Münsteraner gewinnt Königsetappe in Aserbaidschan

Gerdemann meldet sich zurück, Zakarin vor Gesamtsieg

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Linus Gerdemann (MTN-Qhubeka) gewinnt die 4. Etappe der Aserbaidschan-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

10.05.2014  |  (rsn) - Linus Gerdemann (MTN Qhubeka) ist wieder da. Der Deutsche gewann die 4. Etappe der Aserbaidschan-Rundfahrt (Kat. 2.1) und fuhr damit seinen ersten Sieg nach seinem Comeback Anfang 2014 ein. Der 31-jährige Gerdemann setzte sich auf der 115 Kilometer langen Königsetappe von Qabala über zwei Berge der 1. Kategorie hinauf zur Bergankunft der Ehrenkategorie in Pirqulu vor dem Russen Ilnur Zakarin (RusVelo) und dem Ukrainer Vitaliy Buts (Kolss) durch.

Der 24-Jährige Zakarin, in seiner Heimat in diesem Jahr schon Gesamtsieger beim GP of Sochi (Kat. 2.2) und dem GP of Adygeya (Kat. 2.2), übernahm  die Führung in der Gesamtwertung der Rundfahrt, die morgen zu Ende geht. Rang zwei belegt Buts, gefolgt vom Spanier Luis Mas (Caja Rural). „Mein Team hat mich  in den ersten drei Bergen gut beschützt. Unser Plan war heute, die Führung im Gesamtklassement zu übernehmen. Das hat geklappt und nun wollen wir sie auch ins Ziel bringen", kündigte der neue Spitzenreiter an

Gerdemann ließ sich auf dem Weg zum Tagessieg auch nicht durch eine gebrochene Speiche auf den letzten fünf Kilometern stoppen. Allerdings wartete Zakarin auf seinen Begleiter und gemeinsam nahmen die beiden das Finale in Angriff. „Zakarin ist ein sehr fairer Sportler und ein sehr starker Fahrer, der das Führungstrikot verdient hat“, lobte der gebürtige Münsteraner den Russen, gegen den er sich den Tagessieg sicherte.

„Ich habe etwas zu früh attackiert, aber es hat geklappt“, konnte er sich über seinen ersten Sieg seit dem Mai 2011 freuen, als er die Luxemburg-Rundfahrt für sich entschied. Zudem sicherte er seinem MTN-Qhubeka-Team den zweiten Etappenerfolg hintereinander. Gestern hatte der Algerier Youcef Reguigui die 3. Etappe im Sprint gewonnen.

Auf der Königsetappe kamen am Samstag dann aber die Kletterspezialisten zum Zug. Schon nach fünf Kilometern zogen Gerdemanns Teamkollege Jacques Janse Van Rensburg, Mas, der Tscheche Josef Cerny (CCC Polsat), der Russe Sergey Lagkutin (Kolss), der Franzose Gregoire Tarride (La Pomme Marseille) und der Slowene Primoz Roglic (Adria Mobil/Sieger der 1. Etappe) davon und erhielten bald darauf Begleitung von zehn weiteren Fahrern, darunter Gerdemann, Zakarin und Buts.

Bereits vor dem ersten Berg des Tages attackierte der Tour-Etappengewinner von 2007, sicherte sich die erste Bergwertung und hielt im zweiten Anstieg einen Vorsprung von 40 Sekunden gegenüber Zakarin und Mas und rund vier Minuten auf das Feld. Im nicht sehr steilen, aber sich lang hinziehenden Schlussanstieg stellten zunächst Zakarin und Mas den Spitzenreiter. Der Spanier konnte aber dem Tempo seiner Konkurrenten dann nicht mehr folgen, die schließlich den Sieg unter sich ausmachten, nachdem Gerdemann in Folge seines Defekts das Rad wechseln musste.

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