auch wieder einige Male versuchten mitzuspringen.

Im weiteren Rennverlauf war es im Feld sehr nervös, da es heute deutlich windiger als die letzten Tage war und keine Mannschaft auf der Windkante überrascht werden wollte. Auch wir sortierten uns vorne ein und versuchten dabei Dominik (Bauer) etwas aus dem Wind zu halten. Da die Gruppe mit elf Fahrern relativ groß war, sich aber keine für die Gesamtwertung gefährlichen Fahrer darin befanden, wehrte man sich zwar im Feld, setzte aber nicht alles daran, die Gruppe zurückzuholen.

Als dann etwa 20 Kilometer vor dem Ziel an der vorletzten Bergwertung der Vorsprung immer noch über vier Minuten betrug, war klar, dass man im Feld nicht mehr um den Tagessieg kämpfen würde und das Tempo wurde noch einmal rausgenommen. Das war aber nur von kurzer Dauer, da neun Kilometer der Anstieg zum Utah Olympic Parc wartete, wo die Positionskämpfe wieder aufgenommen wurden.

Auch wir sortierten uns vorne ein, als Dominik dann einen Hinterradplatten zu beklagen hatte. Oli (Flautt) hielt sofort an und gab ihm sein Laufrad, Philipp (Mamos) und ich bekamen nur zunächst nichts davon mit, bis Gerald (Sportdirektor Ciolek) mich zu Beginn des Anstiegs über Funk informierte. Wir scherten aus der Reihe aus und warteten auf ihn, um unsere Aufholjagd starten zu können. Bis etwa zwei Kilometer vor der Bergwertung konnte ich noch das Tempo machen, um Dominik dann alleine auf die Reise zu schicken.

Am Ende verlor er etwa eine Minute auf den Hauptteil der vorne übrig gebliebenen Fahrer und etwas mehr auf einzelne Fahrer. Schade, da die Beine wohl ziemlich gut waren, aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Noch ein letztes Mal quälen, bevor es dann geschafft ist.

Damit verabschiede ich mich bis morgen.
Euer Sven

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