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06.03.2012 | (rsn) – Alejandro Valverde (Movistar) hat die 3. Etappe von Paris-Nizza gewonnen und im Gesamtklassement einen großen Sprung nach vorn gemacht. Der 31 Jahre alte Spanier verwies über 194 Kilometer von Vierzon zur Mini-Bergankunft am Lac de Vassivière nach Foto-Finish den Australischen Meister Simon Gerrans (GreenEdge) auf den zweiten Platz und feierte seinen bereits vierten Saisonsieg.
Dritter wurde der Belgier Gianni Mersman (Lotto Belisol) vor Valverdes Landsleuten Luis Leon Sanchez (Rabobank) und Xavier Florencio (Katusha). Rang sechs ging an den Italiener Eros Capecchi (Liquigas-Cannondale), Siebter wurde der Belgier Maxime Monfort (RadioShack-Nissan). Rang acht belegte der Franzose Jonathan Hivert (Sur Sojasun) vor dem Italiener Francesco Gavazzi (Astana) und dem Niederländer Lieuwe Westra (Vacansoleil-DCM). Bester deutscher Fahrer war der Berliner Simon Geschke (Project 1t4i), der zeitgleich mit Valverde Rang 27 belegte.
Der Brite Bradley Wiggins (Sky) hatte keine Mühe, auf der zweitlängsten Etappe der 70. Auflage der Fernfahrt sein Gelbes Trikot vor dem US-Amerikaner Levi Leipheimer (Omega Pharma-QuickStep) zu verteidigen. Neuer Dritter ist der US-Amerikaner Tejay Van Garderen (BMC/+0:11) vor dem Franzosen Sylvain Chavanel (Omega Pharma-QuickStep/+0:14) und Monfort (+0:18). Valverde verbesserte sich dank der Zeit-Bonifikation von zehn Sekunden auf den sechsten Platz (+0:20). Bester deutscher Profi ist Jens Voigt (RadioShack-Nissan/+2:48) auf Rang 17.
„Ich muss mich wirklich bei meinen Teamkollegen bedanken, die heute einen phänomenalen Job gemacht haben”, erklärte Valverde, der auch die Führung in der Punktewertung übernahm, im Ziel. „Ich bin froh, dass ich hier nach einem großen Kampf gewonnen habe. Natürlich denke ich jetzt auch an den Gesamtsieg, aber ich freue mich erst mal, dass ich die Etappe gewonnen habe.“
“Natürlich sind wir ein bisschen enttäuscht, dass ich im Finish nicht die Nase vorn hatte”, so der knapp geschlagene Gerrans. „Wir wollten hier eine Etappe gewinnen. So nahe dran gewesen zu sein, zeigt uns aber, dass wir auf einem guten Weg sind. Siege in Europa sind nicht mehr sehr weit weg”, so der Klassikerspezialist weiter.
„Alejandro ist nach seinem Sieg heute näher herangekommen. An den kommenden Tagen werden wir versuchen, das Rennen so gut wie möglich zu kontrollieren. Aber sechs Sekunden (auf Leipheimer) sind schwer zu verteidigen und es ist gut möglich, dass wir das Trikot aufgrund von Zeit-Bonifikationen verlieren“, erklärte Wiggins nach seinem ersten Tag im Gelben Trikot.
Der Däne Michael Morkov (Saxo Bank), der Franzose Jimmy Engoulvent (Saur Sojasun) und der Niederländer Roy Curvers (Project 1t4i) attackierten schon kurz nach dem Start aus dem Feld der 173 Fahrer heraus und hatten nach nur 25 Kilometern bereist 4:40 Minuten Vorsprung. Danach blieb der Abstand bei einem Schnitt von rund 41 km/h lange Zeit konstant bei rund viereinhalb Minuten. Das Feld um Team Sky hatte es bei diesmal milderen Temperaturen und trockenem Wetter nicht allzu eilig, den Rückstand zu reduzieren.
Erst auf den letzten 60 Kilometern erhöhten Wiggins' Helfer die Schlagzahl, doch die Ausreißer behaupteten auch an der ersten Bergwertung des Tages 26 Kilometer vor dem Ziel noch fast drei Minuten an Vorsprung. Im Feld hatte Sky mittlerweile Unterstützung von Movistar erhalten, gleich drei von Valverdes Helfern führten die Verfolger über die Bergwertung der 3. Kategorie. Kurz darauf beteiligte sich auch Omega Pharma-QuickStep an der Nachführarbeit, wodurch der Abstand schnell schrumpfte.
14 Kilometer vor dem Ziel – der Vorsprung des Trios betrug noch ganze 20 Sekunden - attackierte Engoulvent seine Begleiter, um die es kurz darauf geschehen war. Auch wenn Engoulvent als guter Zeitfahrer im Finale viel Widerstand leistete, war auch er sechs Kilometer vor dem Ziel nach einer Flucht über 188 Kilometern gestellt.
Im rund fünf Kilometer langen, nicht sonderlich steilen Schlussanstieg hielten Omega Pharma-QuickStep und Movistar das Tempo so hoch, dass immer mehr Fahrer aus dem Feld herausfielen, so etwa der Gesamtdritte Tom Boonen (Omega Pharma-QuickStep), der Italiener Ivan Basso (Liquigas-Cannondale), der Norweger Thor Hushovd (BMC) und Titelverteidiger Tony Martin, der sich vier Kilometer vor dem Ziel noch an der Spitze gezeigt hatte.
Kurz darauf versuchte es der Usbeke Sergey Lagutin (Vacansoleil-DCM) mit einer Attacke, die aber kurz vor der Tausend-Meter-Marke von Valverdes Helfern vereitelt wurde. Auf den letzten Metern lagen zunächst der Movistar-Kapitän und Luis Leon Sanchez gleichauf, ehe Gerrans aus einer hinteren Position kommend mit hoher Geschwindigkeit noch an allen Konkurrenten vorbeizog – nur den Gewinner der Andalusien-Rundfahrt konnte der 31-jährige Australier nicht mehr abfangen.
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