Bauhaus Siebter auf 4. AlUla-Etappe

“Größter Sieg der Karriere“: Malucelli schlägt Milan

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Matteo Malucelli (XDS – Astana) hat die 4. Etappe der AlUla Tour gewonnen. | Foto: Cor Vos

30.01.2026  |  (rsn) - Matteo Malucelli (XDS – Astana) hat auf der 4. Etappe der AlUla Tour (2.Pro) Jonathan Milan (Lidl – Trek) die Show gestohlen und sich auf dem mit 173,4 Kilometer längsten Abschnitt von Winter Park zu den Shalal Sijyat Rocks den Sieg vor seinem Landsmann gesichert.

Der 32-jährige Italiener wartete im Finale lange ab, er vom Hinterrad seines Landsmanns Milan antrat und sich seinen ersten Saisonsieg scherte. Hinter dem Gewinner der ersten beiden Etappen, der sich mit Rang zwei begnügen musste, aber seine Führung in der Punktewertung ausbaute, wurde der Niederländer Frits Biesterbos (Picnic – PostNL).

“An den ersten beiden Tagen waren meine Beine nicht so gut, aber das war nach drei Monaten ohne Rennen normal. Gestern lief es schon besser und heute war es perfekt. Dieses Finale war richtig gut für mich, denn ich mag solche Zielpassagen ohne Kurven. Ich nahm mir Milans Hinterrad und zog auf den letzten 100 Metern an ihm vorbei“, kommentierte Malucelli seinen Coup, den er mit seinen begeisterten Teamkollegen im Ziel feierte.

“In meinen zehn Profijahren war ich oft Zweiter hinter einem der großen Champions und wollte unbedingt mal vor einem sein. Heute war das Milan. Vor ihm zu sein – das ist der größte Sieg meines Lebens und ich hoffe, jetzt zu den größten Sprintern der Welt zu sein“, fügte der Routinier an.

Tagesvierter wurde der Schweizer Robin Froidevaux (Tudor) vor dem Franzosen Jason Tesson (TotalEnergies). Dagegen spielten die deutschen Hoffnungen keine Rolle im Kampf um den Tagessieg. Pascal Ackermann (Jayco – AlUla) war viel zu früh im Wind und wurde auf den letzten Metern von den Konkurrenten bis auf Rang 21 durchgereicht, Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) landete schließlich hinter dem Italiener Matteo Moschetti (Pinarello - Q36.5) auf Rang sieben.

Yannis Voisard (Tudor) verteidigte am Tag nach seinem Etappensieg das Grüne Trikot des Gesamtführenden. Der Schweizer geht mit vier Sekunden Vorsprung gegenüber dem Portugiesen Afonso Eulalilo (Bahrain Victorious) auf die morgige Schlussetappe, die der Kolumbianer Sergio Higuita (XDS – Astana / +0:06) als Gesamtdritter in Angriff nehmen wird.

Zwar wurde auf der erwarteten Windkante das Feld auch am vorletzten Tag der Rundfahrt früh auseinandergerissen, wobei in der 16-köpfige Spitzengruppe auch der Schweizer Jan Christen (UAE – Team – Emirates) dabei war. Die Ausreißer konnten sich auf brettebenem Terrain zwar einen Vorsprung von rund zwei Minuten erarbeiten, doch Voisards Team sorgte im Feld für Tempo und stellten die Gruppe bereits 56 Kilometer vor dem Ziel.

Zwischenzeitlich abgehängt war neben dem Gesamtzweiten Higuita und auch Sprinter Matteo Moschetti (Pinarello – Q36.5) - doch gut 30 Kilometer vor Schluss waren sie mit einigen weiteren Fahrern zurück im Feld, in dem es im Finale trotz weiter starkem Wind zu keinen weiteren Splits kam. Der Brite Zeb Kyffin (Terengganu) versuchte es eingangs der letzten 15 Kilometer noch mit einer Überraschungsattacke, mit der er sich rund eine halbe Minute Vorsprung herausfuhr. Doch die Sprinterteams ließen nichts mehr anbrennen und fingen den späten Ausreißer gut sieben Kilometer vor dem Ziel.

Das Streckenprofil der 4. Etappe der AlUla Tour| Foto: Veranstalter

Danach spannte sich Tudor bis zur Drei-Kilometer-Marke vor das Feld, wo dann auf breiter und schnurgerader Straße wieder die Helfer der Sprinter übernahmen. Zunächst zog Modern Adventure mit drei Fahrern nach vor, um dann von Bahrain und Jayco verdrängt zu werden. Die Australier führten das Feld in die letzte Kurve, wo Ackermann dann aber nur noch einen Fahrer vor sich hatte und viel zu früh den Sprint eröffnen musste.

Besser machten es Milan und Bauhaus, die erst später antraten und den Sieg unter sich auszumachen schienen. Doch die beiden hatten die Rechnung ohne Malucelli gemacht, der lange wartete, ehe er aus Milans Windschatten heraus seinen Sprint anzog und auf den letzten Metern noch an seinem Konkurrenten vorbeijagte.

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