TDU: Titelverteidiger kam um Sturz herum

Greipel: "Der Plattfuß hatte auch was Gutes"

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André Greipel (Omega Pharma-Lotto) auf der 2. Etappe der Tour Down Under Foto: ROTH

19.01.2011  |  (rsn) – Rund sechs Kilometer vor dem Ziel der 2. Etappe der Tour Down Under sah es so aus, als ob André Greipel (Omega Pharma-Lotto) der Pechvogel des Tages werden würde. Ein platter Reifen stoppte den Titelverteidiger just in dem Moment, als das Finale anstand. Im Ziel allerdings konnte sich Greipel glücklich schätzen, auf den letzten Kilometern hinter dem Feld hergejagt zu sein.

Gleich drei Stürze auf den letzten vier Kilometern sorgten nämlich für Chaos auf der Straße. Zahlreiche Topsprinter – darunter auch der Brite Mark Cavendish und der australische Gesamtführende Matthew Goss (HTC-Highroad) - gingen zu Boden und hatten ebenso wie Greipel nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. „Vielleicht hatte der Plattfuß auch etwas Gutes, denn im Finale kam es zu drei großen Stürzen, denen ich so aus dem Weg gehen konnte“, war der 28-Jährige nach dem Rennen dann auch nicht übermäßig darüber enttäuscht, dass es wieder nicht zum angestrebten Etappensieg gereicht hatte.

Stattdessen strich Greipel die Leistung seines Teams heraus. „Unsere Mannschaft ist nach wie vor hochmotiviert“, so der Omega-Neuzugang, der sofort nach dem Defekt das Laufrad eines Teamkollegen erhielt. „Zusammen mit Olivier Kaisen und Adam Hansen haben wir die Verfolgung aufgenommen. Rund 500 Meter vor dem Ziel waren wir wieder im Feld“, beschrieb Greipel die letzten Meter eines denkwürdigen Rennens, das schließlich der junge Brite Ben Swift (Sky) im Sprint des deutlich geschrumpften Feldes gewann.

Greipels Zwischenfazit fiel nach den ersten drei Rennen positiv aus. Er lobte sein Team für die gute Arbeit und machte einen eigenen Fehler dafür verantwortlich, dass es auf der 1. Etappe nicht zum Sieg gelangt hatte. „Die letzten 1,5 km gingen bergauf und machten das Finale sehr schwer. Trotz guter Vorarbeit meines Teams habe ich jedoch den Sprint ein wenig zu früh angezogen, so dass ich den dicken Gang nicht bis zum Schluss durchdrücken konnte“, schrieb Greipel, für den sein letztjähriger Teamkollege Goss „in diesem Jahr der absolute Topfavorit auf den Gesamtsieg“ ist.

Entschieden ist allerdings noch lange nichts. Gleich drei Fahrer – McEwen, Goss und Swift – liegen zeitgleich an der Spitze des Gesamtklassements. Dahinter folgt Greipel mit gerade mal vier Sekunden Abstand. „Auch in der Gesamtwertung ist noch alles drin“, gibt der zweifache Tour Down Under-Gewinner deshalb auch die Hoffnungen auf einen dritten Triumph nicht auf.

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