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21.11.2025 | (rsn) - In der Saison 2025 entwickelte sich Ben Felix Jochum kontinuierlich weiter. Der 21-Jährige vom Team Lotto – Kern-Haus – PSD Bank zeigte sowohl auf der Straße als auch auf der Bahn stabile Leistungen und machte in seinem dritten Jahr im KT-Bereich einen klaren Schritt nach vorn.
Beginnend mit einem starken Frühjahr in Griechenland bis hin zu überzeugenden Ergebnissen bei nationalen und internationalen Nachwuchsrennen präsentierte sich Jochum als vielseitiger Fahrer, der sich auch über erste Podiumsplatzierungen in UCI-Rennen freuen konnte. Aber auch der sechste Platz bei der U23-Ausgabe von Gent-Wevelgem stach heraus.___STEADY_PAYWALL___
Mit seinen Vorstellungen qualifizierte sich der Wuppertaler nicht nur für die Bahn-WM in Chile, sondern erstmals auch für eine Internationale Meisterschaft auf der Straße.
Der März hielt für Jochum ein intensives Rennprogramm bereit. Nach zwei Tagen bei der Visit South Aegan Islands Rundfahrt (2.2), die er auf Rang 23 abschloss, gelang ihm wenige Tage später sein erstes UCI-Podium. Beim Rhodes GP (1.2) setzte er sich in einem von Attacken geprägten Finale mit zwei weiteren Fahrern ab und sprintete auf den dritten Platz.
Seine starke Form bestätigte er bei der anschließenden Tour of Rhodes (2.2): Bei der viertägigen Rundfahrt hielt er sich mit Top-Ten Platzierungen auf den ersten beiden Etappen in Schlagdistanz und konnte bei der Ankunft einer dreiköpfigen Spitzengruppe am Schlusstag erneut den dritten Platz belegen, der ihn auf Rang zwei in der Gesamtwertung vorrücken ließ.
Ein Auge fürs Finale: Seine ersten internationalen Podien fuhr Ben Jochum aus Ausreißergruppen heraus ein. | Foto: cyclingphotos.gr
Im Anschluss an den Rennblock in Griechenland nahm Jochum an der Olympia's Tour (2.2) teil. Nach vorderen Platzierungen auf jeder Etappe der fünftägigen Rundfahrt beendete er das niederländische Rennen schließlich auf dem 26. Rang.
Der April startete mit einem Höhepunkt: der U23-Ausgabe von Paris–Roubaix. Auf dem ikonischen Pflaster des französischen Frühjahrsklassikers zeigte Jochum Kampfgeist und erreichte nach einem turbulenten Rennverlauf als bester Fahrer seines Teams das Ziel auf einem starken 22. Platz.
Die darauffolgenden Rundfahrten in Loir-et-Cher und der Bretagne brachten ihm zwar keine persönlichen Spitzenresultate, doch er spielte eine wichtige Rolle für die Teamerfolge. Silas Koechs erster UCI-Sieg sowie Alexandre Kess’ zweiter Gesamtrang bei der Tour de Bretagne (2.2) wurden auch durch seine Arbeit möglich.
Wertvolle Helferdienste: Bei zwei Rundfahrten in Frankreich war Jochum Teil einer erfolgreichen Mannschaft von Lotto – Kern-Haus – PSD Bank. | Foto: cyclingphotos.gr
Dass die französischen Rennen eine ideale Vorbereitung auf die weiteren Rennen waren, zeigte sich bei Gent–Wevelgem der U23: Jochum erkannte rechtzeitig die Rennsituation, sprang in die früh formierte Spitzengruppe und belohnte sich mit Rang sechs. Eine Woche später setzte er seine aktive Fahrweise bei Rund um Köln (1.1) ebenfalls in einer Ausreißergruppe fort.
Im Mai folgte in Luxemburg der anspruchsvolle Flèche du Sud (2.2). Mit stabilen Leistungen auf jeder Etappe und einer Top-10-Platzierung zum Abschluss erreichte Jochum Gesamtrang elf sowie Platz vier in der Nachwuchswertung. Auch bei der U23-DM bestätigte er seine positive Entwicklung: Wenn auch knapp am Podium vorbei, bedeuteten Platz vier im Zeitfahren und Rang fünf im Straßenrennen seine besten Ergebnisse bei nationalen Nachwuchsmeisterschaften.
Aber auch auf der Bahn lief es rund. Bei den Deutschen Meisterschaften gewann er mit dem NRW-Vierer die Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung und verpasste im Madison als Vierter nur knapp eine weitere Podiumsplatzierung.
Bei deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften auf der Bahn war Jochum in der Verfolgung im Einsatz. | Foto: Cor Vos
Auch international präsentierte er sich stark: Bei der U23-EM in Anadia holte Jochum Silber in der Mannschaftsverfolgung, wurde Vierter im Punktefahren und Sechster in der Einerverfolgung. Diese Ergebnisse brachten ihm schließlich die Nominierung für die Bahn-Weltmeisterschaft in Chile ein, an der er im Oktober teilnahm.
Zur Vorbereitung startete Jochum unter anderem bei zwei belgischen Pro-Kermesses, in denen er einmal Rang drei belegte, sowie bei der U23-EM auf der Straße, die er als 27. beendete.
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