Dritte Plätze für Sprint-Trio und Österreicher Wafler

Deutscher Frauenvierer gewinnt Nations Cup in Konya

Von Peter Maurer

Foto zu dem Text "Deutscher Frauenvierer gewinnt Nations Cup in Konya"
Der deutsche Verfolgungs-Vierer der Frauen bei der EM in Heusden-Zolder (Archivbild) | Foto: Cor Vos

14.03.2025  |  (rsn) – Nur ein einziger UCI Track Nations Cup findet in diesem Jahr im Bahnradsport statt und der ist an diesem Wochenende im neuen Velodrom von Konya in der Türkei angesetzt. Am ersten Tag feierte dabei das deutsche Team die erste Goldmedaille, errungen vom Verfolgungs-Vierer der Frauen, die sich trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Olympiasiegerin Mieke Kröger im Finale gegen Neuseeland durchsetzen konnten.

Bronze gab es außerdem für die Teamsprinterinnen und auch Österreich durfte über einen dritten Platz jubeln: Diesen holte Tim Wafler in der Elimination der Männer.

"Es ist ein schönes Gefühl, denn wir hatten hier nicht erwartet zu gewinnen“, meinte Laura Süßemilch nach dem Finale, wo sich die deutschen Frauen in der Teamverfolgung gegen die Olympiasilbernen aus Neuseeland klar durchsetzen konnten. Die 'Kiwis' mussten im Gegensatz zum Halbfinale allerdings auf Ally Wollaston verzichten, da diese noch im Ausscheidungsrennen im Einsatz war. Bei den deutschen Frauen fehlte Kröger von Beginn an, die durch die junge Messane Bräutigam ersetzt wurde. Die 18-Jährige gab ein erfolgreiches Debüt im Vierer.

"Die größte Herausforderung war die Erkrankung von Mieke“, meinte Franziska Brauße und ihre junge Neo-Teamkollegin Bräutigam fügte an: “Wir hatten einen guten Plan für die drei Rennen und den haben wir sehr gut umgesetzt.“ In der Qualifikation lagen sie noch knapp hinter den Neuseeländerinnen, jedoch verbesserten die vier Deutschen ihre Zeit vom Vormittag in der Ersten Runde gegen Australien und fuhren auch im Finale pfeilschnell. Nach einem guten Start der Deutschen gingen die Neuseeländerinnen zur Halbzeit in Führung. Einen Kilometer später wendete sich aber das Blatt zu Gunsten der vier deutschen Frauen, die dann souverän auf dem letzten Kilometer den Vorsprung weiter ausbauten und in 4:08.024 Minuten siegten.

Teamsprinterinnen wie bei EM Dritte hinter Niederlande und Großbritannien

Bei den Männern wurde der deutsche Vierer Siebter in der Qualifikation in der Besetzung Felix Groß, Nicolas Heinrich, Bruno Keßler und Max-David Briese. Briese wurde dann in der ersten Runde durch Moritz Binder ersetzt. Im Duell um den Einzug ins Kleine Finale unterlag das Quartett zwar Frankreich, verbesserte sich aber im Vergleich zur Qualifikation noch um einen Rang und schloss den Wettkampf auf Rang sechs ab. Der Sieg ging an Australien. Silber holten sich die USA vor Neuseeland, die die Franzosen im Kleinen Finale einholten.

Im Teamsprint der Frauen gab es die zweite deutsche Medaille des Abends durch Lea Sophie Friedrich, Pauline Grabosch und Clara Schneider. Schon in der Qualifikation belegte das Trio den dritten Rang, setzte sich dann in Runde eins gegen Japan durch und im Kleinen Finale gegen die Polinnen. Gold sicherten sich die Niederländerinnen vor Großbritannien, wie schon bei den Europameisterschaften vor einem Monat in Heusden-Zolder.

Die deutschen Männer wurden im Teamsprint Siebte in der Qualifikation, scheiterten dann in der ersten Runde an Japan. Die Asiaten erreichten das Finale, unterlagen dort aber Großbritannien. Die Bronzemedaille ging an Australien. Luca Spiegel, Nik Schröter und Maximilian Dörnbach schlossen das Turnier auf Platz sieben ab.

Wafler sorgt für Österreichs erstes Podium seit 2021

Im Ausscheidungsrennen der Frauen erreichte Lea Lin Teutenberg das Finale und wurde dort beim Sieg der Mexikanerin Yareli Acevedo Siebte. Bei den Männern landete Moritz Malcharek auf Platz 22. Besser erging es dem Österreicher Tim Wafler. Der 23-Jährige wurde Dritter hinter dem Belgier Jules Hesters und dem Dänen Noah Wulff. Für die Alpenrepublik war es das erste Podium in einem Nations Cup Event seit 2021.

"Nachdem ich bei den letzten beiden Europameisterschaften zweimal in dieser Disziplin so knapp am Podium vorbeischrammte, wollte ich es diesmal sicherstellen und habe richtig viel investiert“, erzählte der Wiener, der von Beginn an immer in den vordersten Positionen zu finden war und erst als zweitletzter Fahrer im 24-köpfigen Finalfeld die Segel streichen musste.

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