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13.02.2008 | (Ra) – Nach über zweijähriger Dopingsperre feiert Danilo Hondo (Serramenti PVC) bei der Tour de Langkawi derzeit ein erfolgreiches Comeback. Mit seinem Sieg auf der 4. Etappe bewies der mittlerweile 34-jährige Sprinter, dass er nach wie vor zu den schnellsten Fahrern im Peloton zählt, auch wenn in Malaysia die Weltspitze nicht am Start ist. Auf die hofft Hondo beim Giro zu treffen. „Ich lasse mich überraschen, was die anderen Sprinter in der Lage sind zu leisten“, sagt er im Interview mit Radsport aktiv selbstbewusst.
Wie fühlen Sie sich nach ihrem Comeback-Sieg?
Hondo: Natürlich fühlt man sich nach einem Sieg immer erleichtert und irgendwie scheint alles auf einmal problemlos, so einfach. Als ob es die Anstrengungen im Training und Wettkampf davor nicht gegeben hätte.
Haben Sie selbst daran geglaubt, nach Ihrer über zweijährigen Dopingsperre wieder Rennen gewinnen zu können?
Hondo: Ich habe nicht eine Sekunde daran gezweifelt!
Bedeutet dieser Sieg eine Art Neuanfang?
Hondo: Es ist sicherlich ein Zeichen, dass ich es nicht verlernt habe zu gewinnen, doch ich persönlich würde es nicht als Neuanfang bezeichnen. Es wäre aber schön, wenn ich meine Karriere noch etwas in dieser Form fortsetzen könnte.
Sie hatten zwei Jahre ohne Wettkampferfahrung. Ist da ein kontiniuierlicher Formaufbau überhaupt möglich?
Hondo: Sport zu treiben stellt für mich keine Belastung dar, es gehört zu meinem persönlichen Körpergefühl, fit und trainiert zu sein. Sicherlich gab es Zeiten, in denen es nicht sehr leicht war, mit Freude und freiem Kopf an die Sache heran zu gehen. Aber ich habe hart gearbeitet, so wie es notwendig war.
Ihr Team startet beim Giro – was trauen Sie sich gegen die Weltklassesprinter zu?
Hondo: Ja, der Giro soll ein Saisonhöhepunkt für unsere Mannschaft sein. Deshalb werden wir auch versuchen, die Besten am Start zu haben, um sowohl im Sprint als auch im Klassement mit Gilberto Simoni oder unseren Bergflöhen aus Venezuela & Kolumbien ein echte Komkurrenz darzustellen. Ich werde weiter an der Kondition arbeiten und lasse mich überraschen, was die anderen Sprinter in der Lage sind zu leisten.
Wie stark schätzen Sie Ihr Team ein?
Hondo: Unsere Mannschaft ist ein sehr guter Mix - wir haben in allen Bereichen Leute, die sich mit den Besten der Welt messen können. Ich hoffe, alle bleiben gesund und können ihre absolute Leistungsstärke erreichen.
Welche großen Rennen möchten Sie in dieser Saison gerne bestreiten?
Hondo: Jetzt im März folgen mit dem Tirreno - Adriatico und Mailand - San Remo ja gleich die ersten Highligths, dann wäre es schön vor dem Giro beim Henninger Turm starten zu können, den ich persönlich gern einmal gewinnen möchte. Was nach dem Giro noch folgen könnte bleibt abzuwarten,. Wir sehen ja, dass es momentan viele kurzfristige Änderungen geben kann - aber eine Tour de Suisse, eine Deutschland Tour, die HEW Cyclassics wären interessante Rennen.
Was trauen Sie sich bei der Tour of Langkawi noch zu?
Hondo: Das Rennen hier in Malaysia ist schwer zu kontrollieren, die Mentalität der Fahrer in Asien ist eine föllig andere als in Europa. Ich gehe davon aus, dass es wieder sehr schnelle Etappen mit erfolgreichen Fluchtgruppen geben wird, und am vorletzten Tag haben wir ja die Bergankunft. Vielleicht hat Jackson Rodrigues, unser bester Fahrer im Gesamtklassement, einen guten Tag.
Die Fragen an Danilo Hondo stellte Matthias Seng
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