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15.05.2015 | (rsn) – nur einen Tag, nachdem er die Gesamtführung an John Degenkolb (Giant-Alpecin) hatte abgeben müssen hat sich der Ire Sam Bennett (Bora-Argon 18) auf der 3. Etappe der Bayern-Rundfahrt das Gelbe Trikot zurückgeholt.
Der 24-Jährige setzte sich auf dem 206 Kilometer langen Abschnitt von Selb nach Ebern vor dem Franzosen Nacer Bouhanni (Cofidis) durch, der zum dritten Mal in Serie Rang zwei belegte und feiete seinen zweiten Tagesieg bei der diesjhrigen Baern-Rundfahrt. Das Podium komplettiert der Litauer Ramunas Navardauskas (Garmin-Cannondale).
„Dieses Finale war wieder extrem hektisch. Auf den letzten fünf Kilometern waren alle zusammen und jeder hat versucht, sich bei hohem Tempo eine perfekte Position zu sichern. Das war gar nicht so einfach. Am Ende habe ich erst spät angegriffen, ungefähr 100 Meter vor dem Ziel. Das war ein extrem schweres Finale“, meinte Bennett nach dem Rennen, und sein Sportlicher Leiter Enrico Poitschke ergänzte. „Die Mannschaft hat einmal mehr hervorragend gearbeitet. Sam fühlt sich gut und hat dann beeindruckend vollendet. Wenn man gewinnt, hat man alles richtig gemacht. Entsprechend groß ist das Lob an die Jungs.“
Während Bennett das Gelbe Trikot und das Punktetrikot überstreifen durfte, ist Simone Antonini (WantyGroupe Gobert) neuer Führender in der Bergwertung. Der Italiener zählte zur fünf Fahrer starken Ausreißergruppe des Tages, die sich nach elf Kilometern vom Feld abgesetzt hatte, und sicherte sich alle drei Bergwertungen.
„Das Rennen war heute ganz schön hart. Das Terrain war wirklich schwer und irgendwann hatte ich nicht mehr genügend Kraft. Aber jetzt werden wir natürlich alles daran setzen, das Bergtrikot zu verteidigen. Das ist wichtig für mein Team, aber auch für mich persönlich und für meine Familie“, erklärte der Wanty-Profi, der 20 Kilometer vor dem Ziel gemeinsam mit Marc de Maar (Roompot) von den niederländischen Antillen als letzte Ausreißer gestellt wurden.
Lange Zeit zur Spitzengruppe zählen auch die beiden jungen Deutschen Leon Berger (LKT Brandenburg) und Sascha Starker vom fränkischen Heizomat-Team.
Nachdem das Quintett eingeholt worden war, folgten weitere Attacken, doch letztlich war keine von Erfolg gekrönt, so dass es auch am dritten Tag in Folge zu einer Sprintentscheidung kam. Da er auch im Feld das Ziel erreichte bleibt Jonas Koch (rad net Rose) bester Nachwuchsfahrer und nimmt vor dem morgigen Zeitfahren hinter Bennett, Bouhanni und Degenkolb Rang vier ein.
„Ich hatte heute schon nach vier Kilometern einen Defekt. Das war kurz vor der ersten Sprintwertung und deshalb konnte ich da schon mal nicht mitpunkten. Vor der zweiten Bergwertung hatte ich nochmal einen platten Reifen. Das war hart, weil ich von hinten wieder nach vorne fahren musste und das Tempo war in dieser Rennphase recht hoch. Das hat Körner gekostet. Trotzdem habe ich das Weiße Nachwuchstrikot verteidigt und das ist wirklich toll“, freute sich Koch.
Der Vierte der Gesamtwerung wird morgen sein Trikot aber wohl abgeben müssen. „Ich bin kein großer Zeitfahrer, aber ich werde natürlich morgen alles geben“, so Koch, den dann wohl das gleiche Schicksal ereilen wird wie Bennett. „Da sehe ich keine so großen Chancen, die Führung zu verteidigen“, meinte der Bora-Argon 18 Kapitän.
Die 3. Etappe in der Video-Zusammenfassng:
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