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12.11.2016 | (rsn) - Als einziger Fahrer, der an keinem internationalen UCI-Rennen teilnahm, konnte sich Florian Tenbruck (Racing Students) in der Radsport News Jahresrangliste platzieren.
Dies schaffte der 26-Jährige mit Rang neun bei den Deutschen Straßenmeisterschaften in Erfurt, wo er sich inmitten der Top-Sprinter behauptete.
"Ich bin mit dem Ziel Top Ten zur DM gereist. Auch wenn viele ein solches Ergebnis für mich als nicht erreichbar eingestuft hatten und ich zwischenzeitlich selber daran gezweifelt hatte, war die DM mein persönliches Highlight der Saison. Dass ich tatsächlich mein angestrebtes Ziel erreicht habe, macht mich wahnsinnig stolz", so Tenbruck zu radsport-news.com.
Auf nationaler Ebene konnte er insgesamt vier Siege einfahren, darunter war ein Erfolg zum Saisonabschluss bei seinem Heimrennen in Wendelsheim. "Mit meinem Bruder Jonas konnte ich bei unserem Heimrennen an zwei Tagen einen Doppelerfolg einfahren. An einem Tag gewann er, ich wurde Zweiter und am folgenden Tag das gleiche Spiel, nur andersherum. Vor der Heimkulisse und den Verantwortlichen des Vereins ein Wahnsinns-Gefühl", berichtete Tenbruck
Als Helfer trug der "Racing Student" zudem dazu bei, dass sein Teamkollege Marcel Fischer in der Rad-Bundesliga erfolgreich war und diese auf Rang zwei abschloss. "Da bin ich stolz, ein Racing Student zu sein", so Tenbruck.
Diese Leistungen sind um so beachtlicher, da er hauptberuflich als Physiotherapeut arbeitet und das bei einer 38,5 Stunden Woche. "Das verlangt mir einiges an Disziplin und Zeitmanagement ab. Durch geteilte Schichten trainiere ich entweder ganz früh morgens oder abends. Das ist besonders im Winter und an ungemütlichen Tagen zwar nicht das Optimum, lässt mich aber meine Erfolge auch nochmal anders einordnen. Glücklicherweise habe ich einen Chef, der mich voll und ganz versteht und unterstützt," sagte Tenbruck, der auch in der kommenden Saison wieder den Dress der Racing Students überstreifen wird.
"Ich habe die für mich beste Struktur, um mich voll und ganz auf meine Ziele konzentrieren zu können und nebenher nicht viel Energie auf unnötige Dinge verschwenden zu müssen. Für mich ist ein gut strukturiertes Amateurteam definitiv die bessere Wahl im Vergleich zu einem KT-Team, welches mir nicht genügend Geld zahlen kann, um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, aber trotzdem viel mehr abverlangt im Hinblick auf Training, Logistik und mir gleichzeitig nicht die gleichen sportlichen Möglichkeit bietet wie bei den Racing Students", so der Sprinter, der aus diesen Gründen auch weiter als Amateuer unterwegs sein wird. "Hier kann ichr mit deutlich weniger Leistungsdruck, aber dafür mehr Spaß Rennen fahren. Denn das ist, worum es mir geht, Spaß haben und Gas geben", erklärte Tenbruck.
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