Italiener jubelt nach Sardinien-Auftakt

Favorit Zana zieht im Sprint gegen Garibbo den Kürzeren

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Nicolò Garibbo (Ukyo, li.) hat überraschend den Auftakt der Sardinien-Rundfahrt gegen Filippo Zana (Soudal - Quick-Step) gewonnen. | Foto: Cor Vos

25.02.2026  |  (rsn) – Nicolò Garibbo (Ukyo) hat den Auftakt des nach 25-jähriger Unterbrechung wiederbelebte Giro di Sardegna (25. Februar – 1. März / 2.1) für sich entschieden. Der 26-jährige Italiener schlug nach 190 Kilometern von Castelsardo nach Bosa im Sprint einer vierköpfigen Ausreißergruppe knapp seinen Landsmann Filippo Zana (Soudal Quick-Step), der sich mit Platz zwei begnügen musste.

Tagesdritter wurde der Spanier Urko Berrade (Equipo Kern Pharma), Rang vier ging an Zanas Landsmann und Teamkollegen Gianmarco Garofoli, der sich in den Dienst seines Kapitäns gestellt und die Gruppe auf die lange Zielgerade geführt hatte. Dann unterlag der Giro-Etappensieger völlig überraschend Garibbo, der mit seinem ersten Profisieg auch die Führung im Gesamtklassement der fünftägigen Rundfahrt übernahm.

 

"Das ist unglaublich. Zu Beginn hatte ich mich gar nicht gut gefühlt, aber am Berg habe ich mich dann besser gefühlt und habe dann einige Male versucht zu attackieren, dann habe ich mich aber entschlossen, Kräfte zu sparen. Als Garifoli attackierte, bin ich ihm gefolgt. Ich habe gar keine Worte für das, was dann geschehen ist“, sagte ein den Tränen nahe Garibbo im Ziel zu seinem Coup.“Ich habe jeden Tag im Wintertraining mein Bestes gegeben, um mein Level anzuheben. Ich freue mich auch für das Team, weil es an mich geglaubt hat. Wir haben einen großartigen Job heute gemacht. Ich will jetzt gar nicht an morgen denken, sondern nur an diesen unglaublichen Sieg“, fügte der Etappengewinner an.

Wie stark sich Garibbos Team präsentierte, belegt ein Blick auf die Ergebnisliste. Mit den Italienern Tommasso Dati (9.) und Federico Iacomoni (10.) landeten zwei weitere Ukyo-Fahrer in den Top Ten. Das Duo kam mit dem reduierten Feld ins Ziel, aus dem heraus sich 53 Sekunden hinter dem Sieger der für Team Vorarlberg fahrende Italiener Giacomo Ballabio den fünften Platz sicherte.

Auch zwei Fahrer der Red-Bull-Rookies kamen zeitgleich mit dem nur noch 25-köpfigen Feld ins Ziel. U23-Weltmeister Lorenzo Finn belegte Rang 26 vor dem Schweizer Colin Stüssi (Vorarlberg), sein deutscher Teamkollege Max Bock wurde auf dem 30. Platz geführt.

Vor der 2. Etappe liegt Garibbo im Klassement vier Sekunden vor Zana, dem sich bereits morgen auf ähnlich anspruchsvollen Terrain die Chance auf Revanche bietet. Bereits jetzt aber hat der Soudal-Neuzugang beste Chancen auf den Gesamtsieg, da seine vermeintlich größten Gegner, abgesehen von Berrade, bereits fast eine Minute Rückstand aufweisen.

 

Zana hatte am schwersten Berg des Tages (2.Kat.) 60 Kilometer vor dem Ziel attackiert und hatte zur fünfköpfigen Ausreißergruppe des Tages aufgeschlossen. Kurz darauf löste er sich gemeinsam mit Roberto González (Solution Tech – Nippo Rali) von seinen Begleitern.

Hinter dem Duo formierte sich ein Verfolgertrio mit Berrade, Garibbo sowie Zanas Teamkollegen Garofoli. Dieser kleinen Gruppe saß allerdings das noch rund 40-köpfige Feld im Nacken. Gut 20 Kilometer vor dem Ziel schlossen die Jäger zu Zana und González auf.

Das Streckenprofil der 1. Etappe des Giro di Sardegna | Foto: Veranstalter

Der Panamese konnte kurz darauf dem Tempo in der Gruppe nicht mehr folgen, und auch das Feld kam nicht näher an die noch vier Spitzenreiter heran. Im Gegenteil: Das Quartett baute seinen Vorsprung seinen Vorsprung auf rund eine Minute aus und machte schließlich den Sieg unter sich aus.

Garofoli eröffnete mit seiner Attacke 1,5 Kilometer das Finale und führte die Gruppe auf die lange Zielgerade, wo sein Teamkollege Zana 200 Meter vor dem Ziel direkt hinter Garibbo von dritter Position aus antrat, sich in einem lang gezogenen Sprint dann aber völlig überraschend dem Außenseiter geschlagen geben musste.

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