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22.03.2024 | (rsn) – Mit der E3 Saxo Classic (1.UWT) steht heute die ’Kleine Flandern-Rundfahrt‘ im Programm. Der flämische Klassiker führt über schwere 207 Kilometer um Harelbeke herum und hat insgesamt 17 Anstiege im Programm. Zudem könnte im Gegensatz zur Classic Brugge-De Panne vom Mittwoch der Wind bei der 66. Ausgabe der E3 Saxo Classic eine gewichtige Rolle spielen.
RSN hat vor dem Start in Harelbeke Stimmen der deutschsprachigen Starter gesammelt:
Wie man sieht, haben wir heute viel Wind, die letzten zwei Stunden wird es wohl regnerisch sein. Ich habe gute Beine, aber in den Klassikern gewinnen nicht immer die mit den besten Beinen. In den Anstiegen muss man auch mal viel riskieren, um in guter Position zu sein. Ich hoffe, dass ich heute das richtige Auge habe, um in eine Position zu kommen, in der ich meine Stärken ausspielen kann. Dann versuche ich, mit Fabio (Christen) für ein gutes Resultat zu sorgen. Für uns wäre ein Top-20-Ergebnis aber schon ein Erfolg, wenn man sieht, wer alles am Start ist. Ich weiß nicht, ob heute eine Gruppe großartig wegfahren kann. Ich schaue, am Start vorne dabei zu sein, aber heute wird das Interesse groß sein, in die Gruppe zu gehen. Aber ich glaube, dass das Rennen von Anfang an hart gefahren wird.
Ich freue mich auf das Rennen und hoffe, dass wir erfolgreich mitfahren können. Fabio Cancellara (Teamchef) gibt uns Tipps vor dem Start, aber im Rennen selber liegt es an uns, da kann uns keiner mehr helfen. Wenn es um die Position geht, dann interessiert niemanden mehr, welches Trikot man trägt oder welchen Sponsor man hat. Da muss man wie jeder andere auch mit dem Ellenbogen kämpfen. Wie jedes andere Team auch wollen wir an den wichtigen Punkten in guter Position sein und versuchen, mit so vielen Fahrern wie möglich möglichst weit im Rennen zu kommen. Und dann schauen wir, wer gute Beine hat. Mit Matteo (Trenin) haben wir einen erfahrenen Leader und ich werde auch versuchen, mein Bestes zu geben.
Heute fangen die schönen zwei Wochen an, kann man sagen. Ich freue mich, dass die Klassiker jetzt so richtig losgehen. Wer die Favoriten sind, ist klar. Das Wetter wird das Rennen schwerer machen und selektieren. Ich hoffe natürlich, dass der Regen etwas später als gemeldet einsetzt. Ich denke, dass Finale wird mehr oder weniger schon am Kortekeer (85 Kilometer vor dem Ziel, d. Red.) beginnen und am Taaienberg (81 Kilometer vor dem Ziel) wird die erste Selektion stattfinden und da müssen wir vorne dabei sein. Die Entscheidung wird dann am Paterberg/Kwaremont fallen (43/39 Kilometer vor dem Ziel).
Jetzt stehen zwei harte Wochen vor uns. Die Anspannung ist da, die Vorfreude aber auch. Ich habe ganz gute Beine, mal schauen, was dabei rum kommt. Van Aert und van der Poel sind in einer anderen Liga und da muss man schauen, wie man vor das Rennen kommt. Ich denke, der einzige Weg für uns, um ins Finale zu kommen, ist über eine Spitzengruppe. Schlau fahren, viel richtig machen und dann ist auch viel möglich. Alle sieben von uns haben Freifahrtscheine.
Es ist ein sehr schönes Rennen mit super starken Leuten am Start, es wird spannend. Ich habe das Gefühl, dass ich bei etwas kälterem Wetter und Regen etwas besser zurecht komme, keine Ahnung, ob die anderen dann schlechter sind oder ich besser bin. Wir haben mit (Oier) Laskano einen sehr guten Captain dabei, er hat in Kuurne bewiesen, dass er die Watt hat, vorne mitzufahren. Wir wollen probieren, ihn vorne ins Finale reinzubekommen.
Es geht jetzt wirklich Schlag auf Schlag, man hat dann keine Zeit mehr, zwischendurch etwas anzupassen. Die Form, die Du hast, hast Du für die ganze Zeit hier. Für die Moral der ganzen Mannschaft ist es gut, wenn Du bei E3 gut fährst. Ich war hier schon einige Mal vorne mit dabei. Deshalb weiß ich, dass es für mich passt. Es ist aber ein sehr, sehr schweres Rennen – und damit rechne ich auch heute. Taaienberg ist immer so ein Punkt, an dem das Rennen richtig aufgeht, ab da muss man dabei sein, wenn man um den Sieg mitfahren will. Es wird sehr schwer, van Aert und van der Poel zu schlagen. Aber ich konzentriere mich nicht auf die beiden, sondern auf mein Rennen und versuche, das bestmögliche Resultat einzufahren.
Schön zu sehen, wie viele Leute sich hier in Belgiern für den Radsport interessieren. Ich habe diese Saison ja doch schon relativ viele Rennen bestritten, bin auch das Openingsweekend gefahren, deshalb hält es sich mit der Nervosität in Grenzen. Die Vorfreude ist groß, es wird aber sehr, sehr schwer heute, aber ich gebe auf jeden Fall mein Bestes. Die letzten Wochen waren nicht perfekt, ich wäre gerne Strade Bianche gefahren, bin aber nach dem Openingsweekend krank geworden. Dann hat es relativ lange gedauert, bis ich fit geworden bin, aber jetzt passt es eigentlich wieder. Es wäre cool, wenn ich in die Spitzengruppe komme, es wird ziemlich schwierig. Falls es nicht klappt, dann will ich Marco (Haller) und Nico (Denz) so gut wie möglich unterstützen.
Ich bin einmal schon Gent-Wevelgem gefahren. Das hier ist also nicht ganz Neuland für mich. Aber dieses Rennen hier bin ich noch nicht gefahren, deshalb bin ich gespannt, wie es läuft. Ich habe mir vorgestern das Ganze mal angeschaut, ich weiß also, wo es langgeht. So weit passt es ganz gut, es ist schon eine recht schwere Kombination aus den vielen Hellingen und deshalb kann es ein ganz gutes Rennen werden. Ich bin dreimal die Tour de France gefahren, deshalb haut mich die Stimmung hier nicht um. In Frankreich ist nochmal mehr los.
Wir haben heute mit Mathieu (van der Poel) das gleiche Ziel wie am Mittwoch mit Jasper (Philipsen) bei Brugge-De Panne: Wir wollen definitiv gewinnen, wie sind motiviert, haben einen Plan und hoffen, dass wir auch Glück mit dem Wetter haben und sturz- und defektfrei durchkommen. Jedes Team ist vorbereitet, kein Team kommt unvorbereitet her und am Ende muss man auch im richtigen Augenblick am richtigen Ort sein. Nach Mittwoch haben wir alle auch gutes Selbstbewusstsein.
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