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09.02.2014 | (rsn) – John Degenkolb (Giant-Shimano) hat zum Abschluss des Etoile de Bessèges (Kat. 2.1) Zeitfahrqualitäten an den Tag gelegt. Im 10,7 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr war der Frankfurter am Sonntag in Alès so schnell unterwegs, dass er sich noch auf Platz drei der Gesamtwertung verbesserte und seine insgesamt vierte Podiumsplatzierung bei der fünftägigen Rundfahrt klar machte.
Doch für Giant-Shimano kam es am Sonntag noch besser. Der Schwede Tobias Ludvigsson, auf Position 21 mit 34 Sekunden Rückstand auf den bis dato führenden Sander Helven (Topsport Vlaanderen) ins Rennen gegangen, holte sich in einer Fahrzeit von 15:37 Minuten nicht nur den Tages-, sondern auch den Gesamtsieg. Damit sicherte sich der 22-Jährige zudem einen Platz in den Geschichtsbüchern der 1971 erstmals ausgetragenen Rundfahrt, denn Ludvigsson ist der erste Schwede überhaupt, der sich den Gesamtsieg sichern konnte.
„Wir wussten, dass Tobias gut sein würde. Er hat sich im Winter durch gezieltes Training im Zeitfahren nochmals verbessert. Wir haben ihn in den letzten Tagen so sehr wie möglich geschont“, erklärte Christian Guiberteau. Der Sportliche Leiter von Giant-Shimano durfte sich außerdem über Degenkolbs Sieg in der Punktewertung und den Gesamterfolg in der Mannschaftswertung freuen durfte. „Dieser Schlusstag ist eine tolle Belohnung für das Team, nachdem es in den letzten Tagen so hart gearbeitet hat, dafür aber nicht belohnt wurde", fügte Guiberteau an.
Degenkolb fehlten letztlich ganze fünf Sekunden zum Gesamtsieg, womit er in die Fußstapfen von Didi Thurau getreten wäre, der den Stern von Bessèges als bisher einziger Deutscher 1978 für sich entscheiden konnte. Zwischen die beiden Giant-Shimano-Fahrer schob sich noch der Franzose Jerôme Coppel (Cofidis). Der Gesamtsieger von 2012 wurde mit nur vier Sekunden Rückstand auch Zweiter des Zeitfahrens.
Zu den Gewinnern des Tages zählte auch der Italiener Sonny Colbrelli (Bardiani CSF). Von Haus aus eher zu den Sprintern gehörend, zeigte der 23-Jährige eine formidable Leistung im Kampf gegen die Uhr und wurde hinter den beiden Spezialisten Ludvigsson und Coppel Dritter mit elf Sekunden Rückstand auf den Tagessieger. „An den letzten beiden Tagen wurde ich Fünfter und Vierter. Deshalb war mir klar, dass ich heute Dritter werden würde“, konnte Colbrelli wieder scherzen, nachdem er auf der 2. Etappe wegen eines Defektes wenige Kilometer vor dem Ziel fünf Minuten einbüßte und aller Klassementchancen beraubt wurde.
Dagegen platze Helvens Traum vom Gesamtsieg. Der Belgier, der nach seinem Auftaktsieg vier Tage lang im Führungstrikot fuhr, schwächelte im alles entscheidenden Zeitfahren und fiel noch auf Rang zehn zurück. So wurde der Franzose Benoit Jarrier (Bretagne - Séché) als Vierter im Endklassement bester Fahrer der sechsköpfigen Ausreißergruppe, die es am ersten Tag vor dem Feld ins Ziel geschafft hatte.
„Ich bin mit diesem Ergebnis zufrieden, aber auch etwas enttäuscht. Wir hatten am Mittwoch zu viele taktische Spielchen im Finale gemacht. Wenn man bedenkt, dass mir nur sieben Sekunden zum Gesamtsieg gefehlt haben, dann ist das ärgerlich“, so Jarrier, der sich noch vor seinen hochgehandelten Landsleuten Arthur Vichot (+0:07) und Jérémy Roy (beide FDJ.fr/+0:14) behaupten konnte.
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