Die Favoriten für die Flandern-Rundfahrt

Greg van Avermaet: Sprintstärke als Trumpf

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Greg van Avermaet (BMC) | Foto: ROTH

29.03.2013  |  (rsn) - Am Ostersonntag steht mit der Flandern-Rundfahrt der zweite große Klassiker des Jahres auf dem Programm. Die Ronde ist mit 256 Kilometern und ihren 17 Hellingen eines der schwersten Eintagesrennen. Folgerichtig zählen auch nur ausgesprochene Klassikerspezialisten zum Favoritenkreis. Einen Überraschungssieger wird es wohl nicht geben. Radsport News stellt die Sieganwärter vor.

Greg van Avermaet (BMC Racing Team / Belgien / 27 Jahre)

Form: Mit Platz drei bei Gent-Wevelgem unterstrich van Avermaet am vergangenen Wochenende zum einen seine gute Frühjahrsform, zum anderen holte er sich in seiner Heimat auch das nötige Selbstbewusstsein, das es für eine erfolgreiche Flandern-Rundfahrt braucht. Auch zuvor zeigte sich der Belgier etwa mit Platz fünf beim Omloop Het Nieuwsblad (Kat. 1.HC) und Platz sechs bei der Strade Bianche ganz vorn. „Gerade der dritte Platz bei Gent-Wevelgem gibt mir aber große Motivation für Sonntag. Ich freue mich auf die Flandern-Rundfahrt“, so der 27-Jährige.

Erfahrung: van Avermaet kann bisher auf sechs Starts bei der Ronde zurückblicken. Im Jahr 2007 erreichte er bei seinem Debüt nicht das Ziel. Dafür wurde er 2008 im zweiten Anlauf gleich Achter. Nach zwei unauffälligeren Auftritten mit den Plätzen 39 und 35 ging es 2011 (22.) zumindest wieder etwas besser. Seine beste Platzierung fuhr van Avermaet schließlich im letzten Jahr auf dem neuen Kurs heraus, als er in Oudenaarde sehr guter Vierter wurde.

Team: Obwohl der ehemalige Ronde-Sieger Alessandro Ballan, der zweifache Dritte Philipp Gilbert und auch Taylor Phinney nicht dabei sein werden, kann BMC mit einem starken Aufgebot antreten. So stehen van Avermaet mit Marcus Burghardt, dem Italiener Daniel Oss, zuletzt Dritter beim E3 Prijs sowie dem Norweger Thor Hushovd drei starke Helfer für die letzte Rennstunde zur Verfügung. Zu Beginn werden sich die Flandern-Routiniers Manuel Quinziato (Italien) und Michael Schär (Schweiz) nützlich machen. Im frühen Stadium des Rennens werden auch die beiden nachnominierten Fahrer, der Brite Adam Blythe und der Belgier Klaas Lodewyck, zum Zug kommen.

Wünsche:
Dem BMC-Kapitän dürfte so ziemlich jedes Szenario recht sein, nur mit Peter Sagan (Cannondale) will van Avermaet nicht in Oudenaarde ankommen. Ein schnelles Rennen, das im Sprint einer vielleicht zehn Fahrer starken Spitzengruppe endet, wäre sicherlich nach dem Geschmack des sprintstarken Klassikerspezialisten, der dann seine Endschnelligkeit ausspielen könnte.

Risikofaktoren: van Avermaet hat in den letzten Monaten gute Leistungen gezeigt, die Kapitänsrolle bei einem großen Klassiker einzunehmen ist aber auch neu für ihn. Der Belgier muss am Sonntag zeigen, dass er diesem Druck gewachsen ist. Zudem hat van Avermaet im Gegensatz zu seinen schärfsten Konkurrenten noch keinen großen Klassiker gewonnen.

Prognose: van Avermaet wird seine durch Gilberts Absage entstandenen Freiheiten nutzen und eine gute Flandern-Rundfahrt abliefern. Der Sieg scheint zwar ausgeschlossen, aber eine Wiederholung von Platz vier aus dem Vorjahr ist möglich.

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