Mason starker Zweiter beim X2O-Auftakt

Thibau Nys ist der Prinz des Koppenbergs

Von Kevin Kempf

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Thibau Nys (Baloise Glowi Lions) hat zum zweiten Mal in ihrer Karriere den Koppenbergcross gewonnen. | Foto: Cor Vos

01.11.2025  |  (rsn) – Thibau Nys (Baloise – Glowi Lions) hat zu seinem Saisondebüt beim Koppenbergcross die Konkurrenz dominiert. Der Europameister aus Belgien war zum Auftakt der X2O Badkamers Trofee in Oudenaarde 21 Sekunden schneller als der Brite Cameron Mason (Seven). Den dritten Platz belegte der Niederländer Pim Ronhaar (Baloise – Glowi Lions), der 1:44 Minuten nach dem Sieger über den Zielstrich kam.

Mit Rang vier feierte Koppenberg-Spezialist Victor Van de Putte (Deschacht – Hens) das beste Ergebnis seiner Karriere. Sein Teamkollege Toon Aerts wurde vor Lars van der Haar (Baloise – Glowi Lions) Fünfter.

Neunmal gewann Sven Nys in Oudenaarde, was ihm den Spitznamen “Der König des Koppenbergs“ einbrachte. Sein Sohn feierte am Samstag seinen zweiten Erfolg auf dem wohl schwersten Parcours der Crosssaison, auf dem er bereits 2023 erfolgreich war. Und der gelang ihm scheinbar mühelos. “Das sah vielleicht so aus, aber ich kann versichern, dass ich mich ganz schön gequält habe“, versicherte der 22-Jährige dagegen im Ziel-Interview.

“Ich habe eine Stunde gegen mich selbst gekämpft. Ich hatte zwar schnell alles unter Kontrolle, aber auch dann muss man noch eine Stunde am Limit fahren. Wenn man ein paar Reserven einbaut, geschehen gleich automatisch Fehler. Das geht nicht. Man muss immer am Limit bleiben“, so Nys, der auf der Straße dieses Jahr beim GP Indurain (1.Pro) ebenfalls seinen Saisonauftakt gewann. Dabei blieb es dann aber auch.

Nach einer schwachen Saison 2024/2025 ist Mason wieder zurück auf dem Niveau, mit dem er vor zwei Jahren in die Weltelite vorstieß. Der Britische Meister sicherte sich seinen ersten Podiumsplatz bei einem Klassementcross seit Anfang Dezember 2023, als er Zweiter bei der Superprestige in Boom wurde. Gewinnen konnte der 25-Jährige auf diesem Niveau noch nicht. “Ich bin sehr zufrieden. Heute war fast wie ein Zeitfahren für mich, was auch so geplant war. Ich wusste, dass ich einer der Schnellsten auf dem Kurs war und probierte einfach, mein eigenes Rennen zu fahren“, meinte Mason im Ziel-Interview.

Auch zwei Deutsche hatten die Reise nach Oudenaarde auf sich genommen. Doch weder Matteo Oberteicher (Pure Energy Drink – Haro Bikes), der aufgab, noch Jonas Köpsel (Radsport Nagel), der auf Rang 27 gewertet wurde, konnten das Rennen zu Ende fahren.

Im Gesamtklassement liegt Nys nach dem ersten Rennen mit 21 Sekunden Vorsprung auf Mason in Führung. Dritter ist Ronhaar, der 1:59 Minuten Rückstand aufweist. Das zweite von acht X2O-Rennen findet bereits am morgigen Sonntag beim Rapencross in Lokeren statt.

So lief die X2O Badkamers Trofee in Oudenaarde:

Van de Putte bestimmte fast die gesamt Auftaktrunde das Tempo und als sein Teamkollege Aerts in der Abfahrt an zweiter Position liegend in der Absperrung einfädelte und stürzte, entstand sogar eine Lücke. Die verspielte van de Putte mit einem technischen Fehler an einem kleinen Hügel, so dass Mason und Ronhaar wieder herankamen. Das Duo setzte sich danach ab und wurde kurz vor der ersten Zielpassage von Jente Michels (Alpecin – Deceuninck) und dem stark aufkommenden Nys eingeholt.

Der Europameister sprengte dann auch in der nächsten ansteigenden Passage das Quartett. Mason blieb in seiner Nähe und schaffte wenig später auch den erneuten Anschluss, den er aber kurz darauf auf dem Kopfsteinpflasteranstieg wieder verlor. Die dritte von sechs Runden nahm er zehn Sekunden vor dem Zweiten in Angriff, Ronhaar und Michels lagen jeweils 25 Sekunden hinter dem Spitzenreiter.

Seinen Rückstand konnte Mason anschließend fast wettmachen, doch in einer Laufpassage war Nys deutlich schneller. Ronhaar schüttelte derweil Michels ab, der zu allem Überfluss auch noch Kettenprobleme hatte. Auf dem Kopfsteinpflaster war Nys erneut deutlich besser als Mason, der mit 18 Sekunden Rückstand auf die zweite Rennhälfte ging. Michels hatte weiter unten im Anstieg zum zweiten Mal Materialpech und fiel ganz weit zurück.

In der Abfahrt erwischte es dann Mason in der Traverse. Er stieg über den Lenker ab, landete mit dem Kinn voraus im Matsch, konnte aber schnell wieder auf sein Rad springen und das Rennen fortsetzen. Die vorletzte Zielpassage erreichte er 25 Sekunden nach Nys und derer 26 vor Ronhaar.

Van de Putte hatte den auf Rang vier liegenden Aerts überholt, dahinter tauchten aber Gerben Kuypers und van der Haar auf. Nys nahm die letzte Runde 28 Sekunden vor Mason in Angriff. Spannend wurde so im Finale nur noch der Kampf um den vierten Rang. Den sicherte sich Van de Putte neun Sekunden vor seinem Kapitän.

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