Wie geht es weiter für den Briten?

Vuelta ehrt Froome bei Streckenpräsentation in Monaco

Von Felix Mattis und aus Monaco Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Vuelta ehrt Froome bei Streckenpräsentation in Monaco"
Chris Froome | Foto: Cor Vos

17.12.2025  |  (rsn) – Nachdem die Strecke für die Vuelta a Espana 2026 im Salle des Etoiles in Monaco vollständig vorgestellt war, wurde es nochmal dunkel und die Videowand spielte einige Clips von den Spanien-Rundfahrten 2011 bis 2022 ein – allesamt mit einem Mann im Fokus: Chris Froome. Der Brite, der die Spanien-Rundfahrt acht Mal gefahren ist und zwei Mal (2011 und 2017) gewonnen hat, wurde mit einer kleinen Hommage geehrt und man konnte meinen, dass man sich so von dem 40-Jährigen verabschieden wollte.

Dieser Eindruck bestätigte sich auch, als Marc Chavet, der 'Master of Ceremonies' der ASO-Rennen, Froome anschließend auf die Bühne holte. "Es könnte eines der letzten Male sein, dass ich das tun kann – also, meine Damen und Herren", begann der großgewachsene Announcer mit den zurückgebundenen Haaren, bevor er dann seine unverkennbare Stimme anhob und den vierfachen Tour- und zweifachen Vuelta-Sieger ankündigte.

Was dann folgte, war aber nicht die Verkündung des Karriereendes des größten Rundfahrers der 2010er Jahre, der im Sommer im Training einmal mehr schwer gestürzt war und bei seinem Team Israel – Premier Tech (künftig NSN) keine Vertragsverlängerung mehr bekommen hatte, sondern ein normales Bühnen-Interview – wenn auch mit einem zu Beginn bewegten Froome.

"Die Vuelta ist ein Rennen, das bei mir für so viele besondere Erinnerungen gesorgt hat. Von damals, als ich mein Potential zum ersten Mal entdeckt habe bis zu diesen letzten Jahren. Es war immer ein Rennen, das ich sehr geliebt habe", sagte er mit Blick auf die gerade gesehenen Bilder und schien dann etwas mit sich zu kämpfen, so dass er zunächst nur noch zwei "Danke" herausbrachte.

Im Gespräch mit Chavet erzählte Froome, was die Vuelta für ihn ausmache und wie besonders sie für ihn sei. "Meine wertvollste Erinnerung ist Pena Cabarga 2011. Das war mein allererster Sieg als Profi und ist definitiv etwas, was ich nie vergessen werde", so Froome, der damals die 17. Etappe dort gewann und seinen zweiten Gesamtrang hinter dem Spanier Juan José Cobo festigte, von dem er den Gesamtsieg später erbte, weil Cobo des Dopings überführt wurde.

Froome zu RSN: "Kann zu meiner Zukunft noch nichts sagen"

Außerdem ging Froome im Gespräch mit Chavet noch einmal auf seinen Trainingssturz im August ein, bei dem er sich einen Pneumothorax, fünf gebrochene Rippen und eine Lendenwirbelfraktur zuzog. "Erst gestern bin ich nach der dritten Operation aus dem Krankenhaus gekommen. Es waren einige schwere Monate, aber hoffentlich liegt das jetzt hinter mir und ich kann nach vorne blicken", so der 40-Jährige.

Was aber in seiner Zukunft auf ihn wartet, dazu fragte Chavet Froome auf der Bühne nicht. radsport-news.com holte das nach der Präsentation daher vor Ort nach. Doch der Brite wollte, wie zu erwarten, nichts durchblicken lassen. "Ich kann zu meiner Zukunft noch nichts sagen", meinte er und ergänzte: "Erstmal konzentriere ich mich auf die vollständige Heilung."

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