Podiumsserie auf 60 hoch geschraubt

Brand holt sich in Baal den Neujahrscross und die X2O Trofee

Von Kevin Kempf

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Lucinda Brand (Baloise - Het Poetsbureau Lions) hat die X²O Badkamers Trofee in Baal gewonnen. | Foto: Cor Vos

01.01.2026  |  (rsn) – Neues Jahr, alt bekannte Szenen: Lucinda Brand (Baloise – Het Poetsbureau Lions) hat auch die X2O Badkamers Trofee in Baal dominiert. Schon in der Auftaktrunde setzte die Niederländerin sich von der Konkurrenz ab. Nach den ersten fünf Läufen der Serie gewann die Weltranglistenerste so auch den sechsten, womit Brand ihren 60. Podiumsplatz in Folge und den 17. Triumph im 19. Saisonrennen feierte.

Puck Pieterse (Fenix – Premier Tech) konnte den neuen Co-Sponsor ihrer Mannschaft gleich am ersten Tag mit einem Podestplatz erfreuen. Die Niederländische Meisterin wurde mit zwölf Sekunden Rückstand Zweite vor der Britin Zoe Bäckstedt (Canyon – SRAM – zondacrypto), die bereits eineinhalb Minuten Rückstand aufwies. Vierte wurde die Schweizerin Jolanda Neff (Cannondale) vor der Niederländerin Manon Bakker (Crelan – Corendon).

Für Brand war es nach 2022 der zweite Sieg in Baal, danach wurde sie dreimal Zweite hinter der amtierenden Weltmeisterin Fem van Empel. Und wie zuletzt häufig in den Interviews betonte die Niederländerin, dass es ein hartes Rennen gewesen sei. “Das sah vielleicht nicht so aus, weil ich gleich in der 1. Runde weggefahren bin. Aber dann muss man das auf diesem Kurs auch halten können. Beim letzten Mal konnte ich den schweren Anstieg nicht mehr hochfahren“, so die 36-Jährige.

Das Rennen in Baal trägt den Namen von Brands Teamchef Sven Nys, der wie sein Sohn Thibau auch aus dem Dorf in der Provinz Flämisch-Brabant stammt. “Wir trainieren hier anfangs der Saison oft. Deswegen fühle ich mich hier auch ein wenig zu Hause. Es ist Svens Heimrennen und immer der erste Wettkampf mit neuen Sponsor-Partnern. Es ist immer gut, hier zu gewinnen“, erzählte die Siegerin.

Deutsche Athletinnen waren in Baal nicht am Start. Nach der überzeugenden Neff war deren Landsfrau Rebekka Estermann auf Rang elf zweitbeste Schweizerin. Die Österreicherin Rosalie Denk wurde am Ende der 2. Runde aus dem Rennen genommen und auf Platz 43 von 59 Teilnehmerinnen gewertet.

Nur drei Fahrerinnen aus den Top Ten der X2O Trofee standen in Baal am Start. Nach sechs der acht Events führt Brand die Gesamtwertung mit 11:50 Minuten an. Da man pro Wettkampf maximal fünf Minuten verlieren kann, ist sie mit noch zwei zu fahrenden Rennen uneinholbar und gewinnt damit zum dritten Mal nach 2022 und 2023 die Serie. Zweite ist derzeit Bakker vor der Belgierin Julie Brouwers (Charles Liegeois – Deschacht), die beim GP Sven Nys nicht dabei war. 

Der siebte Lauf der Serie wird am 8. Februar in Lille ausgetragen.

So lief die X2O Badkamers Trofee in Baal:

Neff erwies sich zum wiederholten Mal in dieser Saison als die beste Starterin. Die Schweizerin zog am ersten Anstieg und der darauffolgenden Abfahrt das Feld auseinander, als Brand dann vor dem zweiten Anstieg übernahm, ging bergauf prompt eine Lücke auf. Hinter der Weltranglistenersten formierte sich ein Trio mit Neff, Bäckstedt und Pieterse. Die Schweizerin bekam anschließend Probleme und am Ende der 8:24 Minuten langen Auftaktrunde hatten Pieterse und Bäckstedt 14 Sekunden eingebüßt.

Pieterse entfernte sich nun langsam, aber sicher von Bäckstedt, während Neff zu Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Premier Tech), Marion Norbert Riberolle und Bakker (beide Crelan – Corendon) zurückfiel. Die Abstände hatten sich bei der zweiten Zielpassage vergrößert. Pieterse lag 20 Sekunden hinter der Spitzenreiterin, Bäckstedt derer 33.

Erst hinter dem Podium Spannung im Kampf um die Plätze

Im dritten von fünf Umläufen gab Pieterse nur noch drei weitere Sekunden Preis, wobei die Spitzenreiterin inzwischen wohl auch den Tempomaten eingeschaltet hatte. Während U23-Weltmeisterin Bäckstedt konstant Zeit verlor, setzte sich Riberolle aus ihrer Gruppe im Kampf um Platz vier ab. Spannung wollte nun aber nicht mehr aufkommen. Die Glocke läutete für Brand 21 Sekunden vor Pieterse, die zwei Sekunden aufgeholt hatte, und 1:06 Minuten vor Bäckstedt.

Während Brand ihre langsamste Runde zum Finale produzierte, legte Pieterse noch mal zu und reduzierte so ihren Rückstand auf zwölf Sekunden. Riberolle fuhr ein schlechtes Finale und musste Neff und Bakker noch vorbeilassen. Die Schweizerin sicherte sich noch Rang vier.

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