Zehn Jahre nach Jan Ullrich

Ciolek greift nach dem Gold-Trikot

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Gerald Ciolek (Milram) bei der Siegerehrung nach der 2. Vuelta-Etappe

Foto: ROTH

31.08.2009  |  (rsn) - Mehr als 100 Mal probiert, jedes Mal ist nichts passiert. Doch gestern hat es Zoom gemacht! Frei nach Klaus Lage muss sich Gerald Ciolek am Sonntag so gefühlt haben. Über einhundert Mal ist der Milram-Sprinter seit seinem ersten und bislang einzigen Saisonsieg bei der Mallorca-Rundfahrt im Februar dem Erfolg hinterher gerast.

Auf der 2. Etappe der Vuelta schlug der ehemalige U23-Weltmeister endlich zu. Mit einem tollen Schlussspurt verwies Ciolek in Emmen (Niederlande) den Italiener Fabio Sabatini (Liquigas), den Briten Roger Hammond (Cervélo), André Greipel (Columbia HTC) sowie den US-Amerikaner Tyler Farrar (Garmin-Slipstream) und den Belgier Tom Boonen (Quick Step) auf die Plätze. „Meine Form war seit der Tour de France gut, aber es hat eben ein Sieg gefehlt. Es ist großartig, dass es endlich geklappt hat“, freute sich das Kraftpaket hinterher.

Ist das der Sieg, der ihm endlich das Selbstbewusstsein zurückbringt, das ein Sprinter unbedingt braucht, wenn er sich erfolgreich in den entscheidenden Kampf auf dem letzten Kilometer stürzen will?

Es scheint ganz so, denn der sonst so stille Pulheimer setzt sich für heute neue Ziele. Nur acht Sekunden liegt er hinter Spitzenreiter Fabian Cancellara (Saxo Bank) auf Platz zwei in der Gesamtwertung. Da es 20 Sekunden Zeitgutschrift für den Etappensieger gibt, ist der Angriff aufs Gold-Trikot möglich. Das sieht auch Ciolek so: „Vielleicht kann ich das Führungstrikot erobern. Dafür werde ich auf jeden Fall 100 Prozent geben.“

Er wäre der erste Deutsche seit Jan Ullrich, der 1999 das Jersey des Spitzenreiters übernahm und es zehn Tage bis zum Gesamtsieg in Madrid trug.

Ähnlich gute Chancen wie Ciolek haben aber auch Boonen, der nur eine Sekunde hinter dem Pulheimer auf Rang drei liegt, und Tyler Farrar als Vierter mit vier Sekunden Rückstand. Das dritte Teilstück verspricht also spannend zu werden!

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