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01.02.2026 | (rsn) – Die deutschen Teamsprinterinnen haben am Eröffnungstag der Bahnrad-Europameisterschaften 2026 im türkischen Konya sofort die erste Goldmedaille für German Cycling geholt. Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch sowie die erst 21-jährige Anfahrerin Clara Schneider gewannen ihr Finale gegen Großbritannien in einem Wimpernschlagfinale um gerade einmal drei Tausendstelsekunden.
In 45,710 Sekunden fuhr das deutsche Trio im Finale die schnellste Zeit des Tages, nachdem sie zuvor sowohl in der Qualifikation als auch in der 1. Runde jeweils Zweitschnellste waren. Und auch im Finale roch es zunächst nach Platz zwei:
Nach den ersten 250 Metern lag man 0,522 Sekunden hinter den Britinnen zurück. An diesem Abstand änderte sich auch auf den zweiten 250 Metern wenig – allerdings schaffte Friedrich da bereits die Trendwende und verkürzte auf 0,480 Sekunden Rückstand. Grabosch dann als Schlussfahrerin wendete das Blatt und rauschte mit dem Auge nicht erkennbare 0,003 Sekunden vor Lowri Thomas über den Zielstrich.
"Clara hat sich bei dieser EM als Anfahrerin noch einmal um vier Zehntelsekunden auf 19,1 Sekunden gesteigert. Lea hat als Zweite die Position verteidigt. Und was Pauline als Dritte abgezogen hat, das war ein anderes Level – das war Weltklasse", meinte Bundestrainer Jan van Eijden nachdem seine Frauen den vierten EM-Titel für Deutschland im Teamsprint der Frauen innerhalb der letzten fünf Jahre feierten. Schon 2022, 2023 und 2024 hatte es Friedrich, Grabosch und die im Moment schwanger fehlenden Emma Hinze zu Gold gereicht. 2025 gab es für Friedrich, Grabosch und Schneider in Heusden-Zolder Bronze.
"Die drei haben super harmoniert und das hat den Sieg ausgemacht. Die Goldmedaille gibt sicherlich einen Boost für die kommenden Tage", meinte van Eijden mit Blick voraus auf die weiteren Kurzzeitdisziplinen, das Zeitfahren, das Sprint- und das Keirin-Turnier.
Etwas Glück hatte das deutsche Team vor dem Finale in der 1. Runde gehabt. Denn nachdem man in der Qualifikation in 46,276 Sekunden knapp zwei Zehntelsekunden vor Großbritannien, aber eben auch mehr als vier Zehntelsekunden hinter den Niederländerinnen auf Platz zwei gelegen hatte, schien man in der 1. Runde den Finaleinzug zu verpassen. Denn dort war man in 45,943 Sekunden zwölf Hundertstelsekunden langsamer als die Britinnen. Da stand der vierte Heat mit den deutlich Qualifikationsbesten in Orange noch aus.
Bei den favorisierten Niederländerinnen aber drehte Anfahrerin Kimberley Kalee am Start das Hinterrad durch und sie kam beinahe zu Fall. So schaffte sie nur eine 19,739 in der Auftaktrunde und auch wenn Hetty van de Wouw und Steffie van der Peet dahinter auf den Positionen 2 und 3 jeweils die schnellsten Runden fuhren, waren die Niederländerinnen insgesamt 0,308 Sekunden langsamer als die Deutschen und verpassten das Finale. Im Kampf um Bronze schlugen sie Frankreich dann deutlich.
Im Teamsprint der Männer ging Gold in Konya an Frankreich, das sich im Finale ähnlich knapp durchsetzte, wie die deutschen Frauen: Rayan Helal, Etienne Oliveiro und Timmy Gillion schlugen die Briten in 41,789 Sekunden zwar nicht um drei, sondern um nur sechs Tausendstelsekunden. Bronze sicherte sich bei den Männern Italien im Duell mit Tschechien. Das deutsche Trio Nik Schröter, Luca Spiegel und Maximilian Dörnbach war zuvor in Runde 1 um 0,693 Sekunden an den neuen Europameistern gescheitert und belegte in der Endabrechnung den fünften Platz.
"Das war das, was wir nach dem Training erwartet haben. Mit der Zeit von 42,679 Sekunden in der Zwischenrunde können wir aber zufrieden sein, auch wenn wir noch einen weiten Weg nach vorne haben", meinte van Eijden zur Leistung seiner Männer.
Teamsprint der Frauen:
1. Deutschland
2. Großbritannien
3. Niederlande
Teamsprint der Männer:
1. Frankreich
2. Großbritannien
3. Italien
…
5. Deutschland
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