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04.10.2010 | (rsn) – Für Oscar Freire wird sich der Traum vom vierten WM-Titel wohl nicht mehr erfüllen. Der 34 Jahre alte Spanier, der am Sonntag im Straßenrennen von Melbourne zu den Gold-Kandidaten zählte, musste sich im Sprint auf der ansteigenden Moorabool Street in Geelong mit dem sechsten Platz begnügen.
„Ich bin schon ein bisschen enttäuscht“, gestand Freire nach dem Rennen gegenüber cyclingnews.com. „Für mich gab es definitiv die Möglichkeit, das Rennen zu gewinnen.“ Nach Meinung des spanischen Kapitäns waren die Konkurrenten auch dieser Auffassung, denn, so Freire: „Ich war die ganze Zeit unter den besten 20 und konnte sehen, dass die anderen nicht sehr glücklich darüber waren, mich dort zu sehen. Das einzige Mal, das ich weiter hinten fuhr, nutzten sie um anzugreifen.“ Für den dreifachen Weltmeister war klar: „Ich denke, das ganze Feld fuhr gegen Spanien.“
Als Ausrede wollte der Mailand-San Remo-Gewinner das aber nicht gelten lassen. Vielmehr sparte Freire auch nicht mit Selbstkritik. „Ich hätte es besser machen können. Ich habe einen Fehler gemacht, aber unser ganzes Team musste einen hohen Preis für diesen Fehler zahlen“, gestand er. „Über sieben Runden lang mussten wir hinterherfahren. Wir konnten schließlich zur Spitze aufschließen, haben aber dabei viel Energie gelassen. Ich war dann müder als die anderen Sprinter. Ich hatte eine gute Position im Sprint, aber ich hatte einfach nicht mehr die Beine.“
Ob sich dem dreifachen Weltmeister noch einmal eine Chance wie in Melbourne bietet, ist sehr fraglich. Die WM im kommenden Jahr in Kopenhagen wird wohl zu einer Angelegenheit für die Sprinter werden. Der dann 35 Jahre alte Routinier dürfte gegen Konkurrenten wie Cavendish, Greipel oder Farrar einen wesentlich schweren Stand haben als gegen Hushovd, Breschel oder Allan Davis.
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