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24.03.2017 | (rsn) - Bis zu seinem ersten Tour-de-France-Etappensieg in Rodez 2015, als er im Bergauf-Sprint Peter Sagan (Bora-hansgrohe) schlug, galt Greg Van Avermaet (BMC) nicht als Siegfahrer. Der Belgier erzielte zwar immer wieder erstklassige Ergebnisse, musste sich aber meist geschlagen geben, wenn es hart auf hart kam.
Mittlerweile sehen die Fans einen anderen Greg Van Avernaet, was der 31-Jährige heute bei E3 Harelbeke nicht nur mit seinem zweiten Klassiker-Sieg des Jahres bestätigte, nachdem er zur Eröffnung der flämischen Saison bereits den Omloop Het Nieuwsblad für sich entscheiden konnte.
Speziell das Auftreten des BMC-Profis hat sich enorm verändert: Van Avermaet zeigt sich nach den Erfolgen der vergangenen beiden Jahre stets selbstbewusst und ist sich seiner Fähigkeiten bewusst, was er auch im Anschluss an seinen Triumph in Harelbeke zeigte: "Ich weiß, dass ich jeden schlagen kann, wenn es gut läuft, insbesondere nach so einem harten Rennen", betonte er. So ist es keine Überraschung, dass er seinen Blick weiter nach oben richtet, genauer, zum belgischen Radsport-Topstar: "Ich würde gerne ein bekannter Fahrer werden, einer der ganz Großen, so wie Tom Boonen. Wenn ich weiter gut fahre, hoffe ich, dass diese Aufmerksamkeit kommen wird."
Dabei war es wohl eine ganz besondere Befriedigung, dass Van Avermaet sich gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Gilbert durchsetzen konnte, mit dem er sich in den letzten Jahren bei BMC in den Klassikern oft die Kapitänsrolle teilen oder dem Weltmeister von 2011 sogar den Vortritt lassen musste: "Ich war zuversichtlich im Sprint gegen Gilbert, aber du kannst nie sicher sein in einem solchen Sprint. Du musst wirklich an dich glauben, und das habe ich getan", sagte Van Avermaet, der allerdings auch lobende Worte für seinen drei Jahre älteren Landsmann parat hatte: "Aber für mich ist Phil immer noch ein großer Champion. Wie man heute gesehen hat, ist er ständig am attackieren und gibt immer 100 Prozent."
Van Avermaets größtes Saisonziel wartet noch: die Flandern-Rundfahrt, die er nach seinem heutigen Auftritt als Favorit angehen wird. Bei der "Ronde" stand er in den letzten drei Jahren zweimal auf dem Podest, ein Sieg blieb ihm jedoch jeweils verwehrt. Wenn ihm der am kommenden Sonntag in Oudenaarde gelingen sollte, wird er dem Status eines Tom Boonen einen Schritt näher gekommen sein...
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