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19.10.2022 | (rsn) – Mit der Tour de Langkawi ist die Straßensaison 2022 laut UCI-Rennkalender offiziell beendet. Damit stehen auch das für die neuen WorldTour-Lizenzen maßgebliche Dreijahresranking sowie die für die Wildcard-Vergabe im kommenden Jahr entscheidende Team-Weltrangliste 2022 endgültig fest.
Vorbehaltlich möglicher Gerichtsverfahren aufgrund einer in den Raum gestellten Klage des Teams Israel – Premier Tech gegen die UCI, die alles noch einmal auf den Kopf stellen könnte, ist damit nun also auch bekannt, welche Rennställe im kommenden Jahr einen sicheren Platz bei welchen großen Rennen haben - radsport-news.com fasst zusammen:
___STEADY_PAYWALL___ Von den bisherigen WorldTour-Rennställen (WorldTeams) haben Lotto Soudal und Israel – Premier Tech in der Addition der Saisons 2020, 2021 und 2022 am schlechtesten abgeschnitten. Weil mit Alpecin – Deceuninck und Arkéa – Samsic zwei bisherige ProTeams im Dreijahresranking vor ihnen gelandet sind, dürfen diese beiden für 2023-2025 WorldTour-Lizenzen lösen, während Lotto Soudal sowie Israel – Premier Tech nur die 'zweite Liga' bleibt, also eine ProTeam-Lizenz.
Halb so schlimm für Lotto Dstny, aber Israel – Premier Tech muss zittern
Für alle WorldTour-Rennen inklusive den Grand Tours Giro, Tour und Vuelta sowie allen Monumenten haben die 18 WorldTeams eine Startgarantie. Hinzu kommt ein per UCI-Regel 2.1.007bis festgelegtes Startrecht bei allen WorldTour-Etappenrennen für die zwei besten Rennställe der Team-Weltrangliste 2022, die im Jahr 2023 eine ProTeam-Lizenz besitzen. Das sind Lotto Soudal und TotalEnergies. Die Veranstalter von Giro, Tour und Vuelta können zusätzlich zwei weitere Wildcard-Teams selbst auswählen, die Veranstalter aller anderen WorldTour-Etappenrennen je fünf.
Schmerzhafter Abstieg: Für Israel – Premier Tech wäre der Verlust der WorldTour-Lizenz 2023 von schwerwiegender Bedeutung. | Fotos: Cor Vos
Für alle WorldTour-Eintagesrennen inklusive den Monumenten Mailand-Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Il Lombardia haben ebenfalls die 18 WorldTeams eine Startgarantie und die automatische Wildcard geht dort sogar an die drei besten Rennställe der Team-Weltrangliste 2022, die im Jahr 2023 eine ProTeam-Lizenz besitzen. Zusätzlich zu Lotto Soudal und TotalEnergies ist hier also auch Israel – Premier Tech automatisch eingeladen. Die Veranstalter können außerdem vier weitere Wildcards frei vergeben.
Während der WorldTour-Abstiegskampf für Lotto Soudal, das künftig Lotto Dstny heißen wird, also glimpflich ausgehen dürfte, weil die Belgier auch als ProTeam weiter überall fahren dürfen, muss Israel – Premier Tech nun tatsächlich zittern. Denn um eine Grand Tour zu fahren, müsste sich das Team in der Gunst der italienischen, französischen und spanischen Veranstalter gegen starke einheimische Konkurrenz durchsetzen.
Grand Tour-Wildcards: 'Local Heroes' in der Pole Position?
Um die zwei frei zu vergebenden Giro-Wildcards ringen schließlich Jahr für Jahr die Teams Eolo – Kometa und Bardiani – CSF mit Drone Hopper – Androni Giocattoli. Israel – Premier Tech wäre da nun schon der vierte Interessent, doch da es kein italienisches WorldTeam gibt, dürfte es RCS Sport schwer fallen, eine der zwei verfügbaren Einladungen keinem italienischem Team zu geben.
Ähnlich sie es bei der Vuelta aus. Dort kommen mit Kern Pharma, Caja Rural – Seguros RGA, Burgos – BH und Euskaltel – Euskadi gleich vier spanische Mannschaften für die zwei Einladungen in Frage und Israel – Premier Tech wäre quasi das fünfte Rad am Wagen.
Baskische Fans und ihre Helden in Orange – ein Bild, das man bei der Tour 2023 wieder sehen könnte. | Foto: Cor Vos
Bleibt die Tour. Und würde Israel – Premier Tech dort eingeladen, wäre den Teameignern wohl egal, ob ihre Mannschaft auch beim Giro und der Vuelta dabei sein wird. Doch auch wenn in Frankreich durch den Aufstieg von Arkéa – Samsic und die automatische Wildcard für TotalEnergies kaum mehr einheimische Mannschaften um einen Startplatz buhlen, so scheinen die Chancen des israelischen Teams dort ebenfalls nicht groß. Denn B&B Hotels – KTM als verbleibendes französisches ProTeam dürfte – gerade wenn nun auch noch der Mark-Cavendish-Transfer gelingt – gesetzt sein.
Und die anderen beiden Kontrahenten heißen Uno-X und Euskaltel – Euskadi. Auf den ersten Blick stellen diese Teams vielleicht keine großen Gefahren dar, doch: Uno-X hat Alexander Kristoff verpflichtet und gilt in der Szene als kommender großer Player. Viel interessanter ist aber möglicherweise sogar Euskaltel – Euskadi. Rein sportlich sind die Basken sicher nicht vergleichbar mit Israel – Premier Tech und auch nicht mit Uno-X. Doch die Tour 2023 beginnt im Baskenland.
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