Start in Katalonien mit Teamzeitfahren

Fakten und Gerüchte zur Strecke der Tour de France 2026

Von Jan Zesewitz

Foto zu dem Text "Fakten und Gerüchte zur Strecke der Tour de France 2026"
Geraint Thomas, Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard am Anstieg nach Alpe d´Huez bei der Tour de France 2022. | Foto: Cor Vos

20.10.2025  |  (rsn) – Am 23. Oktober wird die ASO um Präsident Christian Prudhomme die Strecke der Tour de France 2026 offiziell bekanntgeben. Schon vor der großen Zeremonie in Paris im Beisein einiger Superstars des Radsports sind Details der Strecke bekannt – andere Einzelheiten lassen sich aus der Gerüchteküche der internationalen Medienlandschaft zusammensetzen.

Das wissen oder vermuten wir zur Route der Tour 2026:

Starten wir mit den Fakten. Die Tour findet im kommenden Jahr vom 4. bis zum 26. Juli statt. Der Grand Départ ist in Barcelona und damit zum zweiten Mal nach 2023 in Spanien. Damals begann die Tour in Bilbao. Der Auftakt ist diesmal historisch: Zum ersten Mal wird die Grand Boucle mit einem Mannschaftszeitfahren beginnen. Dieses wird 19,7 Kilometer lang sein und mit dem Olympiaberg Montjuic ein sehr anspruchsvolles Finale beinhalten. Die Zeitabstände könnten schon am ersten Tag recht beträchtlich sein.

Die 2. Etappe beginnt außerhalb der katalanischen Hauptstadt in Tarragona. Das Ziel findet auf einem ähnlichen Rundkurs wie das Zeitfahren am Tag zuvor statt, das Ziel soll sich erneut nahe am Montjuic befinden. Dieser Anstieg ist traditionell Teil der Schlussetappe der Katalonien-Rundfahrt. Häufiger kam es vor, dass sich auf diesem Rundkurs in der Gesamtwertung größere Änderungen ergeben haben. Mit dem Start der 3. Etappe in Granollers enden die Gewissheiten. Die ASO ließ verlauten, dass es von dort aus "in Richtung der französischen Grenze zu einem noch nicht enthüllten Ziel" gehen solle.

Gerüchte: Die Rückkehr von Alpe d‘Huez

An dieser Stelle müssen sich die Fans der Frankreich-Rundfahrt bis zur Präsentation am Donnerstag auf Gerüchte verlassen. Laut ICI Occitanie soll das Ziel der 3. Etappe auf 1800 Meter Höhe in Les Angles liegen – das würde einen dritten, sehr anspruchsvollen Tag für das Peloton bedeuten. Der Tross wird in den kommenden Tagen durch die Pyrenäen fahren. "Lieblings-Etappenort" Pau am Fuß des Gebirges könnte das Ziel der 5. und der Start der 6. Etappe sein. Laut Sudouest wird erstmals der Col de Tentes Teil der Tour-Strecke sein und diese damit erstmals Station im spektakulären Natur-Kolosseum Cirque du Gavarnie machen.

Das zweite Wochenende ist noch unklar, ein Finish in Bordeaux wird kolportiert – üblicherweise eine Sprinter-Hochburg. Der erste Ruhetag könnte an der Dordogne im Departement Cantal stattfinden. Am französischen Nationalfeiertag soll das Zentralmassiv in Angriff genommen werden – mit einer Ankunft in Le Lioran, wo Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) 2024 einen emotionalen Etappensieg im Sprint gegen Tadej Pogacar (UAE Emirates – XRG) feierte.

Auch die Vogesen sollen in der Tour-Strecke 2026 besucht werden – auch ein Finish am Planche des Belles Filles ist möglich. Das große Finale dürfte allerdings in den Alpen steigen. Als nahezu sicher gilt, dass es erstmals seit 2022 eine Rückkehr nach Alpe d’Huez geben wird. Zuvor dürfte laut VeloWire der zweite Ruhetag in Thonon-les-Bains abgehalten werden, gefolgt von einem Zeitfahren in der Nähe. Das könnte auch im Rahmen eines Bergzeitfahrens zum Plateau de Solaison geschehen – hier sind sich de Publikationen uneins. Auch eine reguläre Bergankunft wäre denkbar.

Wenig bekannt ist bisher über die vorletzte 20. Etappe, dafür wird es wohl im Finale in Paris wie schon im Jahr 2025 über den Montmartre gehen, wo Wout Van Aert (Visma – Lease a Bike) mit seiner Attacke in der Schlussrunde für einen furiosen Abschluss der Tour sorgte.

Tour de France Femmes: Schweizer Start und Ventoux-Finale

Am selben Tag wie die Männerstrecke wird auch die Route der Tour de France Femmes vorgestellt. Der Grand Départ am 1. August 2026 erfolgt in Lausanne in der Schweiz. Es ist der zweite ausländische Start in der jungen Geschichte der wieder aufgelegten Tour – 2024 ging es in Rotterdam los. Die 2. Etappe führt von Aigle nach Genf, bevor es von der Westschweizer Stadt nach Frankreich im Rahmen der 3. Etappe geht. Die ersten beiden Tage werden durchaus hügelig sein mit einigen Anstiegen im Finale. Organisations-Chefin Marion Rousse sprach von einem "Puncheur-freundlichen" Finale der 1. Etappe und einem möglichen Sprint zum Ende der 2. Etappe.

Sicher ist, dass Dijon Schauplatz eines Einzelzeitfahrens sein wird – aller Wahrscheinlichkeit nach im Rahmen der 4. Etappe. Nach Tradition der Tour de France Femmes bildet ein legendärer Tour-Anstieg den Rahmen für das große Finale am Abschlusswochenende. Bei der Austragung 2025 war es der Col de la Madeleine, im Jahr zuvor Alpe d’Huez, davor der Col du Tourmalet und bei der ersten Austragung 2022 die Planche des Belles Filles.

2026 wird es der Mont Ventoux sein – wohl am Ende der 7. Etappe. Über die letzte  Etappe ist noch nichts bekannt, die Zeitung Le Dauphiné Libére tippt aber auf ein "alpines Finale". In wenigen Tagen werden die Fans Gewissheit zu beiden Rennen haben.

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