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20.12.2025 | (rsn) – Bei der bisher wohl schwersten Ausgabe des Scheldecross hat die Niederländerin Lucinda Brand (Baloise – Glowi Lions) ihren ersten Sieg in Antwerpen gefeiert. Erst auf der Zielgerade konnte die Weltranglistenerste die starke Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Deceuninck) in die Schranken weisen, wodurch sie auch die Weltcup-Führung von Aniek van Alphen (Seven) übernahm. Die Niederländerin wurde Dritte vor ihrer Landsfrau Puck Pieterse (Fenix – Deceuninck) und der Tschechin Kristyna Zemanova (VIF).
Brand polierte ihre Statistiken weiter auf. Die 36-Jährige schraubte den Rekord für in Serie eingefahrene Podiumsplatzierungen auf 54. Bei bisher 13 Einsätzen holte sie ihren elften Saisonsieg, der zugleich der 79. UCI-Erfolg und der 24. im Weltcup ist. Konnte sie in den letzten Monaten der Konkurrenz oft fast widerstandslos davonstürmen konnte, brachte die sie in Antwerpen gehörig ins Schwitzen. “Es war ein sehr hartes Finale und ich habe das Lactat überall gespürt“, gab sie im Ziel-Interview zu.
“Es ging schon vor dem Finale los. Ceylin ist heute geflogen, das war auch ein idealer Kurs für sie. Ich habe sie letztendlich müde bekommen, aber nicht müde genug“, blickte Brand aufs Finale zurück, in dem sie ihre Widersacherin trotz mehrerer Versuche nicht abschütteln konnte. “Sie hat sich immer wieder herangekämpft. Nach einem Fehler von mir hat sie die Führung übernommen und ich hatte dann gesehen, dass nicht mehr aus dem Sattel kam – da habe ich meine Chance genutzt“, beschrieb sie die letzten zwei Minuten des Rennens.
Vier Deutsche standen in Antwerpen am Start. Lange sah es aus, als würde Katharina Hinz problemlos für das beste Resultat sorgen, doch Diana Steffenhagen kam ihr in der vierten von sechs Runden noch sehr nahe. Da kurz vor der nächsten Zielpassage beide aus dem Rennen genommen wurden, hatte Hinz dennoch das bessere Ende für sich. Sie belegte Rang 71, gestartet waren 80 Fahrerinnen.
Im Gesamtklassement übernahm Brand die Führung von ihrer Landsfrau van Alphen, die nun 14 Zähler Rückstand aufweist. Das sechste von insgesamt zwölf Weltcup-Rennen wird bereits morgen in Koksijde ausgetragen.
Leonie Bentveld (Pauwels Sauzen – Altez), Amandine Fouquenet (Arkea – B&B Hotels) und Inge van der Heijden (Crelan – Corendon) bogen als Erste ins Gelände ein. Vom Gras ging es schnell in den Sand, wo Leonie Bentveld (Pauwels Sauzen - Altez) und van der Heijden sich absetzen konnten. Brand war nach einem mäßigen Start in eine dreiköpfige Verfolgergruppe mit Fouquenet und Bentveld vorgefahren, dahinter zeigten sich ihre Teamkollegin van Anrooij und Pieterse. An der Traverse fiel van der Heijden nach einem Sturz zu Brand zurück. Das Duo überquerte acht Sekunden hinter der Spitzenreiterin die Start-Ziel-Linie und wurde von Fouquenet und van Anrooij eingeholt.
Ihren Vorsprung konnte van Alphen aber nicht verteidigen, stattdessen wurde sie zunächst vom Verfolgerquartett und dann auch von Pieterse, Manon Bakker, Alvarado, Bentveld, Zemanova und Sara Casasola (beide Crelan – Corendon) eingeholt. Pieterse übernahm nun erstmals die Führung und setzte sich an der Traverse etwas ab. Hinter ihr formierte sich ein Trio, bei dem ihre Teamkollegin Alvarado die beiden Baloise-Fahrerinnen Brand und van Anrooij im Schlepptau hatte. Die Gruppe holte dann die vier Sekunden Rückstand bei der zweiten Zielpassage auf.
Pieterse hielt den Druck hoch und wurde so van Anrooij los. Van Alphen und van der Heijdens versuchten vergeblich aufzuschließen. Im Sand offenbarte Pieterse dann aber Lauf-Defizite, wodurch aus dem Trio wieder ein Quartett wurde. Auch van Alphen und van der Heijden nahmen wieder Tuchfühlung auf. Alvarado ging anschließend erstmals an die erste Position, ihr Tempo im Sand und an der Traverse konnten nur Pieterse und Brand mitgehen. Bei Halbzeit des Rennens lag das Trio sechs Sekunden vor dem Rest der ehemaligen Spitzengruppe.
In der ersten Sandpassage der vierten von sechs Runde hielt Pieterse ihre Begleiterinnen wieder auf, wodurch die Lücke geschlossen wurde. Brand erkannte das und überholte ihre Landsfrau vor der nächsten Sanddurchfahrt. Auch da mussten die Athletinnen vom Rad und Brand setzte sich jetzt ab. Alvarado erkannte die Gefahr und rannte an ihrer Teamkollegin vorbei und hin zur Baloise-Fahrerin. Pieterse und der Rest lagen fast zehn Sekunden zurück, als wieder aufs Rad gesprungen werden konnte.
Zur nächsten Zielpassage kamen van Alphen, Pieterse, van Anrooij, Casasola und Zemanova mit elf Sekunden Rückstand auf das Spitzenduo. Die Lücke wurde in den nächsten Minuten von van Alphen, van Anrooij und Pieterse komplett zugefahren und -gelaufen, weil vorn taktiert wurde. Bei der nächsten schweren Passage durch den Sand stellte Brand die alte Situation aber gleich wieder her. Sie attackierte nun Alvarado und erreichte die letzte Zielpassage eine Sekunde vor ihrer Landsfrau.
Die kam erst im Sand wieder ans Hinterrad der Spitzenreiterin. Am Spielplatz schaffte es Brand dann, einen steilen Hügel auf dem Rad zu absolvieren, während ihre Kontrahentin absteigen musste. Das sorgte für fünf Sekunden Zeitunterschied zwischen den beiden. Den konnte Alvarado dann aber wieder verkleinern. Als Brand in der letzten langen Sandpassage ein Fehler unterlief, ging Alvarado sogar an ihr vorbei. Brand konterte aber und kam als Erste auf die Zielgerade, auf der ihre Gegnerin nichts mehr zuzusetzen hatte. Van Alphen setzte sich im Finale von der Verfolgergruppe ab und komplettierte schließlich das Podium.
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