Cross-Weltcup: Cant bleibt Gesamtführende

Vos gewinnt in Zolder trotz Plattfuß

Von Felix Mattis

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Marianne Vos (Rabobank-Liv) | Foto: Cor Vos

26.12.2014  |  (rsn) – Marianne Vos (Rabobank-Liv) hat in Zolder das vorletzte Weltcup-Rennen der Cross-Saison gewonnen. Die Niederländerin setzte sich an der belgischen Automobilrennstrecke knapp vor Namur-Siegerin Katerina Nash (Luna) aus Tschechien und ihrer französischen Rabobank-Teamkollegin Pauline Ferrand-Prevot durch.

„Ich war schon Zweite in Namur, aber es ist natürlich sehr schön, jetzt auch einen Weltcup gewonnen zu haben“, sagte Vos im Ziel. Erst am vergangenen Wochenende in Namur war die Weltmeisterin von Nash deutlich geschlagen worden.

Und für einen Moment sah es so aus, als würde das Rennen in Zolder genauso laufen. Denn wie in Namur setzte sich Vos zwar früh von ihren Kontrahentinnen ab, doch ebenfalls wie dort kam Nash mit Ferrand-Prevot im Schlepptau auf der vorletzten Runde stetig näher, bis auf der Zielgeraden der Zusammenschluss geschafft war.

Diesmal allerdings lag das nicht daran, dass Vos die Kräfte verließen, sondern dass die Niederländerin einen Plattfuß hatte, der sie viel Zeit kostete. In der Schlussrunde dann war sie wieder die Stärkste und setzte an einer steilen Tragestelle ihren Angriff. „Ich wusste, dass es dort sehr wichtig werden würde“, sagte Vos später. Sie riss die entscheidende Lücke und brachte schließlich vier Sekunden Vorsprung mit über die Ziellinie.

Nash war an der steilen Tragestelle weggerutscht und beinahe gestürzt, als Vos neben ihr rannte. Bereits zuvor ging Nash einmal zu Boden, als Ferrand-Prevot in einer Spitzkehre innen vorbeifuhr und sich die beiden leicht berührten.

Vierte wurde in Zolder mit Sabrina Stultiens eine dritte Rabobank-Fahrerin. Die Niederländerin hatte allerdings bereits 22 Sekunden Rückstand. Eva Lechner (RusVelo) aus Italien wurde mit 48 Sekunden Rückstand Fünfte, Ellen Van Loy (Telenet-Fidea) 1:31 Minute nach Vos Sechste.

Die Belgierin Sanne Cant (Enertherm-BKCP) kam, nachdem sie auf der vorletzten Runde einen Achter im Hinterrad hatte und viel Zeit verlor, zwar erst 1:50 Minute nach der Siegerin als Siebte ins Ziel, verteidigte aber ihre Führung in der Weltcup-Gesamtwertung und baute ihren Vorsprung auf Titelverteidigerin Katie Compton sogar aus, weil die US-Amerikanerin im Finale des Rennens zurückfiel.

Vor dem letzten Weltcup-Rennen am 25. Januar im niederländischen Hoogerheide hat Cant daher nun 206 Punkte auf ihrem Konto, Compton steht bei 177 und Van Loy bei 176. Es folgen Sophie De Boer (149) aus der Niederlande, Frankreichs Lucie Chainel-Lefevre (146) und die Britin Helen Wyman (142).

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