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16.05.2015 | (rsn) – Der Top-Favorit hat Einzelzeitfahren der 36. Bayern-Rundfahrt gewonnen – aber es war am Ende eine ganz enge Geschichte. Nur um eine Sekunde verwies Stundenweltrekordler Alex Dowsett (Movistar) auf dem 26,1 Kilometer langen Parcours rund um Haßfurt den stark auftrumpfenden Portugiesen Tiago Machado (Katusha) auf den zweiten Platz.
„Ich habe meinen Fokus hier natürlich auf das Zeitfahren gerichtet“, erklärte der Brite, der vergleichsweise entspannt die letzten Starter vom „„Heißen Stuhl" aus beobachten konnte. „Allerdings war ich mir nicht sicher, was ich heute von mir selbst erwarten konnte, denn mein Training war natürlich auf den Stundenweltrekord ausgerichtet. Aber ich bin hoch zufrieden mit dem Ergebnis. Ich habe mir das Rennen taktisch gut eingeteilt und versucht, Kraft zu sparen, wo es möglich war, um dann an den richtigen Stellen wieder zu beschleunigen.“
Das knappe Ergebnis der 4. Etappe war umso überraschender, als der 29 Jahre alte Machado, zwei Positionen vor Dowsett ins Rennen gegangen, ein leichtgewichtiger Bergspezialist ist und der flache Rollerkurs eher den kraftvollen Spezialisten entgegenkam – zumal auch der starke Wind eine Rolle spielte. „Ich bin mit meinem Rennen heute zufrieden und glücklich über das Ergebnis. Natürlich ist eine Sekunde nicht viel, aber Alex war heute einfach um diese Zeit schneller, deshalb Glückwunsch an ihn“, nahm Machado die Niederlage gelassen.
Letztlich also reichte es für den 26-jährigen Dowsett, der in der Zeit von 31:33 Minuten ins Ziel auf der Hauptstraße von Haßfurt kam und für seinen ersten Saisonsieg mit dem Gelben Trikot belohnt wurde, das er Bora-Sprinter Sam Bennett abnahm. Der Ire sparte sich seine Kräfte schon für die morgige Schlussetappe auf, die auch diesmal wieder in Nürnberg endet, wo Bennett im vergangenen Jahr triumphiert hatte.
Dowsett aber ist nun erster Kandidat auf den Gesamtsieg, auch wenn der neue Träger des Gelben Trikots den Tag nicht vor dem Abend loben wollte. „Zwei Sekunden Vorsprung auf Tiago sind nicht besonders viel, da müssen wir morgen auf der Schlussetappe wachsam sein“, sagte er. „Ich habe hier aber starke Teamkollegen an meiner Seite und wir werden unsere Strategie heute Abend besprechen, wenn wir das Gesamtergebnis haben.“
Machado jedenfalls macht sich keine Hoffnungen mehr auf das Gelbe Trikot. „Wir werden es morgen nicht mehr attackieren. Alex ist der deutlich bessere Sprinter als ich und wir werden uns eher noch auf den finalen Sprint konzentrieren“, kündigte er an.
Leicht enttäuscht zeigte sich Jan Barta, dessen Bora-Team beim Heimspiel bereits zwei Etappensiege – durch Bennett – hatte verbuchen können. Der Tschechische Zeitfahrmeister war mit dem Ziel Tagessieg angetreten und war angesichts von 16 Sekunden Rückstand auf Dowsett doch ein deutliches Stück davon entfernt. „Ich bin mit dem dritten Platz nicht ganz zufrieden. Der Kurs war nicht so leicht zu fahren. Leider hatte ich hinten heraus nicht mehr genug Kraft“, gab der 30-Jährige, der im Frühjahr mehrere Wochen wegen einer Erkrankung hatte aussetzen müssen, im Ziel zu. „Aber wenn ich meine Platzierung als Dritter der Gesamtwertung verteidigen kann, geht das Ergebnis für mich in Ordnung“, so Barta, der bereits 2013 die Bayern-Rundfahrt als Dritter beendet hatte.
Die deutschen Fahnen hoch hielt Nils Politt vom Team Stölting. Der U23-Meister in dieser Disziplin kam mit 31 Sekunden Rückstand auf den sechsten Platz. Vom Podium trennten den 21-jährigen Kölner am Ende 15 Sekunden. Zudem landeten der Litauer Ramunas Navardauskas (+0:26) und der Niederländer Dylan van Baarle (0:29/beide Cannondale-Garmin) noch vor ihm auf den Plätzen vier und fünf.
„Es war ziemlich schwer auf der Strecke, aber ich habe einen guten Rhythmus gefunden, den ich auch durchhalten konnte. Zwischendurch hatte ich zwar einen kleinen Knacks, konnte den aber schnell wieder ausbügeln“, berichtete Politt. „Am schwersten war der letzte Zieher kurz vor dem Ziel, da hatten wir Gegenwind und das hat echt wehgetan.“
Um ein Haar wäre der Stölting-Fahrer sogar aufs Podium gerufen worden, vom Weißen Trikot des besten Jungprofis der Rundfahrt trennten Politt nur die knapp zwei Sekunden, die er hinter van Baarle lag. Der 22-jährige Niederländer zeigte sich von seinem Ergebnis fast am meisten überrascht, hatte er doch zuvor eine Rennpause eingelegt, zudem zählt Zeitfahren nicht zu van Baarles Lieblingsdisziplinen, wie er eingestand.
„Der Kurs heute war richtig schwer, vor allem wegen des starken Winds. Ich habe mich im Frühjahr eher auf die Klassiker konzentriert und mein Training auch danach ausgerichtet“, sagte der Gewinner der letztjährigen Tour of Britain. „Für Zeitfahren hätte ich eigentlich noch etwas mehr tun müssen. Aber ich bin natürlich umso glücklicher, dass es so gut gelaufen ist. Ich denke, wir werden das Trikot morgen auf der Schlussetappe verteidigen können.“
Hinter den Erwartungen zurück blieb dagegen Dowsetts deutscher Teamkollege Jasha Sütterlin, der auf Rang elf (+0:54) immerhin aber noch zweitbester deutscher Fahrer war. Im Vorderfeld platzieren konnte sich auch noch Junioren-Zeitfahrweltmeister Lennard Kämna (Team Stölting), der Vierzehnter wurde, und Domenic Weinstein (18.) vom deutschen rad-net Rose-Team.
Das Zeitfahren in der Video-Zusammenfassung:
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