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21.03.2011 | (rsn) – Die am heutigen Montag beginnende 91. Katalonien-Rundfahrt (21. – 27. März) ist das erste spanische WorldTour-Rennen der Saison. Das siebentägige Rennen durch den Nordosten Spaniens, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, ist erstklassig besetzt und weist wieder ein anspruchsvolles Streckenprofil auf. Am Start stehen alle 18 ProTeams sowie fünf Zweitdivisionäre.
Die Strecke: Schon der Auftakt der Juliläumsrundfahrt hat es in sich. Die 1. Etappe rund um Lloret de Mar wartet mit zwei Bergen der 1. Kategorie auf. Auch nach der letzten Bergwertung geht es auf welligem Terrain weiter, so dass es für die Sprinter schwer werden dürfte. Dafür wird die 2. Etappe trotz einer weiteren Bergwertung der 1. Kategorie wohl im Massensprint entschieden werden. Das Finale wird auf einem 9,4 Kilometer langen Rundkurs in Banyoles ausgetragen, der viermal bewältigt werden muss.
Mit fünf Bergwertungen – drei der 1., einer der 2. Kategorie sowie der Schlussanstieg der Ehrenkategorie - ist das dritte Teilstück die Königsetappe der Rundfahrt. Zum Finale geht es über 8,2 Kilometer bei durchschnittlich neun Prozent Steigung bis auf 1865 Meter zum Ziel in Andorra hinauf. Hier wird sicher schon die Vorentscheidung über den Gesamtsieg fallen. Am vierten Tag werden auf welligem Terrain entweder die Sprinter oder Ausreißer den Sieg unter sich ausmachen. Auch die 5. Etappe könnte trotz zweier Berge der 2. Kategorie und eines letzten, nicht kategorisierten Anstiegs knapp 40 Kilometer vor dem Ziel mit einer Sprintankunft in Tarragona enden.
Auf der 6. Etappe stehen auf hügeligem Terrain drei Bergwertungen – darunter eine der 1. Kategorie – auf dem Programm. Vom letzten Bergpreis geht es über 35 Kilometer überwiegend flach ins Ziel, so dass auch abgehängte Fahrer die Chance haben sollten, noch zur Spitze aufzuschließen. Die letzte Etappe werden sich die Sprinter wieder dick angestrichen haben. 25 Kilometer vor dem Ziel in Barcelona stellt sich dem Peloton zwar der berühmte Montjiuc in den Weg (1,3km bei 4,8 %). Der Hausberg der katalonischen Metropole wird aber auch für die Sprinter kein größeres Hindernis mehr darstellen. Die letzten 20 Kilometer werden auf einem 5,1 Kilometer langen, flachen Rundkurs ausgefahren, so dass auch diese Etappe im Massensprint enden dürfte.
Favoriten: Auch wenn der verletzte Titelverteidiger Joaquin Rodriguez (Katjuscha) seinen Start absagen musste – der Favorit auf den Gesamtsieg wäre so oder so sein Landsmann Alberto Contador (Saxo Bank-SunGard). Der Spanier darf nach seinem Freispruch trotz seiner positiven Clenbuterol-Test von der vergangenen Tour de France antreten. Nach seinem Sieg bei Tirreno-Adriatico ist der Australier Cadel Evans (BMC) der wohl schärfste Konkurrent von Contador.
Das spanische Geox-TMC-Team tritt mit der Doppelspitze Denis Mentschow und Carlos Sastre an. Zum weiteren Favoritenkreis zählen auch die Spanier Xavier Tondo (Movistar), Igor Anton (Euskaltel) und Haimar Zubeldia (Radioshack), der Este Rein Taaramae (Cofidis), die Italiener Ivan Basso (Liquigas), Matteo Carrara (Vacansoleil-DCM), Danilo Di Luca (Katjuscha) und Michele Scarponi (Lampre-ISD), die beiden Iren Daniel Martin (Garmin-Cervélo) und Nicolas Roche (Ag2R), der US-Amerikaner Levi Leipheimer (Radioshack),der Kolumbianer Rigoberto Uran (Sky), der Niederländer Bauke Mollema (Rabobank) und – nach seiner starken Leistung bei Mailand-San Remo – auch der gebürtige Münsteraner Linus Gerdemann (Leopard Trek).
Die Etappen:
1. Etappe, 21. März: Lloret de Mar - Lloret de Mar, 166,9 km
2. Etappe, 22. März: Santa Coloma de Farners – Banyoles, 169,3 km
3. Etappe, 23. März: La Vall d’en Bas - Andorra (Vallnord), 183,9 km
4. Etappe, 24. März: La Seu d’Urgell - El Vendrell, 195,0 km
5. Etappe, 25. März: El Vendrell – Tarragona, 205,8 km,
6. Etappe, 26. März: Tarragona - Mollet del Vallès, 184,5 km
7. Etappe, 27. März: Parets del Vallès – Barcelona, Pla de Palau, 124,5 km
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