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18.07.2016 | (rsn) - Es war gewiss eine Hommage von Streckenchef Thierry Gouvenou an Fabian Cancellara (Trek-Segafredo). Bei dessen letzter Teilnahme führte die 103. Frankreich-Rundfahrt ausgerechnet in seine Heimat nach Bern. Damit aber nicht genug: Die Ankunft war anspruchsvoll, wellig und führte über Kopfsteinpflaster – eine Etappe, die Cancellara quasi zu Füßen gelegt wurde. Der Rahmen für einen Bilderbuchabschied war gezogen – einzig das Siegerfoto zierte mit Peter Sagan (Tinkoff) am Ende ein anderes Gesicht.
"Es war wirklich sehr schwer vorherzusagen, wie die Etappe heute enden würde. Ich wollte eigentlich in eine Ausreißergruppe gehen, aber das hat nicht geklappt. Am Ende habe ich mich dann nur noch auf das Finale hier konzentriert", sagte der 35-Jährige, der zum Saisonende seine Karriere beenden wird.
Cancellara erreichte nach 209 Kilometern zusammen mit der ausgedünnten ersten Gruppe die Zielgerade. Als Alejandro Valverde (Movistar) den Sprint 300 Meter vor dem Ziel anzog, war er noch gut platziert, am Ende war er dennoch gegen die Fähigkeiten der Sprinter in der GRuppe um Peter Sagan chancenlos.
"Ich bin mitgesprintet, aber es hat nicht gereicht. Da waren dann die Besten der Besten unter den Klassiker-Fahrern vorne, um den Etappensieg auszufechten. Am Ende hat mir dann ein bisschen die Kraft gefehlt, um ganz nach vorne zu kommen“, resümierte der Berner im Ziel. Im Tagestableau reichte es schließlich nur zu Platz sechs.
"Das war schon speziell, mit der Tour nach Bern zu kommen", freute sich Cancellara trotzdem über die Etappe, die nicht weit von seiner Haustür entlangführte. "Wenn eine Etappe der Tour de France, des größten Rennens der Welt, nur vier Kilometer an deiner Haustür vorbeiführt, dann ist das selbstverständlich ganz speziell", berichtete er vor dem Etappenstart in Moirans-en-Montagne.
Es war wohl seine letzte Chance, seinen bisherigen sieben Etappensiegen bei der Tour einen weiteren hinzuzufügen. Bei den kommenden Alpenetappen, dem Bergzeitfahren sowie der Schlussetappe in Paris wird Cancellara keine Siegchancen haben. Sein Fokus liegt nun auf den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in drei Wochen. Die Kulisse für einen gebührenden Abschied bot der Tour-Abstecher nach Bern dennoch für den Eidgenossen.
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