--> -->
20.12.2025 | (rsn) - Erstmals in seiner WorldTour-Karriere setzte sich Stefan Bissegger am Beginn einer Saison nicht auf ein Cannondale-Rad. Nach fünf Jahren bei EF Education - Easy Post wechselte der Schweizer zur französischen Equipe Decathlon – AG2R La Mondiale, die mit der Marke Van Rysel unterwegs ist.
Für Bissegger war die berufliche Neuorientierung die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. “Ich bin jetzt super happy hier, es wird viel gemacht und das Team drückt stark nach oben, was alle weiter hochzieht und auf ein neues Level bringt. Das macht wirklich Spaß und war nötig”, lobte Bissegger gegenüber RSN sein neues Team, das künftig mit dem neuen Sponsor CMA CGM noch finanzkräftiger sein wird. Dennoch war der 27-Jährige mit seiner Saison nur “so lala” zufrieden.
___STEADY_PAYWALL___Dabei begann das Jahr durchaus vielversprechend. Gleich am zweiten Renntag ließ Bissegger Superstar Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) im Einzelzeitfahren der UAE Tour (2. UWT) hinter sich. Als Etappenzweiter verwies er den Slowenen um fünf Sekunden auf Platz drei. Nach der Rundfahrt auf der Arabischen Halbinsel musste er sich dann aber für die belgischen Klassiker warm anziehen.
Nach dem Omloop Nieuwsblad (1. UWT), wo er Platz 25 belegte, startete der ehemalige Zeitfahr-Europameister bei Kuurne - Brüssel - Kuurne (1.Pro). Vielleicht war dem Thurgauer dort wirklich etwas kalt, als er 70 Kilometer vor dem Ziel mit Tim Wellens (UAE – Emirates – XRG) versuchte, einen Massensprint zu verhindern. Die mutige Flucht blieb allerdings erfolglos.
An seinem zweiten Renntag fuhr Stefan Bissegger (Decathlon - AG2R La Mondiale) in seiner Spezialdisziplin sein bestes Saisonergebnis ein. | Foto: Cor Vos
Nach einem unauffälligen Intermezzo bei Paris - Nizza (2. UWT) ging es zurück zu den Klassikern mit der Flandern - Rundfahrt (1. UWT) und Paris - Roubaix (1. UWT) als Höhepunkte. Nach einem soliden 19. Rang bei der “Ronde“ wusste Bissegger bei “Königin der Klassiker“ zu glänzen. Der siebte Platz im berühmten Velodrome war sein bestes Ergebnis bei bisher vier Teilnahmen. “Persönliches Highlight war ganz bestimmt Roubaix, als ich da vorne war mit den Großen, da fängt man halt an zu träumen und weiß, dass vieles möglich ist“, erinnerte er sich.
Der Traum vom Podium war dann aber wegen eines Defekts beendet. “Das hat das Rennen für mich ein bisschen gekillt, sonst wäre noch mehr möglich gewesen“, sagte Bissegger, der 80 Kilometer mit Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck), Pogacar und Mads Pedersen (Lidl – Trek), die schließlich das Podium unter sich ausmachten, das vorentscheidende Ausreißerquartett bildete. Seine Zeit an der Spitze währte jedoch nicht lange, da ihn der Platten in die Verfolgergruppe zurückwarf. Trotzdem konnte er seine erste Top-Ten-Platzierung bei einem Monument feiern.
In den kommenden beiden Monaten standen nur Heimrennen in seinem Programm. Nach einem vierten Platz im Prolog zur Tour de Romandie (2. UWT) kam Bissegger im abschließenden Zeitfahren dann aber nicht über Rang 34 hinaus. Seinen einzigen Saisonsieg holte er kurz darauf unterhalb der WorldTour beim Radsportfest Märwil (1.2).
Stefan Bissegger im Trouée d’Arenberg | Foto: Cor Vos
Deutlich schwerer zu verdauen dürfte indes das Ausscheiden bei der Tour de France (2. UWT) gewesen sein. Auf der hektischen 1. Etappe kam Bissegger zu Fall und musste das Rennen mit einer Gehirnerschütterung beenden. In der Folge zeigte sich dann auch noch, dass die Magenprobleme aus dem Höhentrainingslager doch schwerwiegender waren als gedacht.
“Zuerst dachten wir, das ist von der Gehirnerschütterung, es stellte sich aber heraus, dass ich mir einen Parasiten eingefangen habe“, erzählte Bissegger. “So hat sich das ein bisschen gezogen und der Wiederaufbau war schwieriger. Wenn man fast einen Monat nicht Rad fährt, ist das, wie wenn man Winterpause macht.”
Erst im September kehrte Bissegger bei der Luxemburg-Rundfahrt (2.Pro) ins Renngeschehen zurück, jedoch ohne Akzente setzen zu können. Das Anfang Oktober folgende EM-Zeitfahren fügte sich ins Bild einer insgesamt schwierigen Saison, was seine Paradedisziplin anbelangte. “Schlecht waren die Zeitfahren. Einerseits, weil es halt nicht so viele für mein Können gab, andererseits auch mit dem Sturz bei der Tour de France und dem Parasiten. Es hat nicht gereicht mit dem Aufbau für die EM, darum war diese dann halt eher enttäuschend“, kommentierte Bissegger seinen 18. Platz im EM-Zeitfahren.
Bei Paris-Tours konnte er dann aber einen positiven Schlusspunkt setzen. Bissegger rollte als Sechster des französischen Herbstklassikers über den Zielstrich und bestätigte damit seine Qualitäten bei schweren Eintagesrennen. “Am Ende war ich wieder in guter Form. Das hat Motivation fürs neue Jahr gegeben“, sagte er abschließend.
31.12.2025Die Radsport-News-Jahresrangliste der Männer 2025(rsn) – Es ist inzwischen RSN-Tradition. Und auch wenn sich mit Christoph Adamietz der Vater der Idee vor einem Jahr aus unserem Autoren-Team verabschiedet hat, so soll diese Tradition fortgesetzt w
31.12.2025Lipowitz: “Meine Werte waren bei Dauphiné besser als in der Tour“(rsn) – Erleichtert wirkt Florian Lipowitz, als er am späten Nachmittag des 10. Dezember die Halle der Central Studios in Binissalem auf Mallorca verlässt. In den letzten drei Stunden musste der 2
31.12.2025Die Strassacker-Trophäe zur RSN-Jahresrangliste 2025(rsn) – Seit inzwischen 18 Jahren blicken wir von radsport-news.com in Form unserer RSN-Jahresrangliste auf die Saison der Radprofis aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zurück u
30.12.2025Eine konstante Tour mit Platz fünf gekrönt(rsn) – Vor der Tour de Suisse ließ Felix Gall (Decathlon – AG2R La Mondiale) mit seinem Ziel aufhorchen, die Tour de France unter den besten Fünf der Gesamtwertung abschließen zu wollen -
29.12.2025Von UAE-Stars und eigenem Anspruch zu Höchstleistungen gepusht(rsn) – Es war erst sein zweites Profijahr und Jan Christen hat bereits fünf Profisiege auf seinem Konto. Dazu rangiert der 21-Jährige als bester Schweizer bereits auf Rang 52 der Weltrangliste. D
28.12.2025WM-Tiefpunkt kann Freude über “bestes Jahr“ nicht trüben(rsn) – Auftakt in Australien, zum Abschluss noch Japan: Mauro Schmid (Jayco – AlUla) hat im Grunde die längste Saison hinter sich, die der internationale Rennkalender hergibt. Weil er zwischendu
27.12.2025Als Tudor-Aushängeschild deutlich hinter den Erwartungen zurück(rsn) – Zunächst schien es so, als hätte sich zwar das Outfit von Marc Hirschi geändert, ansonsten aber nur wenig. Der zur Saison 2025 von UAE – Emirates zu Tudor gewechselte Schweizer gewann a
26.12.2025Ziel nach starkem Jahr: “Die zweiten Plätze in Siege umwandeln“(rsn) – Das sei verraten: So weit vorne wie Max Kanter (XDS – Astana) landete in der RSN-Jahresrangliste 2026 kein anderer deutscher Sprinter. Das liegt zum einen daran, dass lange Zeit dominieren
25.12.2025“Harzige Saison“ ohne Sieg und Tour, aber mit Doppelbronze(rsn) – Stefan Küng ist sicher kein Legionär. Nach insgesamt sechs Jahren bei BMC sowie derer sieben bei Groupama – FDJ steht 2026 erst zum zweiten Mal in seiner Profilaufbahn ein Tapetenwechsel
24.12.2025Saisonziel erster Profisieg schon früh im Jahr erreicht(rsn) – Fabio Christen stammt aus einer radsportbegeisterten Familie. Der ältere Bruder von Jan Christen (UAE Emirates – XRG) hat bei Q36.5 Pro Cycling seine sportliche Heimat gefunden und ver
23.12.2025Unscheinbare Größe mit starker Saison und viel Grund zum Jubeln (rsn) – 29 Saisonsiege durfte Felix Großschartner in der Saison 2025 mit seiner Mannschaft feiern und erstmals seit 2021 war auch ein eigener erster Platz außerhalb von Österreichischen Meistersc
21.12.2025Einen Schritt hinter den Schnellsten - aber der Tour-Traum lebt(rsn) – Ein Jahr ohne Sieg – das kann für einen Sprinter nicht zufriedenstellend sein, räumte Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) unumwunden ein. Zumal 2025 die erste Saison seit 2015 war, in der
31.01.2026Radsport live im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die w
31.01.2026Wollaston mehrmals abgehängt und doch die Schnellste in Geelong (rsn) – Ally Wollaston (FDJ United – Suez) hat zum zweiten Mal in Folge das Cadel Evans Great Ocean Road Race (1.WWT) im australischen Geelong gewonnen. Die Neuseeländerin setzte sich bei der 9.
30.01.2026Kuschla: Im letzten U23-Rennen sind die Top 20 das Ziel (rsn) – Am Samstag um 13:10 Uhr starten in Hulst die U23-Männer ihr WM-Rennen. Mit vier Fahrern schickt German Cycling sein größtes Aufgebot in den Wettbewerb. Bei seiner Streckenbesichtigung am
30.01.2026In Hulst immer wieder steil auf und nieder (rsn) – Im niederländischen Hulst werden vom 30. Januar bis 1. Februar die UCI-Weltmeisterschaften im Cyclocoross ausgetragen. Auf dem Programm stehen sieben Rennen, wobei das der Elite-Männer das
30.01.2026Evenepoel gewinnt mit 50-km-Solo Trofeo Serra Tramuntana (rsn) – Nach dem Sieg im Teamzeitfahren hat Red Bull – Bora – auch am dritten Tag der Mallorca Challenge (1.1) jubeln können. Mit einer ersten Attacke bereits 55 Kilometer vor dem Ziel löste s
30.01.2026Niederlande eröffnen Cross-WM mit Gold im Team Relay (rsn) – Die erste Goldmedaille der Cross-Weltmeisterschaften von Hulst ging an die Niederlande. Im Team Relay war das von Shirin van Anrooij und Tibor Del Grosso angeführte Oranje-Sextett vor heimi
30.01.2026Auch Vuelta veröffentlicht Liste der teilnehmenden Teams (rsn) – Die Vuelta a Espana hat am selben Tag wie die Tour de France die Liste ihrer am 22. August in Monte Carlos beginnenden 81. Ausgabe bekanntgegeben. Wie es in einer Mitteilung hieß, werden 23
30.01.2026“Größter Sieg der Karriere“: Malucelli schlägt Milan (rsn) - Matteo Malucelli (XDS – Astana) hat auf der 4. Etappe der AlUla Tour (2.Pro) Jonathan Milan (Lidl – Trek) die Show gestohlen und sich auf dem mit 173,4 Kilometer längsten Abschnitt von W
30.01.2026“Spontan entschieden“: Meisen startet doch in Hulst (rsn) - Entgegen anders lautenden Meldungen wird Marcel Meisen am Sonntag doch an der Cross-WM in Hulst teilnehmen. German Cycling bestätigte das offiziell auf seiner Website und schrieb dazu, dass s
30.01.2026Tour de France mit Tudor und Pinarello, keine Wildcard für Unibet (rsn) – Rund fünf Monate vor dem Grand Départ am 4. Juli in Barcelona hat die ASO die an der 113. Tour de France teilnehmenden Mannschaften bekannt gegeben. Zu den automatisch startberechtigten 1
30.01.2026Soudal-Neuzugang Rex fällt mit Wirbelfrakturen lange aus (rsn) – Nach seinem schweren Sturz auf der 3. Etappe der AlUla Tour wird Laurenz Rex lange ausfallen, wie sein Team Soudal – Quick-Step in einem medizinischen Update am Freitag mitteilte. Demnach
30.01.2026EF Education auf Mallorca mit neuem Zeitfahrmaterial unterwegs (rsn) - Nachdem EF Education - EasyPost bei der Tour Down Under bereits mit einer unveröffentlichten Version des Cannondale-Straßenrades unterwegs gewesen war, hat der amerikanische Hersteller nun a