Drei Punkte fehlten an der „Mûr" de Bretagne

Greipel muss Grün schon vor den Bergen an Sagan abgeben

Von Felix Mattis aus Mur-de-Bretagne

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André Greipel (Lotto-Soudal, links) hat sein Grünes Trikot an der Mur-de-Bretagne an Peter Sagan (Tinkoff-Saxo, rechts) verloren. | Foto: Cor Vos

11.07.2015  |  (rsn) - 3 Punkte waren es am Ende nur, die fehlten. Doch auch wenn es knapp war, André Greipel (Lotto-Soudal) hat an der Mur-de-Bretagne wie befürchtet das Grüne Trikot an Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) weiterreichen müssen. Der zweifache Etappensieger sicherte sich am Zwischensprint hinter der vierköpfigen Ausreißergruppe zwar noch die Maximalpunktzahl im Feld und baute seinen Vorsprung auf Sagan da nochmal um vier auf 16 Punkte aus, doch im steilen Finale blieb ihm nichts anderes übrig, als zu hoffen.

Sagan durfte am Ende des zwei Kilometer langen Schlussanstiegs nicht unter die Top 5 sprinten, wenn Greipel in Grün bleiben wollte. Hätte er es sehen können, so wäre es Greipel daher wohl sehr lieb gewesen, als sich Alexis Vuillermoz (Ag2r), Simon Geschke (Giant-Alpecin) und Simon Yates (Orica-GreenEdge) vom Feld lösten. Weniger gefallen hätte ihm hingegen, dass sich die Kletterer eher belauerten als angriffen, wie sie es vor vier Jahren an selber Stelle noch getan hatten.

So blieb das Tempo in der Favoritengruppe niedriger als gedacht, und Sagan saß ununterbrochen in den ersten zehn Positionen. Auf dem flacheren Schlusskilometer musste der Slowake zwar hinter Solist Vuillermoz Nachführarbeit leisten, doch das hinderte ihn nicht daran, hinter Vuillermoz, Daniel Martin (Cannondale-Garmin) und Alejandro Valverde (Movistar) auf Etappenrang drei sowie in „sein" Grünes Trikot zu sprinten.

„Man sieht ja, dass egal, ob den Berg hoch oder im flachen Sprint, er die Punkte holen kann. Und ich kann's halt nicht", kommentierte Greipel den Verlust des „maillot vert" gegenüber dem ZDF. Der Hürther hatte von vorne herein gewusst, dass er an der Mûr de Bretagne keine Rolle spielen würde und daher in der Anfahrt zum Zielort im Wind für Teamkollege Tony Gallopin gearbeitet. So präsentierte er sich den TV-Zuschauer noch ein letztes Mal in Grün.

„Ein paar Punkte gibt es noch, aber wenn er will, kann er bei den Zwischensprints auf Bergetappen natürlich die Punkte holen. Dann wird es für die reinen Sprinter natürlich schwer", erklärte Greipel, dass die Chancen auf eine Rückeroberung der Führung in der Punktewertung nicht allzu gut stehen.

Trotzdem zog er am Ende der ersten Tour-Woche eine positive Bilanz: „Wir können mehr als zufrieden sein, haben zwei Etappensiege und ich bin die ganze Woche in Grün gefahren." Greipels Ausbeute ist schon nach einem guten Drittel Frankreich-Rundfahrt besser als bei jeder Tour zuvor. „Das ist natürlich schön, aber ich hätte das Trikot gerne noch bis zum Ruhetag gehabt", gestand der 32-Jährige ein.

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