Niedermaier belohnt starke Leistung mit Blauem Trikot

Vollering beendet im Baskenland die SD-Worx-Serie

Von Kevin Kempf

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Demi Vollering (FDJ – Suez) kletterte im Baskenland am besten. | Foto: Cor Vos

18.05.2025  |  (rsn) – Täglich grüßt das Murmeltier. Genau wie im letzten Jahr gewann Demi Vollering (FDJ – Suez) nach einem Solo die 3. Etappe und die Gesamtwertung der Itzulia Women (2.WWT), nachdem ihre Landsfrau Mischa Bredewold (SD Worx – Protime) die ersten beiden Teilstücke für sich entrschieden hatte. Sarah van Dam (Ceratizit) wurde Tageszweite, Justine Ghekiere (AG Insurance – Soudal) komplettierte das Podium vor Evita Muzic (FDJ – Suez) und Thalita de Jong (Human Powered Health).

Bredewold belegt im Klassement mit 48 Sekunden Rückstand den zweiten Rang. Van Dam landete dank ihrer Tagesplatzierung auch in der Gesamtwertung auf dem Podest. Ghekiere beendete die Rundfahrt vor de Jongh auf Platz vier, die Tagesachte Antonia Niedermaier (Canyon – Sram – zondacrypto) findet sich im Klassement auf Position sieben wieder, womit sie als beste Nachwuchsfahrerin das Blaue Trikot mit nach Hause nehmen darf.

Durch den Sieg von Vollering endet im Baskenland eine bemerkenswerte Serie von SD Worx – Protime, das bei den bisherigen vier Ausgaben der Itzulia Women alle Etappen gewonnen hatte. Sechs von ihnen - und zwei Gesamtsiege - hatte sich Vollering gesichert, die vor Beginn dieser Saison von den Niederländern zu FDJ gewechselt war. Die Weltranglistenerste zeigte im letzten Anstieg allen Konkurrentinnen das Hinterrad. “Nur dann weiß man es ganz sicher“, erklärte sie im Ziel-Interview.

“Ich musste auch Zeit auf Mischa gewinnen und konnte deswegen nicht warten. Wenn es einen Berg gibt, weiß ich, wie stark ich bin – obwohl ich gestern gestürzt war. Ich war heute etwas steif und mir taten die Muskeln weh, aber es ging mir schon schlechter“, erinnerte sich Vollering an ihren Steißbeinbruch bei der Tour de France des letzten Jahres. “Ich muss einfach an mich glauben und alles geben“, meinte sie weiter bevor sie die Arbeit ihres Team lobte.

Liane Lippert (Movistar) war nach ihrem zweiten Rang vom Vortag wegen Krankheit nicht zur Schlussetappe angetreten. Dafür vertrat Niedermaier die deutschen Farben stark. Die 22-Jährige konnte Vollering am längsten folgen und wurde erst in der Abfahrt von der Verfolgergruppe, die um Platz drei kämpfte, gestellt. Nach ihrem siebten Rang zum WorldTour-Auftakt bei der UAE Tour (2.WWT) Anfang Februar war es das zweite Topresultat der U23-Zeitfahr-Weltmeisterin.

Sie holte sich das Blaue Trikot, während Bredewold die Beste im Punkteklassement wurde. Die Bergwertung ging an die Gesamtsiegerin.

So verlief die 3. Etappe der Itzulia Women:

Nachdem sich in der Anfangsphase niemand längerfristig absetzen konnte, lösten sich nach 30 Kilometern gleich 20 Fahrerinnen, zu denen auch Vollering gehörte. Diese Gruppe hielt zehn Kilometer durch und wurde im Jaizkibel (1.Kat.) wieder eingeholt. Die Bergwertung sicherte sich Amanda Spratt (Lidl – Trek).

Mit noch 54 zu fahrenden Kilometern griffen Sara Martin (Movistar) und Célia Le Mouel (Ceratizit) an. Das Duo bekam etwas mehr als eine Minute Vorsprung, wodurch die Spanierin die virtuell Führende im Klassement war.

Das Streckenprofil der 3. Etappe der Itzulia Women | Foto: Veranstalter

Kurz vor Beginn des Mendizorrotz (2.Kat.) 17 Kilometer vor dem Ziel wurden die beiden aber wieder eingeholt. Kurz danach kletterte Vollering mit ihrer Teamkollegin Muzic, Niedermaier, Bredewold und Mavi Garcia (Liv – Alula – Jayco) der Konkurrenz davon. Muzic und Bredewold konnten dem Tempo mit noch 16 zu fahrenden Kilometern nicht mehr mitgehen. Als Vollering einen Kilometer später die Schlagzahl erhöhte, ging Garcia über Bord, Niedermaier hielt 600 Meter länger durch, bevor auch sie nach einer Haarnadelkurve zurückschalten musste.

Vollering erreichte die Bergwertung 45 Sekunden vor der Deutschen und 1:10 Minuten vor einer Verfolgergruppe mit Bredewold. Die holte Niedermaier im Finale ein, konnte die Spitzenreiterin aber zu keiner Zeit gefährden. Die Niederländerin gewann das Rennen vor van Dam und Ghekiere, die sich unter dem Teufelslappen von ihren Begleiterinnen absetzen konnten.

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