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06.07.2009 | (rsn) - Heute ging es teilweise sehr nervös und hektisch im Feld zu. Bei dem starken Wind wartete man nur darauf, dass es irgendwann auf die „Kante“ ging. Das passierte schließlich ja auch und zum Glück hatten wir Linus und Fabian vorne dabei. Wir können auf jeden Fall sehr zufrieden mit den ersten beiden Etappen sein. Die Stimmung im Team ist sehr gut und alle ziehen an einem Strang. Stressig war es heute nicht nur im Rennen, sondern auch davor und danach.
Normalerweise fahren wir fast immer alle mit dem Bus zum Start. Heute haben wir unseren Bus aber schon zum Hafen von Marseille vorgeschickt und sind mit den Autos nachgefahren. Damit wir nicht zu lange im Stau stecken, haben Polizeimotorräder verschiedene Teamfahrzeuge teilweise durch den Stau eskortiert. Silence-Lotto hat es wohl nicht mit dem Bus bis zu den offiziellen Parkplätzen geschafft. Die Fahrer haben sich dann irgendwo anders fertig gemacht und kamen per Rad zum Start.
Ein richtiges Verkehrschaos herrschte dann aber im Ziel. Da wären wir auch besser gleich mit dem Rad die 30 Kilometer zum Hotel gefahren. Eigentlich ist die Tour ja für ihre gute Organisation bekannt. In La Grand Motte ging aber lange Zeit gar nichts.
Unser Bus wendete mehrfach und versuchte es in unterschiedliches Richtungen, aber letztendlich standen wir fast zwei Stunden im Stau. Da muss man einfach nur ruhig bleiben und die Nerven bewahren.
So kommt es, dass die Fahrer teilweise erst nach 22 Uhr beim Abendessen sitzen und unser Personal kommt an einem solchen Tag auch schon mal überhaupt nicht mehr dazu. Aber die Tour hat ja gerade erst angefangen und unser ganzes Team ist noch frisch.
Bis morgen
Johannes
Johannes Fröhlinger feiert in diesem Jahr seine Tour-Premiere. Das 24-jährige Klettertalent vom Milram-Team wird in den nächsten drei Wochen auf Radsport News Tagebuch führen und den Lesern von seinen Erlebnissen auf und neben der Strecke berichten.
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