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25.10.2025 | (rsn) – Drei Mal wurde Roger Kluge schon Weltmeister auf der Bahn und jedes Mal klappte es mit dem Regenbogentrikot im Madison, dem Zweier-Mannschaftsfahren. In den Einzelbewerben gab es zweimal Silber, 2016 im Omnium und 2022 im Punkterennen. Will er seine Bilanz vor seinem 40. Geburtstag am 5. Februar des kommendes Jahres noch aufbessern, bleibt für ihn nur mehr das Madison, nachdem er am Freitag Fünfter im Punktefahren wurde.
“Das ist jetzt kein schlechtes Ergebnis, ich war ja nicht weit weg von der Medaille. Die ist aber immer jetzt das Ziel für mich“, meinte Kluge nach dem Rennen im Gespräch mit RSN und zeigte sich nicht unzufrieden Fazit über seinen Einstand in die Titelkämpfe in Santiago de Chile. “Zumindest lief es besser als bei den letzten beiden internationalen Meisterschaften“, fügte er an. ___STEADY_PAYWALL___
Vor einem Jahr wurde Kluge in Kopenhagen Achter im Punkterennen, die Europameisterschaften zu Anfang des Jahres brachten einen siebten Rang. Dafür holte er EM-Silber sowie den Weltmeistertitel an der Seite von Tim Torn Teutenberg im Madison. Deshalb scheint alles auf Schiene zu sein bei Kluge, der diesmal im Zweier-Mannschaftsfahren mit Moritz Augenstein antritt, der wiederum in Chile seine starke Form mit dem Weltmeistertitel im Scratch schon unter Beweis stellte.
“Moritz hat das gut gemacht. Der Samstag wird mit dem Omnium zwar hart und lang für ihn, aber er ist gut drauf und am Sonntag sicher noch fit“, so Kluge, der gute Chancen für das deutsche Duo sieht: “Auch wenn ich wieder einen neuen Partner habe, so ist alles möglich.“ Für die beiden sprechen nicht nur die gute Form, sondern auch die Erfahrung von Kluge, die er im Punkterennen wieder eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Denn agierte er im ersten Teil des Rennens noch verhalten und defensiv, so fand der 39-Jährige genau zur richtigen Zeit zurück in den Medaillenkampf. “Ich habe zu Beginn nicht die richtigen Züge gefunden, außerdem hat Joshua Tarling fast jede Attacke gekontert zunächst“, erinnerte sich der Deutsche, der aber am Ende fast ein wenig die Brechstange auspacken musste, um wieder zurückzufinden mit einem langen Fluchtversuch, an dem sich auch der US-Amerikaner Peter Moore und der Australier Conor Leahy beteiligten.
Während Moore sich sofort die Bonusrunde, seine zweite in diesem Rennen holte, wartete Kluge noch mit Leahy hinter dem Feld den nächsten Zwischensprint ab, welchen er gewann und sich somit weitere fünf Punkte auf seinem Konto gutschreiben lassen konnte. Zehn Runden zuvor hatte das Duo in umgedrehter Reihenfolge die Zähler eingefahren. “Dort hätte ich vielleicht drei Prozent mehr investieren und ihn überholen können. Am Ende wären es zwei Punkte mehr gewesen, aber in der Endabrechnung fehlten ja drei“, erzählte Kluge.
Im finalen Sprint wurde er Vierter, was im Kampf um Bronze am Ende zu wenig war gegen Clement Petit. Der Franzose war noch einmal mit dem neuen Weltmeister Tarling rausgefahren. “Ich konnte sie da nicht halten. Hätte ich mitfahren können, wäre noch mehr als Rang fünf möglich gewesen“, bedauerte Kluge, nahm aber “nichts Negatives“ für den Sonntag mit.
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