--> -->
05.03.2014 | (rsn) – Lange war Bobbie Traksel – immerhin Sieger von Kuurne-Brüssel-Kuurne und den Drei Tagen von Westflandern - auf Teamsuche, nachdem er kurz vor Saisonende 2013 von seinem damaligen Team Champion System darüber informiert wurde, dass der Rennstall sich auflösen würde. Im Interview mit radsport-news.com sprach der 32-Jährige Niederländer am Rande der Teampräsentation seines neuen Arbeitgebers, dem irischen AnPost-Chainreaction-Rennstall, unter anderem über die schwierige Phase im Winter und warum der Versuch scheiterte, ein eigenes Team zu gründen.
Es hat lange gedauert, bis Sie nach der Auflösung von Champion System ein neues Team gefunden haben. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Traksel: Ja, ich habe mich sehr lange umschauen müssen, bis sich die Option aufgetan hat, bei AnPost-Chainreaction fahren zu können. Bei meinem letztjährigen Team Champion System hatte ich noch einen gültigen Vertrag für 2014, aber drei Tage vor dem letzten Saisonrennen hat mich die Teamleitung darüber informiert, dass es mit der Mannschaft nicht weitergehen würde. Zu diesem Zeitpunkt hatten natürlich alle Teams ihre Personalplanungen abgeschlossen und es war auch kein Geld mehr für weitere Fahrer da. Das war für mich natürlich ein großes Problem. Umso glücklicher bin ich über die Chance, die mir hier geboten wird.
Sie haben sich im Winter sogar bemüht, ein eigenes Team auf die Beine zu stellen. Können Sie dieses Projekt beschreiben und erklären, warum es letztlich nicht zu Stande kam?
Traksel: Im Winter waren gut 130 Fahrer ohne Vertrag, weil gleich fünf größere Teams dicht gemacht hatten. Ich wollte helfen und da niemand etwas in die Hand genommen hat, dachte ich, dass ich ja selbst aktiv werden könnte. Es lief auch alles recht gut, es gab viele Sponsorengespräche. Aber am Ende hat die Zeit gefehlt – ich hatte nur zwei Wochen, um alles zu planen – und auch etwas an Geld. Ich hatte 92 Prozent des Budgets beisammen, um mit 600.000 Euro ein gutes Continental-Team auf die Beine stellen zu können. Es ist schon schade, dass es an den fehlenden acht Prozent gescheitert ist.
Hatten Sie einen Plan B in der Tasche, falls es mit der Teamsuche nicht geklappt hätte?
Traksel: Ja, absolut. Ich habe einen Vertrag bei Eurosport unterschrieben, um dort als Experte TV-Rennen zu kommentieren. Da hatte ich schon meine ersten Einsätze und werde auch daran festhalten und versuchen, beides unter einen Hut zu bekommen. Das ist keine einfache Kombination, aber für mich notwendig. Ich fahre dieses Jahr eine Liga tiefer, ich wurde als letzter Fahrer verpflichtet und da war das Budget eigentlich schon fast aufgebraucht.
Am Wochenende stand Ihr Team bei Kuurne-Brüssel-Kuurne am Start, sie waren jedoch nicht dabei. Warum sind Sie als ehemaliger Sieger des Rennens nicht gestartet?
Traksel: Wegen dem ganzen Stress war es ein schwerer Winter für mich und jetzt habe ich noch Trainingsrückstand. Den gilt es jetzt aufzuholen. Ich werde erst Ende März, Anfang April in das Renngeschehen einsteigen. Schade für mich, denn der März war für mich mit Kuurne-Brüssel-Kuurne, Westflandern oder Nokere Koerse ein sehr wichtiger Monat.
Was sind Ihre sportlichen Ziele für 2014?
Traksel: Ab Mai/ Juni möchte ich natürlich gute Ergebnisse einfahren und mich dadurch für einen Erst- oder Zweitdivisionär empfehlen. Aber mir gibt es auch sehr viel, mit jungen, talentierten Fahrern zusammenzuarbeiten. Das war auch schon im letzten Jahr bei Champion System der Fall, wo es viele talentierte Asiaten gab. Auch hier bei An Post – Chainreaction gibt es einige hoffnungsvoille Fahrer. Ich selbst bin mit 18 Jahren Profi geworden, und weiß, dass man in so einem Alter Fehler macht, man weiß nicht recht, wie man richtig trainiert, sich richtig ernährt, welchen Lebenswandel man führen soll. Da möchte ich den Jungs helfen. Bei den Rennen, die wir ja ohne Funk fahren, werde ich zudem das Bindeglied zwischen Fahrern und Sportlicher Leitung sein.
Das Team hat große Pläne, will in der Zukunft in die zweite, wenn nicht sogar in die erste Division aufsteigen. Wie sind Ihre ersten Eindrücke als Neuling?
Traksel: Es ist sicherlich eines der bestorganisierten Continental-Teams. Bisher hatte es sich der Nachwuchsarbeit verschrieben, das ist auch sehr wichtig. Das ist aber auch ein Problem, denn bei den jungen Fahrern bleiben oftmals auch Ergebnisse aus, und wenn, dann werden sie anschließend von einem größeren Team weggekauft. Dazu benötigt man dann selbst einen großen Sponsor, um diese Jungs im Team halten zu können, was heutzutage nicht einfach ist. Aber ich hoffe natürlich darauf, dass sich ein solcher Sponsor finden lässt.
14.02.2026Radsport live im Stream und im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wic
14.02.2026Morgado schlägt Aranburu und feiert Titelverteidigung (rsn) – Die Nummer 1 auf dem Rücken, die Nummer 1 im Ziel: Antonio Morgado (UAE – Emirates – XRG) hat seinen Titel bei der Figueira Champions Classic (1.Pro) verteidigt. Der Portugiese, der dam
14.02.2026Vandeputte zündet den Turbo und fängt Vanthourenhout noch ab (rsn) – Der Belgier Niels Vandeputte (Alpecin – Premier Tech) hat beim Waaslandcross in Sint-Niklaas mit einem bärenstarken Sprint auf den letzten Metern noch seinen Landsmann Michael Vanthouren
14.02.2026Rodriguez düpiert: Riccitello mit perfektem Decathlon-Einstand (rsn) – In einem packenden Bergaufsprint hat Matthew Riccitello (Decathlon - CMA CGM) die Königsetappe der 10. Tour de la Provence (2.Pro) für sich entschieden und mit seinem ersten Saisonsieg auc
14.02.2026Murcia: Liepins Sieger ohne Wert, Etappe neutralisiert (rsn) – Aufgrund extremer Windverhältnisse wurde die abschließende 2. Etappe der 46. Murcia-Rundfahrt (2.1) auf einen Zehn-Kilometer-Rundkurs im Zielort Santomera reduziert – allerdings bis auf
14.02.2026Brand in Sint-Niklaas mit später Offensive zum Hattrick (rsn) – Weltmeisterin Lucinda Brand (Baloise – Glowi Lions) hat sich beim Waaslandcross in Sint-Niklaas ihren 20. Saisonsieg gesichert. Die 36-jährige Niederländerin setzte sich im letzten Lauf
14.02.20263. Valencia-Etappe abgesagt, Murcia und Figueira Classic abgeändert (rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R
13.02.2026Voß, Kasper und Co.: Deutsche mit gemischten Gefühlen (rsn) - Nachdem die Straßensaison schon in vollem Gange ist, steht für die Gravel-Pros mit Santa Vall by The Traka nun auch das erste namhafte Rennen im europäischen Kalender auf dem Programm. Am
13.02.2026Van der Poel will seine Karriere bei Alpecin ausklingen lassen (rsn) - Mathieu van der Poels Langzeitvertrag mit Alpecin - Premier Tech läuft noch bis Ende 2028. In jenem Jahr hat der Niederländer große Ziele: Bei der Cyclocross-Weltmeisterschaft in Hoogerheid
13.02.2026Provence: Buchmann, Kragh Andersen und Mollema nicht im Ziel (rsn) – Gleich drei bekannte Namen kamen nicht ins Ziel der 1. Etappe der Tour de la Provence. Bei seinem Saisoneinstieg beendete Cofidis-Kapitän Emanuel Buchmann aus noch unbekanntem Grund das Ren
13.02.2026Ferguson überrascht die Konkurrenz 600 Meter vor dem Ziel (rsn) – Cat Ferguson (Movistar) hat die Sprinterrinnen auf der 2. Etappe der Valencia-Rundfahrt der Frauen (2.Pro) mit einer Attacke 600 Meter vor dem Ziel überrascht und so ihren zweiten Saisonsie
13.02.2026UAE-Doppelsieg beim Windspektakel zum Murcia-Auftakt (rsn) – Marc Soler und Julius Johansen (beide UAE – Emirates – XRG) haben den stark vom Wind beeinflussten ersten von zwei Renntagen der Murcia-Rundfahrt (2.1) dominiert. Die auf 83,5 Kilometer