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11.09.2018 | (rsn) - Rohan Dennis (BMC Racing) hat auch das zweite Einzelzeitfahren der 73. Vuelta a Espana gewonnen. Der Australier bewältigte den 32 Kilometer langen Parcours der 16. Etappe zwischen Santillana del Mar und Torrelavega in 37:57 Minuten und war am Ende 50 Sekunden schneller als sein Teamkollege Joey Rosskopf und Jonathan Castroviejo (Team Sky), die das Podest komplettierten. Im Kampf um den Gesamtsieg konnte Simon Yates (Mitchelton-Scott) seinen Vorsprung gegenüber Alejandro Valverde (Movistar) leicht ausbauen. Simon Geschke (Team Sunweb) beendet das Zeitfahren als starker Neunter.
"Heute habe ich versucht, zu Beginn und am Schluss kontrolliert zu fahren und im Mittelteil Zeit zu gewinnen, das hat perfekt funktioniert“, erklärte Dennis im Ziel seine Renntaktik. Dabei war er sich bis zum Schluss nicht sicher, was seine Zeit wert sein würde: "Ich wusste, dass es gut war, allein durch meine Werte, die ich auf meinem Garmin gesehen habe, aber ich wusste nicht, was Kwiatkowski und einige andere später noch schaffen würden.“ Sein einziger Indikator sei Castroviejo gewesen, fügte der 28-Jährige an.
Für Rohan Dennis ist die Vuelta mit seinem heutigen Sieg übrigens beendet: "Ich werde jetzt noch Hause fahren und mich auf das Einzel- und das Mannschaftszeitfahren bei den Weltmeisterschaften vorbereiten“, kündigte er an.
In der Gesamtwertung gab es einige Verschiebungen. Während Yates seine Gesamtführung ausbauen konnte, verloren die beiden Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar) und Miguel Angel Lopez (Astana) viel Zeit. Davon profitierten vor allem Steven Kruijswijk (Lotto NL Jumbo) und Enric Mas (Quick-Step Floors). Während sich Kruijswijk als Tagesfünfter um zwei Plätze auf Rang drei der Gesamtwertung verbessern konnte, ging es für den Etappensechsten Mas um eine Position auf den fünften Rang nach oben.
Aus deutscher Sicht war es ein eher durchwachsener Tag. Geschke wusste als Neunter bei einem Rückstand von nur 1:10 Minuten auf Dennis wie schon zum Auftakt, als er sogar Rang acht belegt hatte, vollauf zu überzeugen. Der Freiburger war sogar sieben Sekunden eher im Ziel als Europameister Victor Campenaerts (Lotto Soudal). Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) dagegen konnte hingegen nicht an das gute Auftaktzeitfahren anknüpfen. Der Ravensburger beendete das Zeitfahren als 42. und war 3:01 langsamer als der Tagessieger. Im gesamtklassement wurde Buchmann vom Franzosen Tony Gallopin (AG2R) vom zehnten auf den elften Rang verdrängt.
"Meine Form ist da, wo sie nach zwei Wochen einer harten Vuelta sein soll. Hätte ich nicht den Sturz und einen Defekt gehabt, wäre ich sicherlich in einer besseren Position“, sagte Buchmann, der bester Fahrer seines Teams war.
Simon Yates führt in der Gesamtwertung nun 33 Sekunden vor Alejandro Valverde (Movistar), der wie der Brite auch ein ordentliches Zeitfahren zeigte. "Ich habe Zeit auf meine Konkurrenten herausgeholt. Das war das Ziel. Ich bin etwas konservativ angegangen und habe dann Vollgas gegeben. Meine Position ist gut, aber es kommen noch einige schwierige Tage, besonders morgen im Baskenland und am Samstag in Andorra. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, hier und da eine Sekunde zu holen, werde ich das sicher machen. Angriff ist die beste Verteidigung“, kündigte der Träger des Roten Trikots an.
Auf Rang drei folgt Kruijswijk mit 52 Sekunden Rückstand. In der Punktewertung konnte Valverde seine Führung verteidigen und auch in der Bergwertung gab es keine Veränderungen. Hier führt weiter Luis Angel Maté (Cofidis) vor Thomas De Gendt (Lotto Soudal). Die Führung in der Wertung des besten Jungprofis übernimmt Enric Mas und die neuen Führenden in der Mannschaftswertung sind Movistar.
So lief die Etappe...
Für die erste Überraschung des Tages sorgte der junge Kasper Asgreen (Quick-Step Floors). Der 23-jährige Däne unterbot nicht nur die Bestzeit des zu diesem Zeitpunkt führenden Matthias Brändle (Trek-Segafredo), sondern ließ sich auch von Europameister Campenaerts nicht vom heißen Stuhl verdrängen. Erst Castroviejo und wenig später Dennis konnten die Zeit des U23-Europameisters im Einzelzeitfahren von 2017 unterbieten, der schließlich guter Zehnter wurde.
In der Folge gelang es nur Dennis' Teamkollegen Joey Rosskopf, sich in den Kampf um einen Podestplatz einzumischen. Der Zeitfahrmeister der USA bewältigte die 32 Kilometer um wenige Hundertstel schneller als Castroviejo und konnte sich auf den zweiten Rang schieben.
Erst mit den spät startenden Klassementfahrer kam noch einmal etwas Spannung in den Kampf um den Tagessieg. Zunächst war Michal Kwiatkowski (Sky) an der ersten Zwischenzeit nur vier Sekunden langsamer als Dennis, später konnte Kruijswijk sogar eine neue Bestzeit nach zehn Kilometern aufstellen. Doch beide büßten in der Folge Zeit ein und konnten den sechsten Saisonsieg des Australischen Zeitfahrmeisters nicht mehr verhindern.
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