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09.05.2017 | (rsn) - Wegen Reisestress folgen nun mit etwas Verspätung meine Erlebnisse auf den letzten beiden Etappen der Tour d'Azerbaïdjan.
Am vorletzten Tag mussten wir die Königsetappe bestreiten. Das war wieder nichts für die meisten von uns, die wir lieber im flachen Land unterwegs sind. Dabei begann es noch human, 30 Kilometer wellig und dann bis Kilometer 100 eher abfallend, bevor es gnadenlos in den ersten Kategorie-1-Berg ging - gespickt mit Steigungen bis 20 Prozent (gefühlt würde ich sogar sagen: 25 Prozent). Bis dahin versuchten wir wieder mit der Brechstange, eine Spitzengruppe zu bilden oder zu besetzen, doch erst nach 60 Kilometer konnte ein einzelner Fahrer davonziehen.
Nach sehr, sehr unschönen acht Kilometern bergauf durften wir nochmal 30 Kilometer lang Luft holen, bevor es in den 30 Kilometer langen Schlussanstieg ging. Dass ich froh war, in einem RIESENgrupetto von 60 Mann zu fahren, brauche ich wahrscheinlich nicht besonders zu erwähnen… Leider schaffte es Felix Intra heute nicht, das Lila Trikot des besten Nachwuchsfahrers zu verteidigen. Das wäre auch zu schön gewesen…
Im Anschluss an die Etappe fand der Transfer nach Baku statt - geplante zwei Stunden Kolonnenfahrt wurden zu dreieinhalb Stunden, als zehn Minuten nach der Abfahrt ALLE Fahrzeuge der Tour an EINER Tankstelle gefüllt werden mussten. Nun ja, zumindest hatten wir genügend Essen und Trinken und so war es dann im Endeffekt doch eine lustige Busfahrt…
Am Sonntag schließlich folgte der letzte Startschuss der diesjährigen Tour d'Azerbaïdjan: Zuerst 50 Kilometer auf der Stadtautobahn auswärts, dann die Wende, 50 Kilometer Stadtautobahn retour, und zum Finale dann 5x11 Kilometer auf einem Rundkurs durch die Altstadt und über Teile der Formel-1- Rennstrecke.
Wichtig war es, von einer vierspurigen Straße möglichst weit vorne in die zwei Meter schmalen, bergigen Kopfsteinpflasterpassagen zu kommen. Die ersten beiden Male klappte das auch gut - beim dritten Mal erwischte ich leider eine schlechte Linie, so dass ich mit Rückstand aus dem Berg herauskam und sechs Kilometer bis zum Ziel alleine wieder zur ersten Gruppe vorfahren musste. Kurz darauf ging es das nächste Mal in die Altstadt hinein- das war mir dann doch zuviel, und ich musste die anderen ziehen lassen.
Auch wenn es für uns nicht nochmals zu einer vorderen Platzierung reichte, so sind wir sehr zufrieden mit unserem Abschneiden. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr waren wir meist auf der Höhe des Geschehens, konnten Spitzengruppen besetzen, Akzente setzen und unser Team gut repräsentieren. Dazu kommen natürlich noch zwei Tage, in denen sich das Nachwuchstrikot in unserem Besitz befand. All das zeigt, dass sich das Team entwickelt und die Arbeit Früchte trägt.
Jetzt sind wir in der letzten Nacht schon um 1:15 Uhr in Baku aufgestanden und heute (Montag) Morgen um 8:30 Uhr in Frankfurt gelandet. Folglich "vegetieren“ wir heute noch mehr oder weniger, bevor in den nächsten Tagen die Beine wieder für das Bundesligarennen "Erzgebirgsrundfahrt" in Chemnitz eingehängt werden.
Ich hoffe, ihr habt euch ein wenig in "unsere" Tour d'Azerbaïdjan einfühlen können und vielleicht darf ich mich ja schon bald wieder aus einem anderen (Bundes-) Land melden…
Bis dahin, viele Grüße,
Chris
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Christoph Schweizer startet mit seinem Team Sauerland NRW p/b Henley & Partners bei der fünftägigen Aserbaidschan-Rundfahrt und berichtet darüber in einem Tagebuch auf Radsport News.
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