Brite gewinnt Klassikeretappe - Atapuma bleibt in Rot

Simon Yates setzt sich mit perfektem Timing durch

Von Daniel Brickwedde

Foto zu dem Text "Simon Yates setzt sich mit perfektem Timing durch"
Simon Yates (Orica-BikeExchange) gewinnt die 6. Etappe der Vuelta Espana. | Foto: Cor Vos

25.08.2016  |  (rsn) - Ardennenflair auf der 6. Etappe der Vuelta a Espana. Enge Straßen, welliges Terrain: Das Teilstück zwischen Monforte de Lemos und Luintra bot auf 163,2 Kilometern Klassikerprofil. Den Tagessieg sicherte sich am Ende mit einer späten Attacke Simon Yates (Orica-BikeExchange) vor Luis Leon Sanchez (Astana / +0:20) und Fabio Felline (Trek-Segafredo / +0:22 ). In der Gesamtwertung behauptete sich Darwin Atapuma (BMC) einen weiteren Tag an der Spitze.

"Der Sieg heute war sehr gut vorbereitet. Wir haben das Rennen hart gemacht, weil wir wussten, dass die Straßen am Ende sehr schwierig und schmal werden", erklärte Yates, dessen Team unterwegs mehrfach die Initiative im Feld übernommen hatte.

Seinen siegbringenden Vorstoß wagte der Brite rund vier Kilometer vor dem Ziel, als er an einer Welle dem Antritt von Dani Moreno (Movistar) folgte, kurz darauf erst den Spanier, und später auch den letzten verbliebenen Ausreißer Mathias Frank (IAM) stehen ließ. "Ich nutzte die Gelegenheit im Finale – es war nicht geplant. Aber ich startete meine Attacke zur richtigen Zeit", freute sich der 24-Jährige im Ziel.

Neben Yates und Moreno versuchten noch einige andere Fahrer mit einer späten Attacke dem Feld zu entkommen. Eine sechsköpfige Gruppe brachte Luis Leon Sanchez (Astana) vor Fabio Felline (Trek-Segafredo) kurz hinter Yates ins Ziel. Der Italiener Felline war bereits am Vortag Etappenzweiter geworden.

Die Spitzengruppe der Etappe bildete sich erst nach 45 Kilometern. Elf Fahrer um Jan Bakelants (AG2R - La Mondiale), Mathias Frank (IAM Cycling) und das Bora-Argon-18-Duo José Mendes und Gregor Mühlberger konnten sich aber nur einen Maximalvorsprung von 2:30 Minuten erarbeiten.

60 Kilometer vor dem Ziel, im Anstieg zum Alto Alenza (2. Kategorie), sprengte schließlich Omar Fraile (Dimension Data) die Gruppe und zog als Solist weiter. Hinter ihm bildete sich eine Verfolgergruppe mit Frank, Bakelants und Andrey Zeits (Astana), die 19 Kilometer vor dem Ziel allerdings wieder zum Spitzenreiter aufschloss. Daraufhin ging Frank in die Offensive – das Feld befand sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits mit nur einer Minute Rückstand in Lauerstellung. Frank kämpfte bis zur Drei-Kilometer-Marke, dann flogen ihm die vielen Attacken aus dem Feld um die Ohren. Der Schweizer beendete die Etappe schließlich als Siebter (+0:22).

Die große Gruppe der Favoriten wurde von Alejandro Valverde (Movistar) als Tagesachtem mit einem Rückstand von 29 Sekunden über die Linie gebracht. Auf den vorderen Plätzen im Klassement gab es entsprechend keinerlei Veränderungen. Darwin Atapuma (BMC) führt weiter vor Valverde (+0:28) und Chris Froome (Sky, +0:32). Mit seinem Sieg verbesserte sich Yates auf Platz zehn der Gesamtwertung (+1:28).

Mehr Informationen zu diesem Thema

13.09.2016Ochowicz: "Van Garderen steckt in einer Krise"

(rsn) – Tejay van Garderen wird nach seinem enttäuschenden Vuelta-Auftritt keine Rennen mehr in diesem Jahr bestreiten. "Die Saison ist für ihn vorbei. Er steckt einer Krise“, gestand BMC-Teamch

12.09.2016Froome: "Ich habe einiges dazugelernt"

(rsn) - Obwohl er nach hartem Kampf nur Platz zwei bei der 71. Vuelta a Espana hinter Nairo Quintana (Movistar) belegte, war Chris Froome (Sky) mehr als zufrieden. "Das war meine erfolgreichste Saison

12.09.2016Quintana: "Für mich ist ein Traum wahr geworden"

(rsn) - Der Vuelta-Sieg von Nairo Quintana (Movistar) kam nicht wirklich überraschend. Unerwartet war aber, wie der Kolumbianer bei der Siegerehrung reagierte. Souverän, ohne etwas abzulesen, sprach

11.09.2016Cort Nielsen gewinnt Schlussetappe, Quintana Rundfahrtsieger

(rsn) - Magnus Cort Nielsen (Orica-BikeExchange) hat die Schlussetappe der Vuelta a Espana gewonnen. Der Däne setzte sich nach flachen 104 Kilometern in Madrid im Sprint vor dem Italiener Daniele Ben

11.09.2016Quintana stellte in den Bergen Froome in den Schatten

Madrid (dpa/rsn) - Chris Froome (Sky) klatschte noch auf dem Rad anerkennend Beifall für seinen Rivalen Nairo Quintana (Movistar). In den spanischen Bergen wurde der bei der Tour de France noch

11.09.2016Liste der ausgestiegenen Fahrer / 20. Etappe

(rsn) - Zum Start der 71. Vuelta a Espana in Balneario Laias sind am Samstag 198 Rad-Profis angetreten. Längst nicht alle werden am 11. September das Ziel in Madrid erreichen. Sturzverletzungen, Erkr

10.09.2016Froome applaudiert Quintana noch vor der Ziellinie

(rsn) - Schlussoffensive bei der Vuelta a Espana. Die 20. und vorletzte Etappe der Spanien-Rundfahrt (193,2 Kilometer) mit Start in Benidorm bot über vier Anstiege der 2. Kategorie und der letzten Be

10.09.2016Latour ringt Atapuma nieder, Chaves holt sich Rang drei zurück

(rsn) - Nairo Quintana (Movistar) hat den Gesamtsieg bei der Vuelta a Espana praktisch sicher. Der Kolumbianer erreichte auf der 20. Etappe das Ziel am Alto de Aitana, der letzten Bergankunft der Rund

10.09.2016Sanchez: "Schwer zu akzeptieren"

(rsn) Aus und vorbei. Die Vuelta a Espana endete für Samuel Sanchez (BMC) dramatisch nach der 19. Etappe. Aussichtsreich als Siebter im Gesamtklassement in das 37 Kilometer lange Zeitfahren nach Calp

10.09.2016Orica-BikeExchange enttäuscht im ‘Rennen der Wahrheit’

(rsn) - Zeitverluste waren einkalkuliert. Auch der vorübergehende Verlust des dritten Gesamtplatzes von Esteban Chaves war erwartet worden. Doch mit solch großen Rückstanden hatten sie bei Orica-B

09.09.2016Froome im Zeitfahren eine Klasse für sich

(rsn) - Ungewöhnlich spät legten die Organisatoren in diesem Jahr die Zeitfahrprüfung der Vuelta a Espana: Über 37 Kilometern führte das 19. Teilstück im Kampf gegen die Uhr von Xabia und Calp.

09.09.2016Froome rückt mit deutlichem Zeitfahrsieg an Quintana heran

(rsn) - Chris Froome (Sky) hat das 37 Kilometer lange Einzelzeitfahren der Vuelta a Espana gewonnen und damit seinen Rückstand in der Gesamtwertung auf Spitzenreiter Nairo Quintana (Movistar) verklei

Weitere Radsportnachrichten

08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“

(rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum

08.01.2026Dumoulin wird Renndirektor beim Amstel Gold Race

(rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei

07.01.2026Simon Yates beendet Karriere

(rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess

07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile

(rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn

07.01.2026Paret-Peintre verlängert mit Soudal

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“

(rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma

07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights

(rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin

06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM

(rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I

06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison

(rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden

06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert

(rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta

06.01.2026Healy legt Fokus in den kommenden beiden Jahren wieder auf die WM

(rsn) – Etappensieger bei der Tour de France, Träger des Gelben Trikots, Dritter im Straßenrennen der Weltmeisterschaften von Ruanda und auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Ben Healy (EF Educatio

06.01.2026Die Trikots der WorldTour-Teams für die Saison 2026

(rsn) - Wie sieht das Peloton 2026 aus? Welche Farben werden in der kommenden Saison vorherrschend sein? Nach und nach stellen die WorldTour-Rennställe ihre Trikots für das neue Jahr vor - den Anfan

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Antwerp Port Epic (1.1, BEL)
  • Tour de Gyeongnam (2.2, KOR)