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07.12.2025 | (rsn) - Gerade einmal fünf Renntage fanden sich im Jahreskalender der Straßenolympiasiegerin von 2021, der Österreicherin Anna Kiesenhofer. Nach zwei Saisons in der WorldTour trat sie zumindest sportlich wieder einen Schritt kürzer, suchte keine Vertragsverlängerung oder ein neues Team, sondern legte wieder ihren Fokus auf sich selbst.
“Ich bin nach wie vor noch Profi-Radsportlerin, aber ich wollte mich dem Druck nicht mehr aussetzen für ein Team zu fahren“, erzählte sie gegenüber radsport-news.com. Unterstützer hat sie aber weiterhin und wird auch noch dem Rennsport erhalten bleiben, zum einen als Zeitfahrspezialistin, aber seit 2025 auch als Trainerin. ___STEADY_PAYWALL___
Denn mittlerweile schreibt die 31-Jährige als selbstständige Trainerin Pläne für die Athletinnen von Picnic – PostNL. “Es gibt so viele Faktoren zur Leistungssteigerung im Radsport und auch dabei kann ich meine Faszination weiter ausleben. Dennoch habe ich auch noch meine Ziele“, meinte sie.
Bei den nationalen Titelkämpfen wurde sie Zweite hinter Christina Schweinberger (Fenix – Deceuninck), 33 Sekunden fehlten ihr im Burgenland auf dem 25,4 Kilometer langen Parcours rund um Frauenkirchen auf ihre schärfste Kontrahentin in Österreich. Doch die Vorbereitung auf ihre erst spät beginnende Saison war beeinträchtigt von Knieproblemen.
“Ich habe ein wenig eine schiefe Beinachse, was bedeutet, dass mein Knie beim Treten innen wegknickt. Das habe ich schon ewig und es gibt auch viele Athletinnen, die das auch haben, ich nehme aber an, dass es für meine Probleme verantwortlich war“, erzählte die Österreicherin, die daher ihre eigenen Trainingseinheiten stark reduzieren musste.
Anna Kiesenhofer wird Zweite bei den Zeitfahrmeisterschaften in Österreich in diesem Jahr. | Foto: Reinhard Eisenbauer
“Daher war die Saison auch von den Rennen und Ergebnissen nicht so das Highlight, aber ich habe viel gelernt und mitgenommen, vor allem die Wahrnehmung für den eigenen Körper“, so Kiesenhofer, die mit ihrem Auftritt bei den Meisterschaften das Ticket für das rot-weiß-rote Team für die Weltmeisterschaften in Kigali als auch die Europameisterschaften in der Ardèche löste.
“Speziell die Weltmeisterschaften sind für mich noch so eine unerledigte Angelegenheit“, meinte sie. Sechsmal stand sie bei den Welttitelkämpfen am Start, als bestes Ergebnis steht ihr ein zehnter Rang 2022 im australischen Wollongong zu Buche. In Kigali landete sie auf Rang 17, eine Woche später folgte Platz 20 bei den Europameisterschaften.
Im Zeitfahren der Europameisterschaften in der Ardèche gibt es Rang 20 für die Olympiasiegerin von 2021. | Foto: Arne Mill/Cycling Austria
“Die Vorbereitung war durch die Knieverletzung beeinträchtigt, aber das Problem ist gelöst. Die Ergebnisse blieben daher im Bereich des Erwartbaren für mich, aber ich würde lieber ganz vorne mitfahren. Ich weiß, dass im Zeitfahren meine Stärke liegt und fühle mich wohl und glücklich dabei. Ich bin mir auch sicher, da kommt noch einiges in den nächsten Jahren“, gab sie sich kämpferisch und unterstrich, dass sie sich auch 2026 nicht von ihrem Weg als teamfreie Fahrerin lösen wird.
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