Stimmen zur 14. Tour-Etappe

Hirschi: “Gut, dass Bora ein paar Sprinter eliminierte“

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Marc Hirschi (Sunweb) hatte nach der 14. Tour-Etappe gut lachen. | Foto: Cor Vos

12.09.2020  |  (rsn) - Wir sammeln für Sie nach jeder Etappe der 107. Tour de France die ersten Kommentare der Protagonisten, die Sie wenige Minuten nach dem Zieleinlauf hier nachlesen können.

Sören Kragh Andersen (Sunweb / Etappensieger): "Ich bin voller Emotionen, sowas habe ich mir in meinen Träumen vorgestellt, ich bin ziemlich überwältigt. Ich hatte den ganzen Tag gute Beine, aber man weiß nie, wie stark die Konkurrenz ist. Ich habe lange gebraucht, um bei dieser Tour mein Selbstvertrauen zu finden, jetzt war es da und es hat dann auf Anhieb geklappt. Marc Hirschi hat mit seiner Attacke dafür gesorgt, dass alles noch ein bisschen schneller wurde und die Konkurrenz musste den Antritt von ihm auch sehr ernst nehmen. Wir hatten heute diesen Plan, aber hätten nicht erwartet, dass er so gut aufgeht."

Peter Sagan (Bora - hansgrohe / Etappenvierter):"Am Ende Platz vier war das Bestmögliche. Das Ziel war natürlich noch mehr Punkte zu holen. Aber es ist niemals einfach bei der Tour de France.

Marc Hirschi (Sunweb / im Finale in der Offensive): "Wir haben viele junge Fahrer, das stimmt. Aber Soren und Tiejs hatten einen richtig guten Saisonstart. Und Cees war auch schon erfolgreich mit seinem Sieg bei der Algarve-Rundfahrt. Wir wussten, wir hatten ein richtig gutes Team, aber natürlich haben wir nicht so eine gute Tour erwartet. Für uns war es richtig gut, dass Bora ein paar Sprinter eliminierte. Mit dem kleineren Feld war es auch einfacher, sich vor den letzten zwei Anstiegen in Position zu fahren. Teams wie Ineos, Jumbo waren auch nicht am Etappensieg interessiert, sondern nur daran keine Zeit zu verlieren. Das hat uns sicherlich auch in die Karten gespielt.

Lennard Kämna (Bora - hansgrohe / im Finale in der Offensive): “Ob sich der Kraftaufwand heute gelohnt hat? Ganz ehrlich gesagt, nicht. 23 Punkte ist nicht das, was wir uns erhofft hatten. Da muss man ehrlich sein. Wir sind wieder stark gefahren, aber am Ende hat uns ein Mann gefehlt, um das Ganze zusammenzuhalten. Das ist Schade. Mit einem Mann mehr, wäre ein Massensprint möglich gewesen, dass keiner wegfährt und dass es geordneter abläuft. Vielleicht wären auch zwei Mann mehr möglich gewesen. So war es ein komplett offenes Rennen, alles war außer Kontrolle, am Ende kommt jemand solo an. Das war nicht das, war wir geplant hatten. Meine Attacke war nicht geplant. Ich wollte nur ein Loch zufahren, in der Abfahrt bin ich relativ schnell gewesen, hatte eine kleine Lücke. Ich habe gesehen, dass ich eine Chance habe und bin dann gefahren. Das war eine schöne Erfahrung, war geil, hat Spaß gemacht.“

Enrico Poitschke (Sportdirektor Bora - hansgrohe): "Wir sahen die Möglichkeit mit dem kurzen, steilen Anstieg das Rennen schwer zu machen und da es von dort nur noch fünf Kilometer bis zum Zwischensprint waren, haben wir das Rennen dort schwer gemacht. Peter konnte da ein paar Punkte sammeln. Später im langen Anstieg haben wir versucht, die Sprinter loszuwerden. Das hat auch sehr gut geplant. Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht. Wir hatten dann Pech mit dem Defekt von Lukas, er hat uns gefehlt. Wir haben bis zum Ende gearbeitet, im Finale war es schwer, alles zu kontrollieren, so dass ein Fahrer noch entkommen konnte."

Primoz Roglic (Jumbo - Visma / Gelbes Trikot):"Das Szenario heute war perfekt, weil Bora so viel gearbeitet hat. Meine Teamkollegen mussten nicht viel arbeiten. Bei der Tour zählt jedes gesparte Korn. Ich musste einfach unbedingt dabei bleiben. Wir müssen das Rennen dennoch kontrollieren und das kostet Kraft."

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